• Trnavské Mýto

    CITYFÖRSTER hat in Zusammenarbeit mit KCAP den Wettbewerb für den Entwurf eines neuen Kulturviertels für Bratislava gewonnen. Zu dem ehrgeizigen Projekt gehört ein hochmoderner Konzert- und Kongressort, der zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt wird. Der Standort befindet sich im Stadtteil Trnavské Mýto, einem wichtigen Unterzentrum im Nordosten von Bratislava, an einer Kreuzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, einem lebendigen Marktplatz und Wohngebiet.

    Es wird erwartet, dass sich der Standort in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird, aber seine ursprüngliche Funktion als Kultur- und Sozialzentrum wird im Mittelpunkt der neuen Entwicklung bleiben. Geplant ist ein neuer Intercity-Bahnhof, der die Erreichbarkeit des Standorts drastisch erhöhen wird und ihn zu einem strategischen Standort für eine transitorische Sanierung macht. Das ehemalige Kongresszentrum des Gewerkschaftshauses des kommunistischen Regimes, das sich derzeit auf dem Gelände befindet, ist verfallen und verfügt nicht über die Einrichtungen und Sicherheitsstandards, die ein moderner Veranstaltungsort erfordert. Eigentümer des Geländes ist der Immobilienentwickler Immocap, der den internationalen Architektenwettbewerb initiiert hat.

    "Wir haben das Projekt mit dem Ziel gestartet, ein modernes, multifunktionales Kultur- und Sozialzentrum mit einer Kapazität, die deutlich größer ist als die derzeitige, nach Bratislava zu bringen, und setzen mit dieser Absicht unsere Vorbereitungsarbeiten fort. In der neuen Istropolis werden verschiedene Multi-Genre-Veranstaltungen stattfinden, auch solche, die bisher noch nie in Bratislava stattgefunden haben, dank der flexiblen Gestaltung und der hochmodernen technischen und akustischen Ausstattung. Nach jahrelanger Abwesenheit erhalten die Menschen in Bratislava einen großartigen Kulturort, auf den sie stolz sein können", sagt Martin Šramko, CEO von Immocap.

    KCAP und CITYFÖRSTER waren eines von sieben internationalen Architekturteams, die eingeladen wurden, ihre Visionen zu teilen. Der Bauträger Immocap suchte insbesondere nach einer erfinderischen urbanen Lösung für die Wiederherstellung der kulturellen und sozialen Funktion und die Revitalisierung des öffentlichen Raums, dessen Potenzial derzeit vernachlässigt wird. Die Wettbewerbsjury wählte das Team KCAP zum Sieger. "KCAP ist einer der absoluten Vorreiter in Sachen Urbanismus und Architektur in Europa, aber für uns war ihre Denkweise über den urbanen Raum und die Herausforderungen dieses wichtigen Standortes in Trnavské Mýto besonders wichtig", fügte Martin Šramko hinzu.

    Gemeinsam mit KCAP entwickelte CITYFÖRSTER eine starke urbane Vision mit dem neuen multifunktionalen Veranstaltungsort für Konzerte und Konferenzen als Herzstück des Stadtteils. Der Vorschlag bietet wertvolle öffentliche Räume auf Stadt- und Quartiersniveau, die auch für Outdoor-Veranstaltungen programmiert werden können. Darüber hinaus schafft das Projekt neue Fußgängerverbindungen, um die fragmentierten umliegenden Stadtteile wieder zusammenzufügen. Der autofreie öffentliche Raum optimiert den Austausch zwischen Zug, Straßenbahn und Bus und fördert diese nachhaltigen Verkehrsmittel.

    "Der Wettbewerb war nicht nur wegen der Konkurrenz durch hochkompetente Studios eine Herausforderung, sondern auch wegen der Natur des Gebietes und der damit verbundenen vielen Einschränkungen. Unser Ziel bei allen unseren Projekten ist es, Städte zu besseren Lebensräumen zu machen. Für Bratislava und das Gebiet Trnavské Mýto bedeutet dies die Schaffung eines Stadtteils, der kulturelles und soziales Leben, hochwertige öffentliche Räume für Märkte und Cafés, eine angenehme Umgebung, die dem Stadtzentrum ein Stück Natur verleiht, und eine gute Anbindung an andere Teile Bratislavas. Alles in einer Balance, die ökologisch nachhaltig ist und einen gesunden Lebensstil fördert", erklärt Jeroen Dirckx, Partner bei KCAP.

    Als Gewinner des Wettbewerbs erhielten CITYFÖRSTER und KCAP einen Masterplanungs- und Architekturplanungsauftrag, um ihre Vision zu entwickeln. Für KCAP und CITYFÖRSTER ist dies das erste Projekt in der Slowakei. "Bratislava atmet mit Vitalität und Ehrgeiz, was für uns einen spannenden Arbeitsumfeld schafft. Es folgt der Tradition der experimentellen und visionären Architektur neben historischen Aspekten, was das Potenzial für einen interessanten Dialog eröffnet. Zusammen mit einem Kunden, der Ambitionen hat und bereit ist, gesellschaftliche Konventionen zu ändern, können wir Architektur und Urbanismus schaffen, die als Beispiel für die zukünftige Entwicklung der Stadt dienen und etwas wirklich Außergewöhnliches leisten können", sagt Martin Sobota, Partner bei CITYFÖRSTER.

    Das Projekt befindet sich derzeit in der zweiten Vorbereitungsphase, in der der Investor gemeinsam mit KCAP, CITYFÖRSTER und Experten aus den relevanten Bereichen an einer spezifischeren Form des Standortes arbeitet, basierend auf einer Reihe von detaillierten Analysen, Audits und Studien, die die kulturellen und sozialen Bedürfnisse von Bratislava untersuchten.

    in Bearbeitung
    2019
  • Quartierslandschaft Dietenbach

    Die neue „Quartierslandschaft Dietenbach" setzt einen hohen Anspruch an seine stadträumliche Vollständigkeit. Sie versteht sich nicht als bloße Siedlung am Stadtrand, sondern als Verdichtung vielfältiger stadträumlicher Elemente: Quartiere, Ring-Boulevard, Zentrum, Quartiersplätze, Knotenpunkt, Landschaftsraum sowie Bebauungsstrukturen und Programme - verdichtet und überlagert - fügen sie sich zu einem lebendigen Stadtteil, der in seiner Struktur eigenständig ist und sich gleichzeitig bewusst in den großräumlichen Stadt- und Landschaftsraum integriert. Vier individuelle Quartiere orientieren sich zu zwei großen Freiräumen, die die neue Quartierslandschaft durchfließen sowie zu der großen Landschaftsszenerie Freiburgs. Neben dem kleinteiligen Wegenetz verbindet der Ring-Boulevard die Quartiere. Hier befinden sich vielfältig nutzbare Quartiersplätze, die für urbane Aufgeschlossenheit stehen und Orientierung bieten. Eine Stadt-teilmitte dient als verklammerndes Versorgungszentrum und gemeinschaftlicher Bezugspunkt mit symbolischer Zentralität.

    in Bearbeitung
    2018
  • Embassy residences

    Die „Embassy residences" sollen hochwertige, familienfreundliche und energiesparende Wohneinheiten im Stadtzentrum von Tirana, einer der am schnellsten wachsenden Städte Europas, anbieten.
    Das Projekt folgt den Ambitionen des Bürgermeisters, das Wachstum der Stadt zu begrenzen und der Suburbanisierung mit einer breiten Palette von Wohnraumtypologien entgegenzuwirken. Über einem kommerziellen Sockel und zwei Parkebenen erhebt sich eine Reihe gestapelter Villen, die durch eine halböffentliche Treppe verbunden sind. Diese dient als alternative Erschließung und zusätzlicher, gemeinsam genutzter Außenraum der Wohnungen. Durch die Treppe entstehen Verknüpfungen zwischen den Apartments und ein sicherer Ort, an dem Kinder spielen und sich treffen können. Die Grundrisse schützen die Privatsphäre der Apartments. Gleichzeitig ermöglichen sie es den Bewohnern, auf ihrer Veranda zu sitzen oder über die Treppe andere Apartments zu erreichen, wenn sie Lust auf ein Gespräch oder einen Drink am Freitagnachmittag haben.
    Studien haben zu einem kompakten Aufbau von bewässerten Substratschichten geführt, die eine üppige Vegetation auf Treppen, Balkonen und Dachterrassen unterstützen erlauben. Die Fassade besteht aus zwei Schichten, die entsprechend der Sonneneinstrahlung angeordnet sind. Eine Basisglasschicht wird durch eine sekundäre Beschattungsschicht aus eloxiertem Aluminium geschützt, soweit sie nicht durch umgebende Gebäude oder auskragende Volumina geschützt ist.

    im Bau
    2018
  • Pelikan Mix⁴

    Das Projekt Pelikan Mix4 bietet ein vielfältiges Angebot an Wohnformen als Antwort auf verschiedene urbane Lebensstile. Die vorgegebene städtebauliche Struktur sieht einen zentralen Hof vor, der von zwei Wohnriegeln und sechs Punkthäusern gerahmt wird. Ein Landschaftstableau dient als verbindendes Element, als Entree zu den Wohngebäuden und als privat und halböffentlich genutzter Freiraum. Die Gebäude erhalten eine großzügige, individuell gestaltete Lobby, die als Adresse und Treffpunkte dient. Die große Flexibilität der Grundrisse ermöglicht einen vielfältigen Wohnungsmix. Das betrifft die Wohnungsgrößen ebenso wie die Wohnungstypen: Entsprechend gesellschaftlicher Ansprüche wurden die Typen „Wellness", „Nachhaltig", „Extravagant" und „Komfortabel" entwickelt, die sich hinsichtlich der Raumkonstellation, Materialien, dem Freiraumangebot und der Ausstattung unterscheiden. Die Gebäude werden durch gezielt platzierte Hochpunkte - sogenannte „Glorietten" – gekrönt, die räumliche Besonderheiten ermöglichen, die Belichtung optimieren und Blickbeziehungen herstellen.

    abgeschlossen
    2016
    Günther-Wagner-Allee
    30177 Hannover
    Deutschland
  • Wohnkrone Parkhaus Windmühlenstraße

    Die Wohnkrone ist ein Prototyp der Siedlungsebene 2.0. Dachflächen von Einzelhandels-, Büro-, und Parkgebäuden werden belebt, attraktive Toplagen erschlossen, vorhandene Infrastrukturen besser ausgelastet und die Nutzungsmischung in der Innenstadt verbessert. Das vorhandene Parkhaus wird im Zuge der Sanierung von Fassade und Eingangsbereich mit Penthäusern aufgestockt. Diese setzen sich formal selbstbewusst - gleich einer „Krone" - von der vorhandenen Gebäudestruktur ab und geben dem Bestand zugleich einen harmonischen Abschluss. Eingänge und Erschließung des Gebäudes wurden neu organisiert, sodass eigenständige Adressen für das Parkhaus und die Wohnbebauung klar erkennbar sind. Barrierefrei erschlossen wird die Wohnbebauung über eine repräsentative Lobby im EG mit einem exklusiven Aufzug, der direkt zum zentralen, landschaftlich gestalteten Wohnhof führt. Von diesem gemeinschaftlich genutzten Aufenthaltsbereich sind die Wohneinheiten erreichbar. Jede Wohnung (50 bis 120m²) verfügt über eine großzügige, private Terrasse mit Blick über die Dächer der Stadt.

    abgeschlossen
    2016
    Windmühlenstraße 3
    30159 Hannover
    Deutschland
  • Neue Schule Wolfsburg

    Die Bestandsbauten der ehemaligen Hermann-Löns-Schule Wolfsburg sollen um einen Neubau für die Sekundarstufe I erweitert werden. Der Neubau soll über den heute schon bestehenden Verbindungsgang angeschlossen werden. Kern des Konzeptes ist nicht nur der respektvolle Umgang mit dem Bestand, sondern auch die logische und konsequente Weiterführung. Die kammartige Struktur der ehemaligen Hermann-Löns-Schule setzt sich im Erdgeschoss des Neubaus nach Norden fort. In dem sich dazwischen aufspannenden großzügigen Raum befindet sich die „gemeinsame Mitte" oder das „Herz" der Schule: ein dreigeschossiger offener Raum. Dieser Hauptversammlungsort verbindet alle  Geschosse vertikal miteinander und setzt sie räumlich zueinander in Beziehung. Gleichzeitig öffnet sich hier das Gebäude in horizontaler Richtung: Großzügige Glasflächen mit Ein- bzw. Ausgängen öffnen das Erdgeschoss sowohl im Norden zur Stadt als auch im Süden zum Schulhof bzw. der Parklandschaft des Klieversbergs. So werden fließende Übergänge zwischen Innen und Außen geschaffen.

    abgeschlossen
    2016
    Heinrich-Heine-Straße 36
    38440 Wolfsburg
    Deutschland
  • Buchholzer Grün

    Mit der Entwicklung des Buchholzer Grüns entsteht ein Wohngebiet in attraktiver Lage. Dabei formulieren ein fünf- und ein viergeschossiger Geschosswohnungsbau im Zusammenspiel mit zehn dreigeschossigen Reihenhäusern den nördlichen Auftakt des neuen Quatiers. Die drei Baukörper entwickeln eine kraftvolle eigene Identität, die den urbanen Bezug zu den umliegenden Stadtquartieren und der angrenzenden Podbielskistraße aufnimmt. Die Rhythmisierung in der Höhenentwicklung als auch die Vertikalität durch die übereinander liegenden Fenster und Balkone in den Klinkerfassaden sind zentrale Entwurfsprinzipien. Der Materialwechsel machet den Eingangsbereich deutlich erkennbar und fügen sich gleichzeitig in die Gesamtstruktur der Fassaden ein. Es entsteht eine robuste, unprätentiöse und solide Gestalt. Die Geschosswohnungsbauten bestechen durch einen spannenden Wohnungsmix aus Miet- und Eigentumswohnungen in unterschiedlichen Größen während die Reihenhäuser einen kleinen Gebäudetypus als auch einen großen anbieten und das Parken im Haus ermöglichen.

    im Bau
    2019
  • Dürres Beach Hotel

    Beim Entwurf für das Durres Beach Hotel in Golem, Albanien, stand CITYFÖRSTER vor der Herausforderung, Qualität in einem wenig vielversprechend erscheinenden Kontext zu schaffen. Das Dorf Golem, ein beliebter Badeort, genießt zwar eine erstklassige Lage am Meer und liegt in einer bergigen Landschaft, litt jedoch unter unkontrollierter Stadtentwicklung, die zu einer zersiedelten urbanen Struktur führte. Der Standort für das neue Hotel befindet sich in der dritten Reihe hinter der Strandpromenade und liegt gegenüber einer Autobahn.
    Auf der anderen Seite grenzt der Standort an einen wunderschönen Wald aus alten mediterranen Kiefern und bildet einen Ansatzpunkt für einen potenziellen städtischen Platz im Süden. Um diesen Herausforderungen und Chancen zu begegnen, haben wir ein Gebäude entworfen, das in der Tradition der Moderne verwurzelt ist. Ein kompakter Baustein, der von viel Grün umgeben ist. Diese Anordnung versorgt das gesamte Gebäude mit Licht, Luft und Freiraum und separiert gleichzeitig die Räume in den unteren Etagen von ihrer direkten Umgebung. Ein Dachgarten gleicht den Fußabdruck des Gebäudes aus und trägt zur Gesamtqualität des neuen Hotels bei.
    Alle Zimmer verfügen über ein hochwertiges Interieur sowie Balkone mit unterschiedlichen Ausblicken - entweder auf das Meer, die Berge oder die Bäume. Jeder Balkon ist mit Naturstein aus verschiedenen Regionen Albaniens verkleidet, was einen bestimmten Rhythmus in der Fassade erzeugt. Die Westfassade entspricht den angrenzenden Gebäuden, während die Ostfassade den Baummustern folgt. Das Endergebnis ist ein positiver Blickfang, der von der Autobahn und vom Meer aus gut sichtbar ist.

     

    im Bau
    2017
  • Kurt-Schumacher-Quartier "Open Wild Tegel"

    Die beeindruckende Offenlandschaft der Tegeler Heide bildet das Identität stiftende Herzstück des neuen Quartiers. Hier ist es „weit, offen, wild und frei". Geformt wird diese Heidelandschaft von einem lebendigen Saum, der die Kontaktfläche zur Landschaft maximiert. Schulen, Kitas, Plätze etc. aktivieren diesen Raum. Hier wird gespielt, gelernt, geruht, Freizeit verbracht und Gemeinschaft genossen. Bautypologische Vielfalt prägt das Quartier und bietet den diversen Nutzungsformen Platz. Wohnen nimmt zum Saum hin zu, wohingegen Arbeiten und Einzelhandel eher an den gut erschlossenen Rändern verortet sind. Es gibt große und kleinere Gebäude mit Weitblick oder Gartenbezug, Intimität oder Offenheit.

    Idee
    2016
    Kurt-Schumacher-Damm 38
    13405 Berlin
    Deutschland
  • The Rubber House

    Der Entwurf für das Rubberhouse wurde 2006 in dem Wettbewerb „Simplicity" prämiert und als eines von 12 Wohnhäusern für die experimentelle Wohnsiedlung „De Eeenvoud" (die Einfachheit) in Almere ausgewählt. In seiner Kubatur lehnt sich das Rubberhouse an die archetypischen, einfachen Gebäude niederländischer Scheunenarchitektur an: Ein zweigeschossiger Gebäudeteil mit asymmetrischem Satteldach verbindet sich mit einem eingeschossigen Gebäudeteil mit Pultdach. Die Konstruktion ist als ressourcenschonende Massivholzbauweise ausgeführt. Fassade und Dach sind mit Ausnahme der terrassenzugewandten Fassaden vollständig mit schwarzem EPDM bekleidet. Die innere Erscheinung wird gegensätzlich hierzu durch die warmen Sichtoberflächen des Massivholzes bestimmt. Das Nutzungskonzept sieht kleine Privaträume zugunsten eines großzügigen, offenen Wohnbereiches vor. Klare Sichtachsen durch das gesamte Gebäude unterstützen die robuste, offene Raumabfolge und ermöglichen Blickbeziehungen in den angrenzenden Wald. Der Wohnraum kann über die großen Glasschiebetüren bis auf die Terrasse erweitert werden. Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglichte eine Bauzeit von nur drei Monaten.

    abgeschlossen
    2011
    De Eenvoud 15
    1319 Almere
    Niederlande