• Klimaumbau Seelhorst, Hannover

    Seelhorst ist eine Zeilenhaussiedlung der 1960er Jahre am Rand von Hannover. Das Wohnensemble der Firma Gundlach umfasst 130 Wohnungen in 11 Gebäuden und ist geprägt von einer waldartigen Atmosphäre, die derzeit durch versiegelte Parkflächen und Garagen beeinträchtigt wird. Ziel des Projekts ist es, den Bestand energetisch zu modernisieren, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und zugleich die grüne Identität des Quartiers zu erhalten. Kostenarme, klimafreundliche Maßnahmen sichern langfristig bezahlbaren Wohnraum und wirken einer Gentrifizierung entgegen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise im bewohnten Zustand.

    Die Nachverdichtung erfolgt in Form einer Aufstockung. Der Siedlungs- und Gebäudetypus, die großzügigen Grünräume und der prägende Baumbestand bleiben erhalten. Die bislang ungenutzten Dachgeschosse werden zurückgebaut und durch flach geneigte, asymmetrische Giebeldächer ersetzt. Die Aufstockung fügt sich in die bestehende Gebäudestruktur ein und bildet gemeinsam mit der sanierten Fassade eine neue Einheit. Das städtebauliche Gesamtbild bleibt gewahrt.

    In schneller, geräuscharmer Holzbauweise wird der Bestand um ein Vollgeschoss ergänzt. So entstehen 50 bis 60 neue Wohnungen. Die Lasten werden in das vorhandene Tragwerk abgeleitet, ohne wesentliche Eingriffe in die Bestandskonstruktion. Die neuen Dachflächen werden großflächig mit Photovoltaikmodulen belegt. Ein vorgestelltes Balkonregal erweitert die Wohnflächen und erhöht die Aufenthaltsqualität der Bestandswohnungen. Die Fassaden werden mit biogener Zellulose-Einblasdämmung energetisch saniert. Die Balkonregale sind als Stahlkonstruktion ausgebildet.
    Der Energiebedarf des Quartiers wird dauerhaft gesenkt. Die Gebäude werden über Luft-Wasser-Wärmepumpen beheizt, die Warmwasserbereitung erfolgt über elektrische Durchlauferhitzer.

    Die neuen Wohnungen ergänzen den Bestand um einen vielfältigen Wohnungsmix und reagieren auf den demografischen Wandel. Parallel werden die Freiräume aufgewertet und ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept integriert. Bestehende Bäume bleiben erhalten, versiegelte Flächen werden zurückgebaut. Zusätzliche Pflanzungen verbessern Mikroklima, Regenwasserrückhalt und Biodiversität.

    im Bau
    seit 2025
  • Treetop Trail in Lagodechi, Lagodechi

    Der Lagodechi Nationalpark im äußersten nordosten Georgiens an den Südhängen des Kaukasus mit Höhen von 590 bis 3500 m ist eines der am besten erhaltenen Gebiete der Welt für vielfältige Naturlandschaften. Das Projekt zur Entwicklung eines Baumwipfelpfades als neues touristische Attraktion soll mehr Besucher anziehen und den Nationalpark zu einem attraktiven Ziel für den Ökotourismus machen.

    Das Konzept betont den Wald als Protagonisten und schlägt ein minimalistisches Design vor, welches aus einem kreisförmigen Pfad besteht, der allmählich die Baumkronen hinaufführt. Zusätzliche Programme werden hinzugefügt um das Erlebnis im Wald zu verbessern. Dazu gehören ein Wachturm, eine Kuppel, ein großes Netz, eine Höhle und mehrere Plattformen.

    in Bearbeitung
    building permission 2019
  • O.A.S.E., Stuttgart Rosenstein

    Das Baufeld A3 nimmt als Entree am neuen Stuttgarter Hauptbahnhof eine besondere stadträumliche Rolle ein. An einem Ort, der wie kaum ein anderer für Transformation und öffentliche Aushandlungsprozesse steht, zeigte der offene Bürger:innenwettbewerb „Raum für Ideen", was in der zukünftigen Innenstadt fehlt: ein konsumfreier, witterungsgeschützter und zugleich offener Raum für die Stadtgesellschaft.
    Mit der O.A.S.E. schlagen wir hier ein Social Innovation Hub als gemeinwohlorientierte Infrastruktur vor – ein Offener Aneignungs- und Sozialer Entwicklungsraum, der als klimatische und soziale Oase funktioniert.
    Das wiederverwendete Tragwerk der historischen Bahnhofsüberdachung spannt dabei einen übergeordneten Rahmen auf, unter dem ein durchlässiges Gefüge aus Freiraum und Gebäuden entsteht. In diesem geschützten Innenraum treffen Aufenthalt und Aktivität aufeinander: Menschen können hier einfach sein, ins Gespräch kommen, Projekte anstoßen, gemeinsam weiterentwickeln und praktisch erproben. Werkstätten, offene Lern- und Austauschräume sowie Orte des Zeigens und Präsentierens greifen ineinander und machen gesellschaftliche Themen sichtbar und verhandelbar.
    So entsteht ein neuer Stadtraum, der nicht nur Schutz und Aufenthaltsqualität bietet, sondern als Katalysator für Austausch, Teilhabe und gemeinsames Handeln wirkt und die Innenstadt um eine bislang fehlende öffentliche Infrastruktur ergänzt.

    Idee
    2026
  • Nad Kaminkou, Zbraslav

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    Mit dem Entwurf für ein neues Wohngebiet in Nad Kamínkou nutzen wir die
    städtebauliche Entwicklung nicht nur zur Schaffung von Wohnraum, sondern
    als Impuls für die nachhaltige Transformation der gesamten Nachbarschaft.
    Ziel ist es, ein heute autoorientiertes und fragmentiertes Areal in ein lebendiges,
    grünes und hervorragend angebundenes Quartier zu verwandeln, das
    die Urbanität von Prag mit der landschaftlichen Qualität von Zbraslav verbindet
    und als Entwicklungsvorbild fungiert.
    Der Masterplan kombiniert die Potenziale der hochfrequentierten Elišky-
    Přemyslovny-Straße mit dem weitläufigen Borovičky-Park.
    Am westlichen Quartierseingang setzt ein Mobility Hub als klare Landmarke
    mit lebendigem Vorplatz ein starkes städtebauliches Zeichen. Er ermöglicht
    den komfortablen Wechsel zwischen Auto, Bus, Fahrrad und Fußverkehr und
    markiert den Übergang in ein autoarmes Wohnumfeld. Im Osten bildet der
    Park den grünen Gegenpol mit großzügigen Flächen für Natur, Sport und
    Erholung. Das Quartier vermittelt räumlich wie funktional zwischen Urbanität
    und landschaftlicher Offenheit und schafft zugleich eine klare Differenzierung
    zwischen geschützter Privatsphäre und Durchgängigkeit.
    Drei grüne Achsen strukturieren das Gebiet: eine gemeinschaftliche Nordachse
    mit Platz, Obstgarten und Gärten, eine blau-grüne Achse mit sichtbarem
    Regenwassermanagement sowie ein begrünter Boulevard im Süden.
    Die Architektur folgt dieser Logik: Terrassierte Blockstrukturen definieren
    klare Raumkanten und lebendige Erdgeschosszonen, während freistehende
    Stadtvillen einen weichen Übergang zum Park schaffen. Gemeinsame Höfe
    verbinden Architektur und Freiraum.

    abgeschlossen
    2025
  • Neue Mitte Silberstedt

    Mit der Neuen Mitte erhält Silberstedt ein starkes, identitätsstiftendes Zentrum, das Daseinsvorsorge neu organisiert und den Ort aus seinem Bestand heraus weiterentwickelt. Bildung, Gesundheit, Kultur, Wohnen, Versorgung und Mobilität werden räumlich gebündelt und über kurze Wege miteinander verknüpft. So entsteht ein alltagstaugliches, generationenübergreifendes Quartier, das die Grundfunktionen des Dorflebens im Kern zusammenführt.

    Ausgangspunkt ist der behutsame Umbau eines ortsbildprägenden Gebäudes von 1886. Statt Neubau setzt das Konzept auf Weiterbauen: Bestehende Strukturen werden erhalten, umgenutzt und mit neuen Funktionen aktiviert. Gemeindehaus, Dorfbüro und Dorfkantine schaffen Raum für Vereine, Arbeit und Begegnung – ressourcenschonend, wirtschaftlich effizient und fest in der Geschichte des Ortes verankert. Der Bestand bleibt identitätsstiftender Anker und wird zum Motor der Entwicklung.

    Zwischen Dorfplatz und Dorfpark entfaltet sich ein klar gegliedertes Freiraumsystem. Der Platz bildet die urbane Bühne für Märkte, Feste und Austausch, während der Park als grüne Mitte Naherholung, Spiel, Sport und Biodiversität vereint. Gleichzeitig übernimmt er eine klimaangepasste Funktion als Retentionsraum bei Starkregen.

    Ergänzt wird das Zentrum durch eine Gemeindeschwimmhalle, ein generationenübergreifendes Wohnquartier sowie die Aufwertung von Schule und Kindergarten. Barrierefreie Wege, neue Bushaltestellen, Sharing-Angebote und Fahrradstellplätze stärken die nachhaltige Mobilität.

    Idee
    2025
  • Waldhäuser Ost, Tübingen

    Die Wohnsiedlung „Waldhäuser Ost" aus den 1970er Jahren wird umfassend energetisch ertüchtigt und zugleich behutsam weiterentwickelt. Eine besondere Herausforderung stellt die Lage des Gebäudes in einer Erdbebenzone dar, die eine klassische Aufstockung unter üblichen statischen Voraussetzungen nicht zulässt. Die erforderliche Erdbebensicherheit wird daher durch gezielte Maßnahmen zur Gebäudeaussteifung erreicht: Aussteifende Balkonwände sowie zusätzliche nördliche Anbauten übernehmen tragende Funktionen und ermöglichen zugleich die Schaffung zusätzlichen Wohnraums.

    Die Aufstockung von zwei der drei Gebäudeteile erfolgt in Holz-Leichtbauweise. Diese Bauweise reduziert das Eigengewicht der Konstruktion und erfüllt gleichzeitig hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Bauökonomie. Um die bestehende Bewohnerschaft langfristig zu halten, wird die energetische Fassadensanierung bewusst auf das notwendige Maß begrenzt. Zum Einsatz kommen seriell gefertigte, recyclingfähige Bauteile; Öffnungen und Balkone orientieren sich in Maßstab und Erscheinungsbild am Bestand. Auf diese Weise lassen sich bauliche Verbesserungen realisieren, ohne eine spürbare Mietpreissteigerung auszulösen.

    Die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle wird mit einer Erweiterung der Balkone sowie einem neuen, zeitgemäßen Farb- und Fassadenkonzept verknüpft. Ergänzend führen nördliche Anbauten, Aufstockungen sowie die Umwandlung der bestehenden Erd- und Gartengeschosswohnungen in Maisonettewohnungen für Großfamilien zu einer deutlichen Erweiterung und Differenzierung des Wohnungsmixes.

    Großzügiger gestaltete Freisitze und verbesserte Außenräume steigern zudem die Aufenthaltsqualität und stärken die Wohnqualität der Siedlung insgesamt.

    Idee
    2025
  • Quartier Immengarten, Hannover

    Die Entwicklungsvision überführt den ehemaligen Gewerbestandort in ein urbanes, vielfältig nutzbares Quartier. Der Entwurf setzt dabei auf klare Raumkanten, präzise Adressbildung und eine feine Abstimmung zwischen Wohnen, Arbeiten und öffentlichem Raum. Prägnante Gebäudeecken, maßstäbliche Körnung und eine differenzierte Höhenstaffelung sorgen für Orientierung und Wiedererkennbarkeit.

    Im Zentrum liegt ein großzügiger öffentlicher Spielplatz, der als Herz des Quartiers funktioniert und von lebendigen Erdgeschosszonen gefasst wird. Eine durchgängige Ost-West-Verbindung stärkt die Verknüpfung zu den umliegenden Grünzügen und schafft neue Adressen im Quartiersinneren. Die Hofstrukturen orientieren sich an den typischen Listhöfen und bilden geschützte Freiräume für Wohnen, Kita und gemeinschaftliche Nutzung.

    Das Freiraumkonzept setzt auf klimaresiliente Gestaltung, vielfältige Vegetation, klare Aufenthaltsorte und die Option einer Schwammstadt. Blühflächen, Retentionsräume und begrünte Fassaden fördern Biodiversität und ein angenehmes Mikroklima.

    Die Gebäude greifen Motive der Umgebung auf: Büro- und Gewerberiegel mit markanten Sockelzonen sowie farblich differenzierte Wohngebäude mit Gauben, Loggien und Mansarddächern. Flexible Grundrisse ermöglichen langfristige Anpassbarkeit. Eine Tiefgarage, Fahrrad-HUBs und kurze Wege fördern einen autofreien Lebensstil. So entsteht ein lebendiger Stadtbaustein, der Offenheit, Vielfalt und hohe Freiraumqualität zu einem klaren, robusten Quartier bündelt.

    abgeschlossen
    2025
  • Wild River Park, Prishtina

    Together with BOOM Landscape and in close collaboration with the Municipality of Pristina, we are using nature-based solutions to address the problem of flooding in Kosovo's capital. The project focuses on an 11-hectare brownfield site on the northern edge of Pristina. This is where the Pristina River flows, the only visible section within the city before disappearing underground. Until the late 1940s, Pristina lay between two rivers: the Vellusha and the Pristina. Between the 1950s and 1970s, these rivers were filled in, and by the 1980s, there were no visible rivers left in Pristina. This site is the last remaining open section—a rare glimpse into the city's natural heritage.

    Today, the area faces challenges such as illegal dumping, flooding, and a lack of public spaces and infrastructure. Our task was to assist the city administration in
    defining the project scope, developing a master plan concept, and assessing feasibility.

    Our vision? To transform this neglected area into the Wild Botanical River Park—a
    resilient, multifunctional landscape that restores natural water flow,
    reduces flood risk, and revitalizes biodiversity. A new diversion channel will
    channel clean water through the park, supported by wetlands and native plants that will filter runoff and improve water quality. This project not only serves flood protection but also reconnects Prishtina with nature. It creates a green-blue corridor connecting neighborhoods and provides space for relaxation and exploration.

    The park is a living laboratory where native plants are used to purify the air, water, and soil, while also promoting research and education. Wild River Park creates a living
    ecological gateway—a bold step toward a greener, healthier, and more resilient Prishtina.

    Idee
    2025
  • Blankenburg Quartett, Berlin

    Unter dem Titel „Blankenburger Quartett" entsteht ein neues Stadtquartier mit vier eigenständigen Nachbarschaften, die sich zu einem vielfältigen, gemeinschaftlichen und nachhaltigen Ganzen verbinden. Der Entwurf entwickelt die Planungen zur Zirkulären Stadt im Blankenburger Süden weiter. Wasserkreisläufe, Biodiversität, Mikroklima, aktive Mobilität und vielfältige Freiraumnutzungen bilden die Grundlage einer resilienten Quartiersstruktur, die soziale, ökologische und ökonomische Aspekte gleichwertig berücksichtigt.

    Die Nachbarschaften setzen unterschiedliche Schwerpunkte in Landschaft, Nutzungsmischung, öffentlichem Raum und gemeinschaftlicher Infrastruktur:

    AuenKiez: Landschaftsbezogenes Wohnquartier entlang der Tramtrasse, geprägt vom Schmöckpfuhlgraben mit Retentionsflächen und Wetlands – ein klimaangepasstes Wohnumfeld.

    WaldAllmende: Inselquartier mit Schule, Sporthalle, Kita, Spiel- und Freiflächen für Anwohnende, Vereine und Bildungseinrichtungen. Der angrenzende Wald bleibt Natur- und Erholungsraum.

    ZenKiez: Kombination aus Wohnen im Osten und gewerblichen Höfen im Westen, die Arbeit, Alltag und Rückzug verbindet und die bestehende spirituelle Nutzung integriert.

    Produktionsdreieck: Urbanes Gewerbe mit Circular Hub als Herzstück ressourcenschonender Kreislaufwirtschaft.

    Alle Nachbarschaften sind über eine gemeinsame Mitte verbunden, die als sozialer, kultureller und funktionaler Treffpunkt dient. Bestehende Wege- und Grünverbindungen werden fortgeführt, landschaftliche Strukturen integriert und an den Rändern durch kleinteilige Bebauungen und grüne Übergangszonen vermittelt.

    Idee
    2025
  • Wohntraum Fürstenried, München

    Nachhaltiges und gemeinschaftsorientiertes Quartier
    Das Projekt entwickelt ein zukunftsfähiges, gemeinschaftsorientiertes und ökologisch verantwortungsvolles Wohnquartier. Eine zentrale Quartiersachse verbindet die Nachbarschaften, bietet Aufenthalts- und Spielräume und integriert klimafreundliche Elemente wie Baumbestand, entsiegelte Flächen und Regenwassermanagement. Grüne Wohnhöfe strukturieren das Quartier, fördern Biodiversität und schaffen lebendige Orte für Austausch.

    Aktive Erdgeschosszonen und Bautypen
    Die Erdgeschosse beleben das Quartiersleben mit Co-Working, Werkstätten, Gästeappartements, Kita, Mobilitätsangeboten und kleinteiligem Gewerbe. Drei Bautypen – Polygon, Punkt, Riegel – ermöglichen vielfältige Wohnformen, klare Orientierung und eine serielle, wirtschaftliche Umsetzung. Die Realisierung erfolgt in vier Bauabschnitten, bestehende Gebäude werden integriert.

    Pilotprojekt für zirkuläres Bauen
    Der polygonale Baukörper dient als Pilotprojekt für kreislaufgerechtes Bauen. Er zeichnet sich durch einfache Kubatur, Holzbauweise, biogene Dämmstoffe, Low-Tech-TGA, reduzierte Spannweiten und einheitliche Raster aus. Diese Prinzipien sichern Rückbaubarkeit, Materialeffizienz, kurze Bauzeiten und Kostenvorteile. Die Erfahrungen bilden die Grundlage für alle folgenden Bauabschnitte.

    Freiräume und Klimaresilienz
    Die Freiräume sind klar gegliedert und vernetzt. Offene Höfe, kleine Nachbarschaftsplätze und eine autofreie Achse mit Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereichen sorgen für Orientierung, Interaktion und hohe Aufenthaltsqualität. Entsiegelte Flächen, klimaresiliente Vegetation, Blühwiesen und dezentrales Regenwassermanagement schaffen „Cool Islands" und erhöhen die Klimaresilienz des Quartiers.

    Vielfältiges Wohnangebot und neue Identität
    Insgesamt entstehen rund 440 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen und Typologien – von Kleinwohnungen bis zu Cluster- und Familienwohnungen. Die Mischung aus Wohnen, Gemeinschaft, sozialen Einrichtungen und quartiersdienlichem Gewerbe schafft ein lebendiges, nachhaltiges und zukunftsfähiges Quartier, das sich am Maßstab des Ortes orientiert und gleichzeitig neue Identitäten stiftet.

    Idee
    2025
  • The Kiosk, Dhermi

    Das Kiosk-Projekt entstand als Reaktion auf den Abriss informeller Bauten in Dhermi, einem schnell wachsenden Touristendorf an der albanischen Küste. Angesichts des zunehmenden Tourismus wurde der Bedarf an einer organisierten, anpassungsfähigen Infrastruktur immer dringlicher.
    Der Entwurf konzentriert sich auf Sonnenschutz, Stauraum im Obergeschoss und flexible Raumaufteilung für verschiedene Anbieter. Der modulare und kostengünstige Kiosk lässt sich unter Verwendung lokaler, klimagerechter Materialien leicht aufbauen, abbauen und versetzen. Sein charakteristisches Merkmal – ein sich verjüngendes, kastenförmiges Vordach – lässt sich tagsüber zur Beschattung öffnen und nachts zur sicheren Lagerung schließen. Dieses dynamische Element ermöglicht einen reibungslosen Übergang zwischen aktiver Nutzung und Schließung und passt sich so den täglichen Geschäftsrhythmen an.
    Das offene Erdgeschoss ermöglicht vielfältige Konfigurationen, während sich die gestalterischen Anstrengungen auf das ausdrucksstarke Dach konzentrieren. Der Kiosk lässt sich schnell aufbauen und ist für jede Jahreszeit geeignet. Er bietet eine kostengünstige, klimafreundliche Lösung für kleine Unternehmen.
    Der Kiosk war einer der Pavillons, die bei der ersten Ausgabe des Bread&Heat Festivals ausgestellt wurden, das im Juni 2025 in Tirana, Albanien, stattfand.

    abgeschlossen
    2025
  • Der EinfachKomplex, Bonn

    Integration und Gemeinschaft
    Ausgangspunkt des Entwurfs ist ein zusammenhängender kompakter Baukörper, der eine klare städtebauliche Figur erzeugt, welche sich selbstverständlich in die Logik des Rahmenplans einfügt. Durch die Blockstruktur entsteht ein großzügiger, gemeinschaftlich nutzbarer Innenhof, der allen Bewohner:innen zur Verfügung steht. Gleichzeitig wird durch die geschlossene Bauweise ein maximaler baulicher Lärmschutz erzielt.

    Kontextuierung
    Der Entwurf definiert einen klaren städtebaulichen Auftakt an der Dottendorfer Straße: Ein sechsgeschossiger Baukörper markiert den Quartierseingang. Mit seiner Höhenstaffelung zum südlichen Wohnquartier fügt der Baukörper sich selbstverständlich in die Maßstäblichkeit der Umgebung ein. Im Erdgeschoss verbindet eine offene Durchwegung den öffentlichen Straßenraum mit dem ruhigen, grünen Innenhof.

    Rahmen und Akzentuieren
    Der Boulevard wird durch die Setzung des Baukörpers betont und stadträumlich gefasst. Zur Dottendorfer Straße entsteht eine klare Kante, welche die Hauptverkehrsachse angemessen begleitet. Am öffentlichen Platz leistet der Baukörper mit seinem Nutzungsmix einen aktiven Beitrag zur programmatischen Belebung.

    Modularität und rechte Winkel
    Der Entwurf setzt das Prinzip der Modularität konsequent um. Durch die Vermeidung von Sonderlösungen, durchgängige Orthogonalität, hohe Wiederholungsraten und die Einhaltung einfacher 90°-Geometrien wird die Anwendung vorgefertigter Elemente optimiert. Die gezielte Auflösung des Blocks an den Ecken vermeidet komplexe Sonderlösungen und schafft für jede Wohneinheit ideale Lichtverhältnisse.

    Wohnungsmix und Erschließung
    Der Entwurf differenziert die Verteilung der geförderten und freifinanzierten Wohnungen in eigenständige Gebäuderiegel. Dies schafft eine eindeutige Zuordnung, vereinfacht die Adressbildung und ermöglicht eine differenzierte Erschließung. Die Grundrisse folgen einer logischen Stapelung und nutzen die konstruktiven Raster optimal aus. Zur Dottendorfer Straße hin übernimmt eine verglaste Laubengangerschließung die doppelte Funktion von Zugang und Lärmpuffer.

    Idee
    2025
  • Dransdorfer Berg, Bonn

    Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei entsteht ein gemeinschaftsorientiertes Quartier, das Wohnen, Bildung, Pflege und Naturschutz verbindet. Die bestehende Struktur mit Gewächshäusern, Saatbeeten und wilden Grünräumen prägt den Entwurf. Die typischen Satteldächer finden sich als Gestaltungselemente wieder, großzügige Freiräume holen den Landschaftsraum ins Quartier.

    Herzstück ist die Quartiersmitte mit dem Werkhof: ein lebendiger Treffpunkt mit Werkstätten, Gärten, Kantine und Angeboten der Montagsstiftung sowie der Initiative Neue Stadtgärtnerei. Pflegeeinrichtungen und ein Café ergänzen das gemeinschaftliche Zentrum.

    Die Wohngebäude orientieren sich an der Nord-Süd-Ausrichtung des Bestands, bleiben durch Holzskelettbau flexibel und fördern durch gemeinschaftlich genutzte Freiräume nachbarschaftliches Zusammenleben.

    Der grüne Saum mit Wildniszonen, alten Gehölzen und Saatgutbeeten verbindet Quartier und Landschaft, schafft Biodiversität und macht Natur über Erlebnispfade erlebbar.

    in Bearbeitung
    2025
  • Modellquartier 1, Münster

    Der Entwurf orientiert sich an den historischen Elementen der Münsteraner Kulturlandschaft und greift diese in der räumlichen Konzeptionierung auf.


    Ausgehend vom Wasserweg, gliedert ein behutsam konfiguriertes Freiraumgerüst aus Landschafts- und Parkräumen mit  ortsspezifischen Schwerpunkten und Funktionen den Raum und bildet die Grundlage für ein attraktives und zukunftssicheres Modellquartier. Eine Kombination aus hoher Nutzungsmischung zur Belebung und nutzungsoffenen Strukturen für eine flexible Entwicklung bildet das bauliche Rückgrat eines anpassungsfähigen und nachhaltigen Stadtquartiers. Neue Ideen des Zusammenlebens, Teilens und Arbeitens werden hier zur gelebten Realität.
    Das Freiraumkonzept verfolgt eine behutsame Verzahnung von Landschaft und Städtebau, bei der die natürliche Topografie und beste-hende Biotopstrukturen in die urbane Entwicklung integriert werden.

    Ausgehend vom Wasserweg fließt die Landschaft durch das gesamte Entwurfsgebiet und verbindet die neuen baulichen Setzungen mit ihrer Umgebung. So entsteht ein harmonisches Wechselspiel zwischen offener Kulturlandschaft, urbanem Leben und naturnaher Gestaltung. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Regenwasser, das nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch in die Freiräume integriert wird. Das Mobilitätskonzept setzt auf die Förderung des Umweltverbunds mit einem klaren Fokus auf den ÖPNV, den Radverkehr und den Fußverkehr und trägt damit zur Reduzierung von Emissionen, zur Erhöhung der Lebensqualität und zur klimaresilienten Entwicklung des Quartiers bei.

    Idee
    2025
  • Gemeinsam Zusammen, Kita Rosenthal-Schwicheldt

    Sensibel erweitern
    Der Entwurf für die Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte in Rosenthal-Schwicheldt versteht sich als behutsame Fortschreibung des Bestands. Charakteristische Elemente wie das asymmetrische Satteldach und die versetzt angeordneten Baukörper werden aufgenommen und weitergedacht. Drei neue ‚Gruppenhäuser' fügen sich als eigenständige Volumen in ein kleinteiliges, dorfähnliches Ensemble ein – lebendig, überschaubar und im Maßstab auf die kindliche Wahrnehmung abgestimmt.

    Dazwischen verbindet
    Zwischen Bestand und Neubau spannt sich eine zentrale Flurzone auf, die nicht nur erschließt, sondern auch verbindet: Hier entstehen Orte des Ankommens, der Begegnung und der Gemeinschaft – mit einer gemeinsamen Mitte als Elterncafé und Kinderbibliothek, Spielzonen und Einblicken in die Küche. Die alltäglichen Wege werden zu Erlebnissen, die Raumabfolgen abwechslungsreich, aber klar strukturiert.

    Freiraumqualitäten integrieren
    Im Außenraum bleibt der prägende Baumbestand erhalten und wird Teil eines klimaangepassten Gartens, der Schatten, Rückzugsorte und Spielflächen vereint. Der Neubau entsteht in nachhaltiger Holzrahmenbauweise. Geothermie, Photovoltaik und der Einsatz ökologischer Materialien tragen zur Energieeffizienz und Zukunftsfähigkeit der Kita bei.

    (Um)Strukturieren
    Ein klar gegliederter Bauablauf in drei Phasen ermöglicht den Weiterbetrieb der Einrichtung – bei gleichzeitiger Sichtbarkeit und Begreifbarkeit des Bauprozesses für die Kinder.

    in Bearbeitung
    2025