• Entwurf eines Landschaftsplanungsentwurfs für einen Verwaltungsbürobereich im städtischen Subzentrum von Peking
  • Beijing, China
  • Stadt Peking
  • 600 ha
  • Idee, 2017
  • 1702-RVP
  • wassersensitiver Städtebau
  • Tim Mohr, Felix Rebers
  • Wasser Hannover (itwh, ipp), Chinese Academy for Urban Planning and Design (CAUPD)

  • 1. Preis

Regierungsviertel Peking

Besseres Wasser - Bessere Stadt!

Gemeinsam mit Wasser Hannover und der Chinese Academy for Urban Planning and Design (CAUPD) haben wir einen von drei ersten Wettbewerbspreisen für den neuen Regierungssitz der chinesischen Hauptstadt Peking gewonnen. Im Rahmen der geplanten Stadtfusion Pekings mit den Städten Tianjin und Hebei wird das neue Regierungsviertel in Tongzhou entstehen. Der landschaftsplanerische Wettbewerbsbeitrag sieht die Integration eines ganzheitlichen Wasser- und Freiraumsystems vor und leitet aus den ökologisch-technischen Notwendigkeiten das gestalterische Alleinstellungsmerkmal und die besondere Identität des neuen Regierungsviertels ab.

Durch den Zusammenschluss Pekings mit den Städten Tianjin und Hebei entsteht in China die neue Megastadt Jing-Jin-Ji mit 130 Millionen Einwohnern. Zur Entlastung des Pekinger Stadtkerns wird in diesem Zusammenhang das Regierungsviertel vom historischen Stadtzentrum nach Tongzhou verlegt. Der Wettbewerbsbeitrag umfasste die freiräumliche Planung des 600 Hektar großen Areals als Ergänzung zum bestehenden städtebaulichen Masterplan. Die vielfältigen Freiräume werden für Sport, Kultur, Kommerz und Bildung genutzt, wobei die jeweiligen Identitäten wesentlich durch das vorgeschlagene Wasserkonzept geprägt werden. Der Vorschlag eines ganzheitlichen Wassersystems, fügt sich in den bestehenden städtebaulichen Masterplan ein, komplettiert ihn und prägt den Landschafts- und Stadtraum wesentlich mit.

Nach dem Motto „besseres Wasser - bessere Stadt" sind die spezifisch entwickelten Schwammstadtmaßnahmen vom Überflutungsschutz über Regenwassermanagement bis hin zu Blau-Grünen-Infrastrukturen in die Stadt integriert. Der ökologisch/technisch notwendige Regenwasserkanal ist beispielsweise nicht generell unterirdisch verlegt, sondern als besonderes Stadtlandschaftselement inszeniert und wird zum ökologisch wertvollen Identitätsmerkmal der Dienstleistungs-, Einzelhandels- und Wohnquartiere.

Auf diese Weise können unterschiedliche Teilräume herausgearbeitet und durch die Gewässergestaltung besondere Programme und Funktionen angeboten werden, die die Lebendigkeit und Atmosphäre im zukünftigen Regierungsviertel prägen. Kombiniert mit innovativen Techniken zur Wasserreinigung sowie einem ressourcensparenden Grau-wassernutzungskonzept entsteht ein überzeugender Gesamtentwurf. Oliver Seidel, Stadtplaner und Gründungspartner von Cityförster betont, dass „die enge Zusammenarbeit von Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Wasserexperten in einer integralen Planung, die Entwicklung eines zukunftsorientierten Stadtteils ermög-lichte. Unser Entwurf lässt zu, dass die technischen Notwendigkeiten der Wasserbehandlung zu einem attraktiven, charaktervollen Ort ausgestaltet und trotz großräumlicher Betrachtungsebene auf den menschlichen Maßstab bezogen werden können.

  • Entwurf eines Landschaftsplanungsentwurfs für einen Verwaltungsbürobereich im städtischen Subzentrum von Peking
  • Beijing, China
  • Stadt Peking
  • 600 ha
  • Idee, 2017
  • 1702-RVP
  • wassersensitiver Städtebau
  • Tim Mohr, Felix Rebers
  • Wasser Hannover (itwh, ipp), Chinese Academy for Urban Planning and Design (CAUPD)

  • 1. Preis