• O.A.S.E., Stuttgart Rosenstein

    Das Baufeld A3 nimmt als Entree am neuen Stuttgarter Hauptbahnhof eine besondere stadträumliche Rolle ein. An einem Ort, der wie kaum ein anderer für Transformation und öffentliche Aushandlungsprozesse steht, zeigte der offene Bürger:innenwettbewerb „Raum für Ideen", was in der zukünftigen Innenstadt fehlt: ein konsumfreier, witterungsgeschützter und zugleich offener Raum für die Stadtgesellschaft.
    Mit der O.A.S.E. schlagen wir hier ein Social Innovation Hub als gemeinwohlorientierte Infrastruktur vor – ein Offener Aneignungs- und Sozialer Entwicklungsraum, der als klimatische und soziale Oase funktioniert.
    Das wiederverwendete Tragwerk der historischen Bahnhofsüberdachung spannt dabei einen übergeordneten Rahmen auf, unter dem ein durchlässiges Gefüge aus Freiraum und Gebäuden entsteht. In diesem geschützten Innenraum treffen Aufenthalt und Aktivität aufeinander: Menschen können hier einfach sein, ins Gespräch kommen, Projekte anstoßen, gemeinsam weiterentwickeln und praktisch erproben. Werkstätten, offene Lern- und Austauschräume sowie Orte des Zeigens und Präsentierens greifen ineinander und machen gesellschaftliche Themen sichtbar und verhandelbar.
    So entsteht ein neuer Stadtraum, der nicht nur Schutz und Aufenthaltsqualität bietet, sondern als Katalysator für Austausch, Teilhabe und gemeinsames Handeln wirkt und die Innenstadt um eine bislang fehlende öffentliche Infrastruktur ergänzt.

    Idee
    2026
  • Nad Kaminkou, Zbraslav

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    Mit dem Entwurf für ein neues Wohngebiet in Nad Kamínkou nutzen wir die
    städtebauliche Entwicklung nicht nur zur Schaffung von Wohnraum, sondern
    als Impuls für die nachhaltige Transformation der gesamten Nachbarschaft.
    Ziel ist es, ein heute autoorientiertes und fragmentiertes Areal in ein lebendiges,
    grünes und hervorragend angebundenes Quartier zu verwandeln, das
    die Urbanität von Prag mit der landschaftlichen Qualität von Zbraslav verbindet
    und als Entwicklungsvorbild fungiert.
    Der Masterplan kombiniert die Potenziale der hochfrequentierten Elišky-
    Přemyslovny-Straße mit dem weitläufigen Borovičky-Park.
    Am westlichen Quartierseingang setzt ein Mobility Hub als klare Landmarke
    mit lebendigem Vorplatz ein starkes städtebauliches Zeichen. Er ermöglicht
    den komfortablen Wechsel zwischen Auto, Bus, Fahrrad und Fußverkehr und
    markiert den Übergang in ein autoarmes Wohnumfeld. Im Osten bildet der
    Park den grünen Gegenpol mit großzügigen Flächen für Natur, Sport und
    Erholung. Das Quartier vermittelt räumlich wie funktional zwischen Urbanität
    und landschaftlicher Offenheit und schafft zugleich eine klare Differenzierung
    zwischen geschützter Privatsphäre und Durchgängigkeit.
    Drei grüne Achsen strukturieren das Gebiet: eine gemeinschaftliche Nordachse
    mit Platz, Obstgarten und Gärten, eine blau-grüne Achse mit sichtbarem
    Regenwassermanagement sowie ein begrünter Boulevard im Süden.
    Die Architektur folgt dieser Logik: Terrassierte Blockstrukturen definieren
    klare Raumkanten und lebendige Erdgeschosszonen, während freistehende
    Stadtvillen einen weichen Übergang zum Park schaffen. Gemeinsame Höfe
    verbinden Architektur und Freiraum.

    abgeschlossen
    2025
  • Neue Mitte Silberstedt

    Mit der Neuen Mitte erhält Silberstedt ein starkes, identitätsstiftendes Zentrum, das Daseinsvorsorge neu organisiert und den Ort aus seinem Bestand heraus weiterentwickelt. Bildung, Gesundheit, Kultur, Wohnen, Versorgung und Mobilität werden räumlich gebündelt und über kurze Wege miteinander verknüpft. So entsteht ein alltagstaugliches, generationenübergreifendes Quartier, das die Grundfunktionen des Dorflebens im Kern zusammenführt.

    Ausgangspunkt ist der behutsame Umbau eines ortsbildprägenden Gebäudes von 1886. Statt Neubau setzt das Konzept auf Weiterbauen: Bestehende Strukturen werden erhalten, umgenutzt und mit neuen Funktionen aktiviert. Gemeindehaus, Dorfbüro und Dorfkantine schaffen Raum für Vereine, Arbeit und Begegnung – ressourcenschonend, wirtschaftlich effizient und fest in der Geschichte des Ortes verankert. Der Bestand bleibt identitätsstiftender Anker und wird zum Motor der Entwicklung.

    Zwischen Dorfplatz und Dorfpark entfaltet sich ein klar gegliedertes Freiraumsystem. Der Platz bildet die urbane Bühne für Märkte, Feste und Austausch, während der Park als grüne Mitte Naherholung, Spiel, Sport und Biodiversität vereint. Gleichzeitig übernimmt er eine klimaangepasste Funktion als Retentionsraum bei Starkregen.

    Ergänzt wird das Zentrum durch eine Gemeindeschwimmhalle, ein generationenübergreifendes Wohnquartier sowie die Aufwertung von Schule und Kindergarten. Barrierefreie Wege, neue Bushaltestellen, Sharing-Angebote und Fahrradstellplätze stärken die nachhaltige Mobilität.

    Idee
    2025
  • Quartier Immengarten, Hannover

    Die Entwicklungsvision überführt den ehemaligen Gewerbestandort in ein urbanes, vielfältig nutzbares Quartier. Der Entwurf setzt dabei auf klare Raumkanten, präzise Adressbildung und eine feine Abstimmung zwischen Wohnen, Arbeiten und öffentlichem Raum. Prägnante Gebäudeecken, maßstäbliche Körnung und eine differenzierte Höhenstaffelung sorgen für Orientierung und Wiedererkennbarkeit.

    Im Zentrum liegt ein großzügiger öffentlicher Spielplatz, der als Herz des Quartiers funktioniert und von lebendigen Erdgeschosszonen gefasst wird. Eine durchgängige Ost-West-Verbindung stärkt die Verknüpfung zu den umliegenden Grünzügen und schafft neue Adressen im Quartiersinneren. Die Hofstrukturen orientieren sich an den typischen Listhöfen und bilden geschützte Freiräume für Wohnen, Kita und gemeinschaftliche Nutzung.

    Das Freiraumkonzept setzt auf klimaresiliente Gestaltung, vielfältige Vegetation, klare Aufenthaltsorte und die Option einer Schwammstadt. Blühflächen, Retentionsräume und begrünte Fassaden fördern Biodiversität und ein angenehmes Mikroklima.

    Die Gebäude greifen Motive der Umgebung auf: Büro- und Gewerberiegel mit markanten Sockelzonen sowie farblich differenzierte Wohngebäude mit Gauben, Loggien und Mansarddächern. Flexible Grundrisse ermöglichen langfristige Anpassbarkeit. Eine Tiefgarage, Fahrrad-HUBs und kurze Wege fördern einen autofreien Lebensstil. So entsteht ein lebendiger Stadtbaustein, der Offenheit, Vielfalt und hohe Freiraumqualität zu einem klaren, robusten Quartier bündelt.

    abgeschlossen
    2025
  • Blankenburg Quartett, Berlin

    Unter dem Titel „Blankenburger Quartett" entsteht ein neues Stadtquartier mit vier eigenständigen Nachbarschaften, die sich zu einem vielfältigen, gemeinschaftlichen und nachhaltigen Ganzen verbinden. Der Entwurf entwickelt die Planungen zur Zirkulären Stadt im Blankenburger Süden weiter. Wasserkreisläufe, Biodiversität, Mikroklima, aktive Mobilität und vielfältige Freiraumnutzungen bilden die Grundlage einer resilienten Quartiersstruktur, die soziale, ökologische und ökonomische Aspekte gleichwertig berücksichtigt.

    Die Nachbarschaften setzen unterschiedliche Schwerpunkte in Landschaft, Nutzungsmischung, öffentlichem Raum und gemeinschaftlicher Infrastruktur:

    AuenKiez: Landschaftsbezogenes Wohnquartier entlang der Tramtrasse, geprägt vom Schmöckpfuhlgraben mit Retentionsflächen und Wetlands – ein klimaangepasstes Wohnumfeld.

    WaldAllmende: Inselquartier mit Schule, Sporthalle, Kita, Spiel- und Freiflächen für Anwohnende, Vereine und Bildungseinrichtungen. Der angrenzende Wald bleibt Natur- und Erholungsraum.

    ZenKiez: Kombination aus Wohnen im Osten und gewerblichen Höfen im Westen, die Arbeit, Alltag und Rückzug verbindet und die bestehende spirituelle Nutzung integriert.

    Produktionsdreieck: Urbanes Gewerbe mit Circular Hub als Herzstück ressourcenschonender Kreislaufwirtschaft.

    Alle Nachbarschaften sind über eine gemeinsame Mitte verbunden, die als sozialer, kultureller und funktionaler Treffpunkt dient. Bestehende Wege- und Grünverbindungen werden fortgeführt, landschaftliche Strukturen integriert und an den Rändern durch kleinteilige Bebauungen und grüne Übergangszonen vermittelt.

    Idee
    2025
  • Wohntraum Fürstenried, München

    Nachhaltiges und gemeinschaftsorientiertes Quartier
    Das Projekt entwickelt ein zukunftsfähiges, gemeinschaftsorientiertes und ökologisch verantwortungsvolles Wohnquartier. Eine zentrale Quartiersachse verbindet die Nachbarschaften, bietet Aufenthalts- und Spielräume und integriert klimafreundliche Elemente wie Baumbestand, entsiegelte Flächen und Regenwassermanagement. Grüne Wohnhöfe strukturieren das Quartier, fördern Biodiversität und schaffen lebendige Orte für Austausch.

    Aktive Erdgeschosszonen und Bautypen
    Die Erdgeschosse beleben das Quartiersleben mit Co-Working, Werkstätten, Gästeappartements, Kita, Mobilitätsangeboten und kleinteiligem Gewerbe. Drei Bautypen – Polygon, Punkt, Riegel – ermöglichen vielfältige Wohnformen, klare Orientierung und eine serielle, wirtschaftliche Umsetzung. Die Realisierung erfolgt in vier Bauabschnitten, bestehende Gebäude werden integriert.

    Pilotprojekt für zirkuläres Bauen
    Der polygonale Baukörper dient als Pilotprojekt für kreislaufgerechtes Bauen. Er zeichnet sich durch einfache Kubatur, Holzbauweise, biogene Dämmstoffe, Low-Tech-TGA, reduzierte Spannweiten und einheitliche Raster aus. Diese Prinzipien sichern Rückbaubarkeit, Materialeffizienz, kurze Bauzeiten und Kostenvorteile. Die Erfahrungen bilden die Grundlage für alle folgenden Bauabschnitte.

    Freiräume und Klimaresilienz
    Die Freiräume sind klar gegliedert und vernetzt. Offene Höfe, kleine Nachbarschaftsplätze und eine autofreie Achse mit Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereichen sorgen für Orientierung, Interaktion und hohe Aufenthaltsqualität. Entsiegelte Flächen, klimaresiliente Vegetation, Blühwiesen und dezentrales Regenwassermanagement schaffen „Cool Islands" und erhöhen die Klimaresilienz des Quartiers.

    Vielfältiges Wohnangebot und neue Identität
    Insgesamt entstehen rund 440 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen und Typologien – von Kleinwohnungen bis zu Cluster- und Familienwohnungen. Die Mischung aus Wohnen, Gemeinschaft, sozialen Einrichtungen und quartiersdienlichem Gewerbe schafft ein lebendiges, nachhaltiges und zukunftsfähiges Quartier, das sich am Maßstab des Ortes orientiert und gleichzeitig neue Identitäten stiftet.

    Idee
    2025
  • Dransdorfer Berg, Bonn

    Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei entsteht ein gemeinschaftsorientiertes Quartier, das Wohnen, Bildung, Pflege und Naturschutz verbindet. Die bestehende Struktur mit Gewächshäusern, Saatbeeten und wilden Grünräumen prägt den Entwurf. Die typischen Satteldächer finden sich als Gestaltungselemente wieder, großzügige Freiräume holen den Landschaftsraum ins Quartier.

    Herzstück ist die Quartiersmitte mit dem Werkhof: ein lebendiger Treffpunkt mit Werkstätten, Gärten, Kantine und Angeboten der Montagsstiftung sowie der Initiative Neue Stadtgärtnerei. Pflegeeinrichtungen und ein Café ergänzen das gemeinschaftliche Zentrum.

    Die Wohngebäude orientieren sich an der Nord-Süd-Ausrichtung des Bestands, bleiben durch Holzskelettbau flexibel und fördern durch gemeinschaftlich genutzte Freiräume nachbarschaftliches Zusammenleben.

    Der grüne Saum mit Wildniszonen, alten Gehölzen und Saatgutbeeten verbindet Quartier und Landschaft, schafft Biodiversität und macht Natur über Erlebnispfade erlebbar.

    in Bearbeitung
    2025
  • Modellquartier 1, Münster

    Der Entwurf orientiert sich an den historischen Elementen der Münsteraner Kulturlandschaft und greift diese in der räumlichen Konzeptionierung auf.


    Ausgehend vom Wasserweg, gliedert ein behutsam konfiguriertes Freiraumgerüst aus Landschafts- und Parkräumen mit  ortsspezifischen Schwerpunkten und Funktionen den Raum und bildet die Grundlage für ein attraktives und zukunftssicheres Modellquartier. Eine Kombination aus hoher Nutzungsmischung zur Belebung und nutzungsoffenen Strukturen für eine flexible Entwicklung bildet das bauliche Rückgrat eines anpassungsfähigen und nachhaltigen Stadtquartiers. Neue Ideen des Zusammenlebens, Teilens und Arbeitens werden hier zur gelebten Realität.
    Das Freiraumkonzept verfolgt eine behutsame Verzahnung von Landschaft und Städtebau, bei der die natürliche Topografie und beste-hende Biotopstrukturen in die urbane Entwicklung integriert werden.

    Ausgehend vom Wasserweg fließt die Landschaft durch das gesamte Entwurfsgebiet und verbindet die neuen baulichen Setzungen mit ihrer Umgebung. So entsteht ein harmonisches Wechselspiel zwischen offener Kulturlandschaft, urbanem Leben und naturnaher Gestaltung. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Regenwasser, das nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch in die Freiräume integriert wird. Das Mobilitätskonzept setzt auf die Förderung des Umweltverbunds mit einem klaren Fokus auf den ÖPNV, den Radverkehr und den Fußverkehr und trägt damit zur Reduzierung von Emissionen, zur Erhöhung der Lebensqualität und zur klimaresilienten Entwicklung des Quartiers bei.

    Idee
    2025
  • Setex Areal, Greven

    Das neue Quartier bringt urbane Dichte und naturnahes Wohnen zusammen. Zwei klar gegliederte Bereiche – das urbane Ems-Karree mit Quartiersplatz und die durchgrünten Ems-Gärten – bilden eine starke städtebauliche Figur. Vom Stadt-Entree bis zur Deich-Terrasse spannt sich eine öffentliche Achse, die Stadt und Landschaft verbindet. Punktbauten rhythmisieren die Struktur, grüne Wohnhöfe schaffen Rückzugsorte. Der Quartiersplatz wird lebendiger Mittelpunkt mit Gastronomie, Gewerbe und Co-Working. Punktbauten strukturieren den urbanen Raum, während grüne Höfe das gemeinschaftliche Wohnen stärken. Im Süden öffnet sich das Quartier zur renaturierten Ems. Promenade, Spielwiese und Deichterrasse laden zur Begegnung ein – Landschaft wird Teil des Alltags.

    Der bestehende Emsradweg als übergeordnete Verbindung macht die Natur direkt erlebbar. Die städtebauliche Figur reagiert sensibel auf Lärm und Topografie. Entlang der Hauptstraße schützt eine robuste Randbebauung das Quartier und bildet gleichzeitig klare Stadträume. Flexible Gebäudetypen und gemischte Wohnformen ermöglichen vielfältige Lebensmodelle. Das Freiraumkonzept verknüpft urbanes Leben, nachbarschaftliche Höfe und offene Landschaft zu einem zusammenhängenden Netz. So entsteht ein Quartier mit eigener Identität – offen, grün und gemeinschaftlich gedacht.

     

    Idee
    2025
  • Emil im Aufbruch - Musikzentrum Hannover, Hannover

    Die Emil-Meyer-Straße in Hannover Vahrenwald ist im Aufbruch. Die Entwicklung des bislang isolierten Areals um das Musikzentrum und die Neuvernetzung mit seiner Umgebung bieten die Chance, als Katalysator für eine nachhaltige Quartiersentwicklung im Stadtteil Vahrenwald und darüber hinaus zu wirken – Als spannendes Produktivquartier für Kulturwirtschaft und urbane Produktion, als stadtklimatisch wirksamer und verbindender Grünkorridor und als offener, einladender Stadtraum für Spiel, Sport und Bewegung, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

    Stadträumlich stößt das Quartier an zwei zentra¬le Qualitäten. Zu einer Seite prägt der typische „Vahrenwalder Block" den Stadtraum – klar strukturierte Räume, geprägt durch Wohnnutzung und geschütztes Grün in den Innenhöfen, aber auch ein Mangel an öffentlichen Grün-, Verweil- sowie Spielflächen. Zur anderen Seite begrenzt die Bahntrasse das Quartier – starke Barrierewirkung, Lärmbelastung, aber auch schützenswerte Biotopstrukturen und viel Raum für bisher unterrepräsentierte Nutzun¬gen und neue Ideen.

    Eine gezielte Öffnung hin zur Nachbarschaft und ein vielseitiger Nutzungsmix machen den Ort zu einem inklusiven Treffpunkt werden, der Gewerbe, Wohnen, Kultur, Bildung und soziale Teilhabe miteinander verbindet. Niedrigschwellige Kultur- und Freizeitangebote fördern nicht nur Kreativität und Chancengleichheit, sondern stärken auch das Zugehörigkeitsgefühl der Bewohnerinnen und Bewohner. Aus Reflexion unterschiedlicher Planungsszenarien wurde ein Gesamtkonzept erarbeitet, das den Fokus auf resiliente, phasenweise Stadtentwicklung setzt, die Potenziale des baulichen Bestands nutzt und die Dynamik der lokalen Kulturszene antizipiert.

    abgeschlossen
    2025
  • Istropolis, Bratislava

    Die Umwandlung von Trnavské Mýto in ein dynamisches kulturelles und urbanes Zentrum geht in die nächste Phase. Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde, beginnt der Bau von Istropolis – entworfen von CITYFÖRSTER und KCAP in Zusammenarbeit mit Immocap – im Sommer 2025.

    Das Projekt umfasst eine nach neuesten Standards ausgestattete Konzert- und Kongresshalle, moderne Wohnungen und hochwertige Büroflächen. Der Veranstaltungsort für 3.000 Personen ist für verschiedenste kulturelle und geschäftliche Veranstaltungen konzipiert und bietet eine Rundum-Bestuhlung sowie flexible Nutzungsmöglichkeiten. Die Büroräume werden ein großzügiges Atrium und flexible Arbeitsbereiche beinhalten, während die Wohnungen an grüne Innenhöfe angrenzen und durch ein fußgängerfreundliche Umgebung angebunden sind.

    Istropolis setzt neue Maßstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung, indem es passive Klimalösungen, energieeffizientes Design und biodiverse öffentliche Räume integriert – darunter 147 Bäume, 70 einheimische Pflanzenarten und eine durchdachte Fahrradinfrastruktur.

    Trnavské Mýto, das trotz seiner zentralen Lage lange Zeit übersehen wurde, wird bald mit grünen Promenaden, Springbrunnen und einem lebendigen öffentlichen Platz revitalisiert – ein Ort für Märkte, Versammlungen und das tägliche Leben.

    Mit dem bevorstehenden Baubeginn wird die Vision von Istropolis Realität und prägt die Zukunft von Bratislava durch Architektur, Nachhaltigkeit und ein lebendiges öffentliches Leben.

    in Bearbeitung
    2025
  • Grünes Forum, München

    Das Konzept identifiziert drei Potenzialflächen für eine behutsame Siedlungserweiterung: zwei urbane Quartiere im Anschluss an Feldmoching und Ludwigsfeld sowie ein landschaftlich geprägtes Quartier nördlich der Fasanerie. Feldmoching-Nord/West, das Obermoos und die Schrederwiesen bleiben aufgrund ihrer landschaftlichen Wertigkeit unbebaut. Die neuen Quartiere knüpfen sensibel an den Bestand an, Freiräume fungieren als verbindende Räume. Bausteine der Nahversorgung sowie neue soziale und bildungsbezogene Einrichtungen ergänzen bislang unzureichend ausgestattete Bereiche.

    Ein breites Wohnungsangebot mit vielfältigen Typologien stärkt den sozialen Mix und schafft Perspektiven auch für die heutige Bewohnerschaft. Das Mobilitätskonzept entlastet die Bestandsquartiere durch die Priorisierung des Umweltverbundes aus Tram, Bus, Rad und Fuß. Die „Landschaftstram" verknüpft Quartiere und Freizeitziele mit dem überregionalen ÖV-Netz. In kompakten Quartieren sichern Angebote wie Carsharing, Bikesharing und Micro-Carrier Wahlfreiheit.

    Das Landschaftskonzept erschließt die Produktivität der Moos- und Heidelandschaft über Parkmeilen und ein feinmaschiges Wegenetz. Seen, Alleen und Uferrandstreifen stiften Kontinuität und Orientierung. Der Umgang mit Niederschlags- und Grundwasser wird zum strategischen Baustein einer koproduktiven Landschaftsentwicklung – mit Retentionsräumen, Grauwassernutzung, bodenschonender Bewirtschaftung und Wiedervernässung.

    in Bearbeitung
    2024-2026
  • Masterplan für den Tourismus in Dushanbe, Dushanbe

    Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines umfassenden Tourismus-Masterplans für Duschanbe und seine Umgebung. Dieser Plan soll nahtlos in die nationalen, regionalen und städtischen Entwicklungsstrategien eingebettet werden und dabei alle relevanten gesetzlichen und behördlichen Vorgaben berücksichtigen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem soziokulturellen und ökologischen Schutz, den finanziellen Erfordernissen sowie der wirtschaftlichen Tragfähigkeit geplanter Investitionen. Zudem umfasst der Masterplan detaillierte Machbarkeitsstudien für vorrangige Projekte.
    Um dieses Gesamtziel zu erreichen, wurden folgende spezifische Ziele definiert:

    1. Durchführung einer umfassenden Analyse, die die Grundlagen der Tourismusnachfrage, den Marketing-Mix der Tourismuscluster sowie unterstützende Faktoren und Ressourcen für die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Reiseziels untersucht. Zudem werden die vorhandene Infrastruktur, städtische Dienstleistungen, regulatorische Rahmenbedingungen sowie soziokulturelle und ökologische Auswirkungen bewertet.

    2. Erstellung eines Masterplans, der Duschanbe als attraktives internationales Reiseziel positioniert. Dies umfasst die Definition eines strategischen Rahmens, die räumliche Tourismusplanung, eine Governance-Struktur für die Tourismusentwicklung sowie Entwicklungspläne für kritische Erfolgsfaktoren der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Ergänzend werden Schutzmaßnahmen für Umwelt und Kultur sowie ein Investitionsplan mit Priorisierung der wichtigsten Projekte erarbeitet.

    3. Erstellung detaillierter Konzeptpapiere für die priorisierten Investitionsprojekte. Diese enthalten eine fundierte Beschreibung der Projekte, deren Begründung, den Umfang sowie die erwarteten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen.

    abgeschlossen
    2024
  • Meidline, Wien

    Mit unserem Wettbewerbsbeitrag für die „MeidLine" schlagen wir einen Entwurf für eine Fußgängerbrücke in Meidling, Wien, vor, die das Viertel durch die Verbindung von städtebaulicher Intervention, Natur und Gemeinschaft transformiert.

    Die Aufgabe bestand darin, das neu geplante Meidlinger Sicherheitszentrum mit 4.000 Mitarbeitern nördlich der Ringstraße und Bahntrasse mit der südlich davon gelegenen Tramstation Meidling zu verbinden.
    Anstelle einer einfachen Verbindung haben wir die Brücke als schwebenden öffentlichen Raum konzipiert, der bislang ungenutzte Infrastrukturen in lebendigen Stadtraum umwandelt. Der Entwurf überspannt Straßen und Bahnlinien und verbindet bestehende Parks zu einem durchgehenden Grünkorridor. Im Mittelpunkt steht ein erhöhter öffentlicher Platz mit Grünflächen, einem naturinspirierten Spielplatz, einem Sportbereich und einem Café mit Blick auf Wien und das Geschehen auf den Bahntrassen.

    Dieser Ansatz der „Kaperung von Infrastruktur" betrachtet den Raum nicht als Lücke, sondern als Chance, Begegnungen zu fördern, Aufenthaltsqualität zu steigern und Biodiversität zu stärken. Die Gestaltung integriert einheimische Bäume, durchlässige Oberflächen und Regenwasserbewirtschaftung, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Die modulare Stahlkonstruktion ist zudem rückbaubar.
    Ein partizipativer Entwicklungsprozess ermöglicht es der lokalen Bevölkerung, den Platz aktiv mitzugestalten und zu nutzen.

    Durch die Priorisierung der Balance aus einer robusten Struktur, grüner Infrastruktur und flexibler Programmierung wird eine Stadtumgestaltung angestoßen, die nicht nur Punkt A mit Punkt B verbindet, sondern das gesamte Umfeld aufwertet und belebt.

    Der Entwurf zeigt, wie massive Infrastrukturen im Stadtraum neu interpretiert werden können, indem sie nicht nur als Transiträume, sondern auch als Orte des sozio-kulturellen Lebens und der Förderung der Stadtökologie fungieren.

    Renders: The Big Picture

    Idee
    2024
  • Quartiersinsel Heiterblick, Leipzig

    Großräumig vernetzt, kleinräumig gemischt und zirkulär organisiert – So stellen wir uns die kommende Stadterweiterung der wachsen Großstadt Leipzig vor. Der landschaftliche und städtebauliche Raum von Heiterblick-Süd ist durch typologisch sehr unterschiedliche Siedlungscluster innerhalb eines durch Wald- und Landwirtschaft geprägten Freiraumes charakterisiert. Der Entwurf greift diese vorgefundene Struktur auf und ergänzt sie durch ein weiteres kompaktes und durchmischtes Quartier, eingebettet in eine fließende und vernetzende Landschaft – die Quartiersinsel Heiterblick.


    Der Landschaftsraum des Paunsdorfer Bogens wird sowohl nördlich als auch südlich weitergeführt und mit den Wald- und Feldflächen östlich der Autobahn vernetzt. Die kompakte Quartierskontur faltet sich nach innen und schafft grüne Finger, die als Klimakorridore fungieren und einen effektiven Luftaustausch im Quartierinneren gewährleisten. Dabei entstehen insgesamt fünf Cluster, die sich im Zentrum überlagern und eine gebündelte, zentrale Quartiersmitte mit großer Nutzungsvielfalt bilden. Neben der gemeinsamen Mitte schaffen fünf Anger De¬zentrale und Treffpunkte für die unterschiedlichen Nachbarschaften. Diese erhalten klare Adressen und jeweils unterschiedliche Charak¬tere. Die einzelnen Nachbarschaften weisen eine jeweils eigene Mischung unterschiedlicher Wohngebäudetypologien auf, während die Mitte die Quartiersmitte durch vertikale Nutzungsmischung und öffentliche Erdgeschosszonen geprägt ist. Im Fokus stehen hier gemeinschaftliche und suffiziente Wohnformen.

    abgeschlossen
    2024