• Park'n'Ride. Neugestaltung einer Unterführung

    Hannover wird unter großräumlicher Betrachtung durch vielfältige Grünräume und eine ausgeprägte Infrastruktur
    charakterisiert. Das Projekt Park'n'Ride befasst sich mit diesen beiden charakteristischen Raumtypen und bearbeitet die Schnittstellen zwischen städtischer Landschaft und Infrastruktur. Viele Unterführungen, Tunnel oder Brücken sind von Monotonie geprägte Unorte mitten in der Stadt. Park'n'Ride ist als Interventionsserie an diesen Orten vorstellbar.
    Die Neugestaltung der Unterführung an der Dornröschenbrücke in Hannover Linden arbeitet mit schwarzer Farbe und weißer, reflektierender Markierungsfarbe aus dem Straßenbau. Als Motiv dient das Unterholz der Umgebung. Eine neue Beleuchtung sorgt für mehr Sicherheit in dem stark frequentierten Tunnel. Ziel der Farb- und Lichtinstallation Park'n'Ride ist es nicht nur, den Ort funktional angemessen zu gestalten, sondern darüberhinaus seine Funktion wahrnehmbar und seine Bedeutung erfahrbar zu machen, ohne dabei den Kontext zu negieren.

    abgeschlossen
    2009
    Am Moritzwinkel
    30167 Hannover
    Deutschland
  • Wohnquartier Hilligenwöhren

    Das neue Wohnquartier Hilligenwöhren entsteht an der Schwelle von städtischer zu landschaftlicher Prägung in Bothfeld. Eine Komposition aus sechs drei- und viergeschossigen Baukörpern bildet zwei Höfe mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten aus. Der nördliche grüne Hof ist die intime Mitte der neuen Nachbarschaft, wohingegen sich der südlich gelegene Hof zur Straße und somit dem Quartier öffnet. Eine die Gebäude verbindende Laubengangerschließung aktiviert die Höfe und bietet die Grundlage für eine lebendige Gemeinschaft. Der zentrale Gemeinschaftraum für alle BewohnerInnen verbindet diese zwei grünen Mittelpunkte im Erdgeschoss. Er ist das Wohnzimmer der Nachbarschaft. Durch Öffnung und Aufweitung der Räume werden informelle Treffpunkte und soziale Kontaktflächen angeboten. Die Struktur des Hauses ermöglicht eine flexible Verteilung verschiedener Wohnungstypen und somit eine gesunde soziale Durchmischung.

    abgeschlossen
    2016
    30657 Hannover
    Deutschland
  • Langfristige Siedlungsentwicklung München

    Die Aufgabe des Gutachtens Stadtrand | Landschaft ist es, die Möglichkeiten von Siedlungsentwicklungen am Stadtrand aufzuzeigen und konkret für den Münchner Nordosten eine Entwicklungsstrategie zu erarbeiten. Diese wird anhand von Entwürfen für ein Vertiefungsgebiet veranschaulicht, differenziert und getestet. Aus dieser Reflexion wird eine Strategie für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf andere Stadtrandgebiete entwickelt und Handlungsempfehlungen für Quantität und Qualitäten zukünftiger Wohnraumentwicklung im Münchner Nordosten abgeleitet. Das Vorgehen gliedert sich in folgende Bearbeitungsschritte: Die Besonderheiten des Gebiets werden in Potentialkarten aufgezeigt und in einer Synthesekarte für die Entwurfsarbeit aufbereitet (A). Übergeordnete Strategien formulieren Regeln für die Siedlungsentwicklung am Stadtrand (B). Das Raumstrukturbild zeigt einen Rahmen für die räumliche Entwicklung von Siedlungsbereichen und Freiräumen auf und definiert unterschiedliche Stadtrandtypen. Diese Stadtrandtypen verfügen über unterschiedliche Qualitäten und werden in Entwicklungsstrategien, Stories und Referenzprojekten (D) sowie beispielhaft an einem Testgebiet differenziert (E).

    abgeschlossen
    2011
    Marienplatz 8
    80331 München
    Deutschland
  • Perspektiven Gütersloh

    In den vergangenen zehn Jahren sind in der Innenstadt von Gütersloh viele Lücken geschlossen und Bereiche städtebaulich aufgewertet oder durch Umstrukturierungen neu ausgerichtet worden. Mit dem Integrierten   Handlungskonzept soll nicht nur die städtebauliche Figur der Stadt weiter geschärft werden. Unter Beteiligung vielfältiger Akteure werden neue Perspektiven für eine langfristige Entwicklung der Innenstadt aufgezeigt und strategische Weichenstellungen vorbereitet, um die Innenstadt fit für sich wandelnde räumliche Anforderungen zu machen. Das integrierte Handlungskonzept definiert Leitziele für die Entwicklung und gibt konkrete konzeptionelle und gestalterische Vorgaben zu u.a. Nutzungsmischungen sowie freiraumplanerischen, verkehrlichen Aspekten. Diese Handlungsempfehlungen werden in einem strategischen Masterplan räumlich umgesetzt und verortet. Auf dieser Basis können in Zukunft Entwicklungen und Projektvorschläge geprüft und beurteilt sowie Einzelmaßnahmen abgeleitet werden.

    abgeschlossen
    2013
    Berliner Straße 70
    33330 Gütersloh
    Deutschland
  • Quartier unter den Linden

    Der städtebauliche Entwurf generiert ein attraktives Wohnumfeld für junge Familien und Paare und setzt damit neue Impulse in einer 60er Jahre Siedlung. Hierzu wird die bestehende offene Blockstruktur aufgegriffen und mit vielfältigen  Wohntypologien, beispielsweise grundgebundenen Typologien oder freien Grundrissen in Punkthäusern, angereichert. Im Inneren der Blöcke befinden sich erhöhte Innenhöfe, die trotz ihrer Offenheit nach Außen eine deutliche visuelle und funktionale Abgrenzung zwischen öffentlichem und privatem Raum schaffen. Gleichzeitig entstehen hier sichere Begegnungsräume für junge Familien. Zwischen den Blöcken befindet sich eine Abfolge von Plätzen. Diese Ergänzung des vorhandenen Stadtraums, sowie der weitestgehende Verzicht auf Autos im Gebiet, tragen zu einer Belebung des öffentlichen
    Raumes bei. Das Parken der Bewohner ist hauptsächlich in Tiefgaragen organisiert, welche vom Rande des Gebiets
    erreichbar sind. Die Weiterentwicklung der vorhandenen Bebauungsstruktur, sowie der Weiterführung des Nord-Süd
    Grünzugs und der vorhandenen Baumreihen tragen zu einer starken Verzahnung mit der Umgebung bei.

    abgeschlossen
    2016
    Erich-Klausener-Straße 1
    40789 Monheim am Rhein
    Deutschland
  • Beteiligungsprozess Quartier Scheelen- + Osterstraße

    Unter Beteiligung von Anwohnern, Eigentümern und Geschäftsleuten sollte das innerstädtische Quartier ‚Scheelen- und Osterstraße' in Hildesheim an Profil gewinnen. In einem partizipativen Prozess hat CITYFÖRSTER ein Entwicklungsleitbild erstellt und ein Gestaltungskonzept für den öffentlichen Raum entwickelt, das phasenweise umsetzbar ist. Das Projekt beruht maßgeblich auf der effektiven Zusammenarbeit der Stadt Hildesheim, der Marketinggesellschaft, dem Verein HBA sowie der Quartierinitiative: In regelmäßigen Lenkungsgruppentreffen wurden Planungsstände vorgestellt, diskutiert und Realisierungsmaßnahmen bestimmt. Essentiell für den langfristigen Erfolg des Projektes ist die Akzeptanz und finanzielle Unterstützung der Maßnahmen durch die Anlieger. Durch Beteiligungsveranstaltungen wurden Anliegerwünsche gezielt in die Planungen integriert. Darüber hinaus konnten über öffentlichkeitswirksame Aktionen und Pressearbeit eine hohe Akzeptanz ebenso wie ein finanzielles Engagement der Anlieger erreicht werden.

    abgeschlossen
    2011
    Osterstraße 40
    31134 Hildesheim
    Deutschland
  • Recyclinghaus

    Das Recyclinghaus ist ein experimentelles Wohnhaus im hannoverschen Stadtteil Kronsberg. Es handelt sich um einen Prototyp, der die Möglichkeiten und Potenziale verschiedenster Arten von Recycling im Reallabor austestet und einen kreislauforientierten und ressourcenschonenden Planungsansatz aufzeigt.
    Das Recyclinghaus setzt einerseits auf recyclingfähige Bauprodukte wie beispielsweise dem Rohbau aus leimfrei zusammengesetzten Massivholzelementen. Andererseits werden recycelte Materialien wie die Gründung aus Recyclingbeton oder einer Fassadendämmung aus recycelten Jutesäcken eingesetzt. Es kommen aber auch in großem Umfang gebrauchte Bauteile im Ganzen zum Einsatz, die nach Möglichkeit aus eigenen Gebäudebeständen der Bauherrin GUNDLACH stammen, beziehungsweise lokal gewonnen wurden. Besonders entscheidend ist dabei eine recyclinggerechte Bauweise, die eine Nutzung und Demontierbarkeit der Bauteile ohne Qualitätsverlust beziehungsweise ein sortenreines Trennen der Baustoffe nach dem Ende der Lebensdauer ermöglicht.

    Die Bauindustrie ist einer der größten Abfallproduzenten und Verbraucher von Ressourcen und in erheblichem Umfang für die weltweiten CO2 Emmissionen verantwortlich. Bei der Planung von Gebäuden wird heute hauptsächlich der Energieverbrauch im Betrieb eines Gebäudes betrachtet. Die erheblichen Mengen an „grauer Energie", die in der Herstellung von Gebäuden steckt bleibt weitgehend unberücksichtigt. Dabei kann der vorhandene Gebäudebestand auch als riesiges Rohstofflager begriffen werden. Dem Recycling von Baustoffen und Materialien sowie recyclinggerechten Bauweisen wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle zukommen.

    abgeschlossen
    2019
    30539 Hannover
    Deutschland
  • Wohnbebauung Pyrmonter Straße

    Die Umgebung des Baugrundstücks ist geprägt durch strenge Zeilenbebauungen der 1950er bis 1970er Jahre. Aufgrund des B-Planes galt die Vorgabe einer Straßen-begleitenden Bebauung. Da sich auf dem Grundstück eine große, ortsbildprägende Rotbuche befand, konnte zugunsten des Erhalts des Baumes von den Vorgaben des B-Planes abgewichen werden und einer Überschreitung der Bebauungsgrenze wurde zugestimmt. Hierdurch ergaben sich Chancen für einen aufgelockerten, differenzierten Städtebau innerhalb der rigiden Bestandsstrukturen bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Ausnutzung des Grundstücks.Die Wohnungen des Geschosswohnungsbaus verfügen über Wohnflächen zwischen 64m² und 128m². In Kombination mit den Reihenhäusern entsteht so ein vielfältiges Angebot an Wohntypen. Die Reihenhäuser verfügen über private Terrassen, die Wohnungen des Geschossbaus über Balkone zum Garten. Im Zentrum des Ensembles steht die Rotbuche, in deren Umfeld der Gartenbereich gemeinschaftlich genutzt wird.

    abgeschlossen
    2011
    Pyrmonter Straße 11
    30459 Hannover
    Deutschland
  • Cross-over

    Zwischen Medienhafen und Wirtschaftshafen entsteht ein Quartier, das die Verschränkung von Raum, Atmosphären und Programm zum Prinzip erklärt. Ein Ort zum Arbeiten, Forschen, Erfinden und Erholen mit starkem Bezug zum Wasser entsteht. 2 differenzierte Loops bilden das freiräumliche Grundgerüst. Zentral ist der Loop des Freizeithafens mit Stadtstrand, grünen Terrassen, Ruderclub, Yachthafen und dem Kesselplatz an der Spitze der Halbinsel. Zukunftsfähig ist auch der Industriehafen, welcher sich als zweiter Kreislauf in das System einfügt. Beide „Häfen" erhalten ihren neuen Kopf durch den Pier-One, der sie miteinander und mit der Umgebung verzahnt. Verbunden werden die Loops über 6 öffentliche Räume, sogenannte Klammern, die an städtebaulichen Schlüsselpositionen die 3 Plätze - Kesselplatz, Hafenplatz und Stadtstrand schaffen - Orte für Besucher und Anrainer gleichermaßen. Auch der Städtebau ist geprägt vom Ineinandergreifen der Typologien und befördert so Innovationen, kreatives Arbeiten und Lebendigkeit. Dieser „markante Hafenmix" mit Türmen, Hallen und Riegeln bildet die Identität stiftende und hoch flexible Struktur für ein lebendiges Quartier mit Ausstrahlungscharakter.

    abgeschlossen
    2019
    40221 Düsseldorf
    Deutschland
  • Revitalisierung Guitanghe

    Der Fluss Guitanghe birgt in seinem Ist-Zustand komplexe Problematiken für die städtebauliche Entwicklung Changshas. Zukünftig soll er als zentrale und lebendige Lebensader in der Stadt herausgearbeitet werden und in seiner ökologischen, stadträumlichen sowie sozialen und kulturellen Bedeutung erheblich gesteigert werden.
    Ausgehend von der Hochwasserproblematik und unterschiedlichen Pegelständen des Guitanghe ergibt sich ein darauf dynamisch reagierender Städtebau, der das Wasser als Variable in der Dimensionierung und Programmierung von Räumen mitdenkt. Ein städtebauliches Experimentierfeld entsteht, wo innovative was-serwirtschaftliche und städtebauliche Konzepte ineinandergreifen und der wachsenden Stadt eine ambitionierte, positive und zukunftsgerichtete Perspektive geben.
    Dem Fluss soll somit als zentrales und lineares Zentrum der Stadt eine große Bedeutung zukommen und bietet die Chance, neben wasserwirtschaftlichen Maßnahmen gleichzeitig städtebauliche Verbesserungen vorzunehmen und Changsha über vom Fluss ausgehende grüne und blaue Adern sowohl innerstädtisch als auch in die Außenbereiche zu vernetzen. Somit wird gesichert, dass der Guitanghe als grüne Lunge das städtische Ökosystem stärkt und der Stadt Changsha durch Naherholungsorte sowie die soziale und kulturelle Infrastruktur eine neue Identität verschafft.

    abgeschlossen
    2019
    Changsha
    China