• Rahmenplan Hafenband+

    maritim. grün. gemeinschaftlich.

    Der Rahmenplan für das Quartier Hafen-Ost in Flensburg bildet die Grundlage für die Entwicklung und Transformation des Hafen-Ost in ein klimagerechtes und Suffizienz orientiertes Stadtquartier mit gemischten Nutzungen und vielfältigen Freiräumen.

    Ausgehend von drei möglichen Entwicklungsszenarien wurde ein kooperativer Entwicklungsprozess zur Erstellung des Rahmenplans unter Einbindung der Stadt, Politik, Stakeholdern und der Bevölkerung durchgeführt. Ergebnis ist das Synthese-Szenario „Hafenband + maritim, grün, gemeinschaftlich", welches die Grundlage für die Rahmenplanung schafft.

    Neben dem Rahmenplan mit städtebaulich-landschaftsplanerischen Konzept, einem Entwicklungs- und Nutzungskonzept sowie einem integrierten Mobilitätskonzept, liegt der Fokus unter dem Thema „Wie wird weniger genug?" auf der Entwicklung eines Suffizienz-Quartiers für ca. 1000 WE und bis zu 2.000 AP in innerstädtischer Lage.

    in Bearbeitung
    2021
    Flensburg
    Deutschland
  • Schamotte-Quartier

    Vom Fabrikstandort zum grünen Lebensquartier!

    Die Konzeption für das Areal der ehemaligen Schamotten-Fabrik in Bonn Duisdorf sieht die Transformation des Industriestandorts zu einer grünen Nachbarschaft mit hoher Wohnqualität vor. Die städtebauliche Anordnung der Gebäude leitet sich aus der Lärmeinwirkung aus Norden sowie der Lage im Inneren eines größeren Stadtblocks ab. Eine viergeschossige Riegelbebauung mit Staffel entlang der Bahntrasse schirmt das Quartier vom Lärm ab. Zwei polygonale viergeschossige Solitärgebäude im Süden bilden den Übergang zur aufgelockerten Bebauung der Umgebung. Die baugleichen Gebäude fügen sich in ihre Umgebung ein, indem sie gegeneinander verdreht sind und durch Rücksprünge und Abknickungen vielfältige und spannende Räume ausbilden.

    In Verlängerung der Zufahrt im Westen des Gebiets entsteht ein Quartiersplatz, der als identitätsstiftende Adresse und Treffpunkt fungiert. In Richtung Osten erstreckt sich ein grüner Freiraum, an welchem sich die gegenüberliegenden Eingänge der Gebäude befinden.

    Die angrenzenden städtischen und privaten Grundstücke im Osten und Westen können in das städtebauliche Bild integriert werden. Das Bestandsgebäude, eine Obdachlosenunterkunft, kann erhalten bleiben und durch eine Aufstockung und die Ergänzung von Balkonen weiterentwickelt werden. Südlich davon befindet sich ein weiterer viergeschossiger baugleicher Solitärbaukörper. Die grüne Verbindung in der Quartiersmitte kann verlängert werden und endet im Osten an einer Grünfläche mit Spielplatz. Im Westen kann nach dem Rückbau der Bestandsvilla ein Solitärbaukörper dem Quartiersplatz eine klare Kante gegenüberstellen und die Lärmeinwirkung ins Quartiersinnere minimieren.

    Alle Neubauten sind als Holz-Hybridbauten geplant und können durch die größtenteils rückbaubare Konstruktion recycelt und später in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Lärmschutz sowie Raumbildung und Sicherstellung der Wohnqualität sind nicht von der Entwicklung der Nachbargrundstücke abhängig. So entsteht also auch ohne diese ein in sich funktionierendes und grünes Wohnquartier.

    abgeschlossen
    2022
    Bonn Duisdorf
    Deutschland
  • Rahmenplan Bundesviertel Bonn

    Das Bundesviertel in Bonn hat sich in den letzten Jahren zu einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort und Sitz der Vereinten Nationen gewandelt. Heute steht das Viertel in der ehemaligen Bundeshauptstadt vor neuen Herausforderungen, um als Standort für Unternehmen, Politik, internationale Institutionen und Kongresse und gleichzeitig als ein „Stück Stadt" attraktiv zu bleiben und zu werden. Ziel der Rahmenplanung ist es daher, einen integrierten Ansatz zur zukünftigen Entwicklung aufzuzeigen.

    Zu den grundlegenden Zielen des Strukturkonzeptes gehört es, die Identität stiftenden Bereiche zu bewahren bzw. zu stärken sowie die inneren Potentialflächen baulich und freiräumlich auf nachhaltige Weise zu entwickeln. Mit der Erhöhung des Wohnanteils von derzeit ca. 4.000 auf ca. 15.957 Einwohner*innen ergeben sich neue Bedarfe hinsichtlich Versorgung und sozio-kultureller Infrastruktur.

    Das Bundesviertel der Zukunft ist urban gemischt, bietet bezahlbaren und attraktiven Wohn- und Arbeitsraum, zeichnet sich durch soziale und kulturelle, Sport-, Freizeit- und Versorgungsangebote sowie hochwertige Freiräume aus. Durch ein Mehr und eine Vielfalt an Wohnraum werden Einpendler*innen zu Einwohner*innen. Als zukunftsfähiger Standort wandelt sich das Bundesviertel vom schlichten Bürostandort zur Arbeitslandschaft („Work-Life-Blending"). Ein krisensicherer und innovationsförderlicher Branchenmix bietet den Beschäftigten ein attraktives Arbeitsumfeld.

    Abgerundet wird das Konzept durch eine leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur, die eine schnelle Erreichbarkeit und eine gute interne Vernetzung garantiert. Das neue Bundesviertel ist wichtiges Vorbild für die Verkehrswende: Rad- und Fußwege werden stark ausgebaut und der ÖPNV massiv gestärkt.

    abgeschlossen
    2022
    53113 Bonn
    Deutschland
  • Zeit für die Lausitz

    1 Raum | 2 Motoren | 3 Felder

    Durch den Wegfall der Kohleförderung und -verstromung wird der Lausitz eine ihrer zentralen ökonomischen Grundlagen entzogen. Viele Beschäftigte verlieren durch die notwendige klima- und strukturpolitische Entscheidung ihren Arbeitsplatz. Zugleich ist die Region mit den ökologischen Folgeschäden der jahrelangen Ausschöpfung der Ressourcen konfrontiert.

    Die krisenhafte Entwicklung zeigt, dass für eine nachhaltige wirtschaftlich, soziale und ökologische Entwicklung der Lausitz nicht mehr auf lineare Systeme gesetzt werden kann, sondern mehr und mehr und auf diversen Ebenen bzw. Maßstäben eine Kreislaufwirtschaft aufgebaut werden muss. Es ist Zeit, Stoffkreisläufe, energetische Kreisläufe, die Hybridisierung von Infrastruktur, die Vernetzung von Sektoren und Wertschöpfungsketten voranzutreiben, Synergien zu etablieren und Sinnstiftung zu generieren.

    Der Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung der Lausitz ist ein zeitlich und räumlich differenziertes, behutsames Vorgehen. Es gibt eine Handvoll klar zu verortende Entwicklungstreiber, an denen sich kurz- und mittelfristig zusätzliche Wertschöpfung in der Region anlagern kann. Sie bilden gleichsam die Treiber der regionalen Entwicklung und vernetzen die Lausitz auch überregional. Sie gezielt zu fördern, sollte der erste Investitionsschwerpunkt sein.

    Mit einem Umbau der Lausitz zu einer Modellregion des Biolandbaus, eines nachhaltigen Waldbaus und einer ressourcenschonenden Holzwirtschaft vermag die Lausitz nicht nur dem primären Sektor neue Einnahmequellen erschließen, sondern auch die Attraktivität der Region als Wohnort, als Standort und als Ferienort/ziel deutlich steigern. Die für den Kohleausstieg zugesagten Strukturfördermittel sollten daher auch dem primären Sektor zugute kommen und so nachhaltige Wertschöpfungsketten stärken.

    abgeschlossen
    2021
    Territorium der Lausitz, Südbrandenburg und Ostsachsen
    Deutschland
  • Holtenau-Ost

    Neue urbane Küstenlandschaften

    Mit dem Stadtteil Holtenau-Ost entsteht auf einem ehemaligen Militärareal am Ufer der Kieler Förde eine neue urbane Küstenlandschaft, die bisher voneinander getrennte Siedlungsstrukturen und Naturhabitate miteinander verwebt. Holtenau Ost wird von zwei eindrucksvollen ortsprägenden Szenerien bestimmt. Zum einen die Kieler Förde mit ihrer maritim geprägten Wasserkante, zum anderen der Endmoränenwald mit seiner charakterstarken Topografie. Sie schaffen nicht nur die Bühne für die neue Entwicklung, sondern sind selbst Protagonisten, indem sie den klimatischen, ökologischen und kulturellen Kontext darstellen. Der Entwurf entwickelt diese beiden Elemente landschaftlich und städtebaulich weiter und verbindet ihre räumlichen und atmosphärischen Qualitäten zu einer neuen urbanen Küstenlandschaft. So entstehen 3 charakterstarke StadtLandschaften.

    Gemeinsam schaffen sie eine aus dem Ort entwickelte, eng vernetzte und zirkulär gedachte Quartierslandschaft und geben starke, ortspezifische Antworten auf die zukünftigen Wohn-, Arbeits- und Freizeitbedarfe. Sie unterscheiden sich im Umgang mit dem Wasser durch jeweils angepasste und integrierte Hochwasser- und Schwammstadtkonzepte, die die lokalen Ökosysteme stärken. Vielfältige bauliche und freiräumliche Nutzungen dicht am Wasser sorgen für eine hohe Wohn- und Lebensqualität und verbessern zugleich die Freiraumversorgung sowie das Angebot an Arbeitsplätzen, Versorgungs-, Kultur- und Freizeitangebote für Holtenau und die umliegenden Gemeinden.

    Das Regenwasser wird dezentral auf Gründächern und Retentionsflächen gesammelt und speist ein zentrales Feuchtgebiet, wodurch die Regenwasserbelastung auf das Entwässerungssystems bei Niederschlagsspitzen verringert wird. Das Feuchtgebiet spart Versorgungskosten ein und ergänzt den öffentlichen Raum durch atmosphärische Elemente. Es bietet außerdem ein Habitat für Vögel und Schmetterlinge, bietet Potenziale für naturpädagogische Angebote und schützt das Quartier vor Überschwemmungen.

    Idee
    2021
    Kiel-Holtenau
  • Marconiplein

    Nexus, aus dem Lateinischen „nectere", bedeutet eine „Verbindung oder eine Reihe von Verbindungen, die zwei oder mehr Dinge zusammenführen". Marconiplein befindet sich in der Tat am Schnittpunkt verschiedener Ströme: nicht nur Mobilität, sondern auch Ökologie, Gewässerschutz und Entwicklung.

    Unsere Vision wurzelt im Verständnis dieses Raums als komplexen Knotenpunkt, an dem traditionell dem Verkehr absolute Priorität eingeräumt wurde. Unser Vorschlag zielt darauf ab, das Paradigma von Marconiplein in einen hochwertigen öffentlichen Raum umzukehren, dem die Infrastrukturstrategie folgt. Die Gestaltung des neuen Ortes wird vom Prinzip der Enthüllung geleitet. Infrastrukturen werden folglich weder begraben, versteckt oder erhöht, sondern durch technologischen Fortschritt und akkurate städtische Lösungen intelligent in das neue Design integriert.

    Konkrete Lösungen reichen von angeschrägten Plätzen, neuen vertikalen Querschnitten und mehr Eingängen bis zur Förderung des Platzes als nahtlosen öffentlichen Raum, in dem die Infrastruktur nicht mehr als von der Stadt getrennt wahrgenommen wird.

    abgeschlossen
    2021
    Rotterdam
    Niederlande
  • Quartier am Propsthof

    gemischt, vernetzt, grün

    Das Quartier am Propsthof bildet einen wichtigen Baustein des Entwicklungsareals „west.side" im Bonner Westen. Das heute durch Parkplätze und niedrige Bebauung mindergenutzte Grundstück soll dabei in Zukunft zu einem attraktiven und gemischten Quartier mit Wohn- und Büronutzungen entwickelt werden. Die vorgeschlagene städtebauliche Konfiguration fügt sich in seine Umgebung ein und schafft als Entree neue Verbindungen in die umliegenden Quartiere, vor Allem für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen.

    Der Quartierseingang am Propsthof wird durch das Ausbilden einer Torsituationen inszeniert. Zwei sieben-geschossige Baukörper mit gewerblicher Nutzung und aktiven Erdgeschosszonen betonen den Eingang städtebaulich und hochbaulich. Ein großzügiger Freiraum führt im Anschluss in das Quartier hinein und durch dieses hindurch. Die im Westen angrenzenden Wohnquartiere erhalten am Propsthof ein Gegenüber, dass die städtebauliche Figur ergänzt und ruhige Wohninnenhöfe ausbildet. Als Mittelpunkt des Quartiers entsteht mit der „Meile" und dem Quartiersplatz eine Freiraumabfolge, in dem sich Wohnen und Gewerbenutzung treffen.

    Vorhandene Grünstrukturen werden in die Freiraumstruktur integriert. Die naturnahe Gestaltung der Freiräume verringert den Versiegelungsgrad der Grundstücke, fördert die Biodiversität und wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus. So reagiert die Raumfolge von den grünen Quartiersplätzen bis zu den Wohnhöfen auf die zeitgenössischen Ansprüche urbanen Wohnens und Arbeitens.

    abgeschlossen
    2022
    Bonn
    Deutschland
  • Green Zipper Heidelberg

    Das Konzept für das Patrick Henry Village in Heidelberg verwandelt die ehemalige monofunktionale Militärkaserne in einen multifunktionalen und identitätsstiftenden Lebensraum. Die Stadt wird durch die Landschaft geschaffen und nutzt sie als „Green Zipper" (grünen Reißverschluss), der einen großzügigen Verbindungsraum für die Bewohner schafft.

    Das Design bietet das Potenzial, bestehende Defizite in den strukturellen Bau- und Freiraumstrukturen der aktuellen Bestandszeilen der 1950er Jahre neu zu ordnen, gestalterisch zu differenzieren und vielfältig zu programmieren. Entstanden ist ein lebendiges Quartier für Mensch und Natur mit Freiflächen und Gebäuden aus Holz, die vielfältig genutzt werden können. Zum Erreichen dieser Ziele bedarf es:

    • einer Ausdifferenzierung des Freiraumgerüsts zu Räumen mit eigenen Charakteren, Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen.

    • der Schaffung einer vielfältigen Landschaft zur Beförderung der Biodiversität, Verbesserung des Mikroklimas und Stärkung lokaler Stoff- und Wasserkreisläufe. So sind die beiden Grünfinger extensiv naturnah gestaltet, weisen eine Vielzahl von Biodiversitätsflächen auf, integrieren den Baumbestand und greifen die vorhandene Topografie auf. Die Flächen avancieren somit nicht nur zu gestalterisch kraftvollen Elementen, sondern dienen auch dem Ausgleich der Be- und Anwohner und als Lebensraum für Tiere.

    • einer sensiblen Transformation des Gebäudebestands und städtebaulichen Akzentuierung der Communityfinger durch baulich vielfältige Ergänzungen in Holzbauweise.

    • der Etablierung von offenen Erdgeschossen mit einem hohen Grad an Mischnutzung entlang der Communityfinger sowie der Schaffung eines breiten Wohnraumangebots. So gibt es von einer KITA bis hin zu einem Waschsalon und Nachbarschaftsläden für Bewohner*innen, auch Platz für gewerbliche Nutzungen von Fab-Lab und Maker Space, über Manufakturen bis hin zu Ausstellungen und Veranstaltungen. Das vorhandene Wohnraumangebot wird dabei um weitere, vielfältige Wohnformen (Kleinstwohnungen, Clusterwohnungen, WG-Wohnungen, Familienwohnungen, Alten-wohnen etc.) angereichert. Gleichzeitig bleibt der Charakter einer ruhigen Wohnsiedlung an den Übergängen zu den Grünfingern erhalten.

    • der Weiterentwicklung des Bestandes zugunsten der bereits aufgewendeten grauen Energie.

    • der Fokussierung zukunftsweisender Mobilität, also „Mobilität als Service" und aktive Fortbewegung. Gut eingebunden in einen Umweltverbund aus Straßenbahn, Shuttle-Bus und Quartiersgaragen entlang des Parkways ist innerhalb des Quartiers eine autoarme Mobilität vorgesehen, welche auf Fahrradfahrende sowie zu Fuß Gehende ausgerichtet ist.

    in Bearbeitung
    2021
    Heidelberg
    Deutschland
  • Bochum Gerthe-West

    Drei Nachbarschaften für ein Grünes Netzwerk

    Im Fokus des Raumbildes für die innerstädtische Entwicklung in Bochum Gerthe-West steht die Verbindung und Verwebung der vorhandenen Grünräume. Als Ausgangspunkt für das Design lassen sie einen neuen ökologischen Korridor und Freiraumverbund entstehen. Weiterhin werden die Zusammenhänge zwischen bestehenden Zentralitäten und Freiräumen gestärkt und mit neuen Impulsgebern, etwa neuen Kitas und Mobilitätshubs, ergänzt. Strategisch gesetzt, bilden sie Brücken zwischen den Bebauungsstrukturen und Naturräumen und laden ins Grüne ein.

    Der Entwurf schlägt einen zusammenhängenden und belebten Grünraum vor, der durch kleinteilige Wegbeziehungen und anderen Freiraumfunktionen erfahrbar und nutzbar für An- und Bewohner*innen ist.

    Durch den Gehölzbestand ergeben sich markante Räume und Atmosphären. Gezielt werden hier Gebäudestrukturen eingefügt. So entsteht im nördlichen Teil ein kompaktes Wohnquartier, das sich in den gebauten Stadtkontext einpasst. Im Zentrum stehen hier vielfältige nachbarschaftsbezogene Freiräume, die Platz für gemeinschaftliche Nutzungen bieten. Im Nordosten wird die durchgrünte Stadtlandschaft durch vier Reihen aus Blockrand- und Reihenhaustypologien ergänzt. Sie definieren klare Siedlungskanten zwischen Wohnquartier und Landschaft und erhalten dennoch starke Sichtbezüge in die Weite der anliegenden Felder. Zwischen den Nachbarschaften verläuft der Grüne Ring, der den markanten Baumbestand aufnimmt und das Gebiet für den unmotorisierten Verkehr vernetzt.

    Entlang der dichten Waldstruktur im Herzen des Projektgebietes werden neue Typologien gesetzt. Im sogenannten Wildnisquartier können Be- und Anwohner*innen die Natur erleben. Offen, kleinkörnig und im unbeschwerten Spiel mit den Bäumen, ergeben die neuen Gebäude eine urbane Wildnis.

    Kennzahlen
    Grundfläche Neubebauung: 19.302 m² (21.769m²*)
    Bruttogeschossfläche Neubebauung: 60.771m² (68.173m²*)
    Versiegelte Flächen gesamt: 59.286 m²
    Unversiegelte Flächen gesamt: 63.980 m²
    Ungefähre Anzahl der Wohneinheiten: 560 (625*)
    Anzahl Stellplätze in Quartiersgaragen: 557 (668m²*)
    *inklusive optionale Flächen

    abgeschlossen
    2021
    Bochum
    Germany
  • Zukunftsquartiere am Ostpark

    Lebendigkeit schafft Stadt!

    In Paderborn bietet sich mit dem Freiwerden der Barker-Kasernen die einzigartige Chance, ein Stück Stadt zu geben, welches Lösungen auf aktuelle Herausforderungen aufzeigt.

    Das grüne Herz, ein neuer Freiraum für Paderborn, bildet das zentrale Element des städtebaulichen Konzepts. Es ergänzt das Naherholungs- und Freizeitangebot für die Gesamtstadt, schafft Anziehungspunkte und bringt die Paderborner*innen zusammen. Außerdem ist es für ökologische Funktionen wie dezentrales, pflanzenbasiertes Regenwassermanagement von besonderer Bedeutung. Insgesamt 18 Hektar Grünraum unterstützen die Biodiversität und Klimaresilienz der Stadt.

    Starke Ränder mit urbaner Dichte rahmen die grüne Mitte. Sie entwickeln die umgebenden Randbereiche der Stadt strukturell und funktional weiter. Die Bestandsgebäude werden umgenutzt und in die Ränder integriert. Dabei reichern sie die Quartiere strukturell und programmatisch an.

    Insgesamt drei neue Quartiere bieten Räume für Wohnen, Arbeit, Begegnung und Freizeit. Sie ergänzen die angrenzenden Stadtteile mit zukunftsweisenden Wohnformen, Lernorten und Arbeitsplätzen. Ein innovatives und resilientes Energie- und Wärmesystem macht die neuen Quartiere klimapositiv.

    Mobilität ist nachhaltig und autoarm organisiert, anschlussfähig an das Heute, orientiert in die Zukunft, robust und anpassungsfähig. Das Konzept dient als Vorbild für zukünftige Entwicklungen in Paderborn. Die Verkehrsräume werden vor allem für den Rad- und Fußverkehr gestaltet; abgerundet durch ein dichtes ÖV-Netz. Quartiersgaragen am Gebietsrand gewährleisten die Erreichbarkeit auch mit dem Auto, werden aber im Zuge der Mobilitätswende nach und nach an Bedeutung verlieren und sind dementsprechend auf Umnutzbarkeit bzw. leichte Rückbaubarkeit ausgelegt.

    abgeschlossen
    2021
    Paderborn
  • Klimaquartier Schweinfurt - suffizient, divers, zirkulär, klimapositiv

    Was ist ein Klimaquartier und wie wird man den Anforderungen gerecht? Wir haben mit dem Klimaquartier Schweinfurt eine mögliche Antwort kreiert, bei der es nicht nur um den CO2-neutralen Betrieb der Gebäude, sondern auch um die Energie, die zur ihrer Errichtung aufzuwenden ist und um die Wiederverwertbarkeit der Materialien geht. Darüber hinaus liegt sowohl die Minimierung als auch die Verlagerung der Mobilität der Bewohner*innen weg vom Auto und hin zum Umweltverbund im Fokus. Zur Erreichung dieser Ziele folgt der Entwurf für das Klimaquartier Schweinfurt folgenden Entwicklungsprinzipien:

    - Ein kompakter Städtebau schont die wertvolle Ressource Boden und bietet viel Platz für Selbstversorgung, Regenwassermanagement und Freizeitnutzungen.

    - Die großen unversiegelten Flächen ermöglichen eine üppige Vegetation, welche die Biodiversität fördert, ein ausgewogenes Mikroklima erzeugt und atmosphärisch starke Orte schafft. So wird ein diverses, gesundes und lebenswertes Habitat für Mensch und Tier garantiert.

    - Zur Förderung des lokalen Regenwasserhaushaltes wird das gesamte Regenwasser vor Ort versickert, verdunstet, oder zur Bewässerung von Pflanzen in Zisternen gespeichert.

    - Ein vielfältiger Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Freizeitangeboten erzeugt ein lebendiges, „komplettes" Quartier und reduziert den Mobilitätsbedarf.

    - Der Ansatz des Suffizienz-Quartiers reduziert individuellen Besitz (Wohnraum, Fortbewegungsmittel, Konsumgüter etc.) zugunsten von gemeinschaftlichem Wohlstand, und schont so die Ressourcen unseres Planeten.

    - Nachhaltige Baumaterialien wie Holz, Lehm, Stroh etc. kommen zur Anwendung und werden so verbaut, dass sie sortenrein dekomponierbar sind.

    - Flexible Holzsystembauweise und kompakte Gebäudevolumen ermöglichen kostengünstiges Bauen.

    - Neben der vorhandenen Fernwärme kommen ausschließlich regenerative Energiequellen (PV auf Dächern und teilweise Fassaden) zum Einsatz.

    - Ermöglicht durch ein multimodales Mobilitätsangebot aus Lastenrädern, E-Bikes, E-Autos, Fahrradanhängern, etc., spielen Autos im Klimaquartier eine kleinstmögliche Wichtigkeit.

    Idee
    2021
    Schweinfurt
    Deutschland
  • Ecovillage - im Kreislauf entworfen

    Mit der Entwicklung des ecovillage in Hannover besteht die große Chance einen wichtigen Beitrag zu zukunftsorientierter Stadtentwicklung zu leisten. Auf diese Weise bisher einmalig in Deutschland sollen, basierend auf den genossenschaftlichen Grundwerten Gleichwertigkeit, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Vielfalt, bis 2026 ca. 500 Wohnungen auf rund 5 Hektar Land entstehen.

    Eine der vielen Besonderheiten des ecovillages ist die Suffizienz, die es sich als Leitsatz gegeben hat: Durch Teilen mehr haben. Ein höchst flexibler Ansatz, der nicht nur gepriesen, sondern gelebt wird. So gibt es unter anderem eigens ein Gästehaus, in welchem Besuch unterkommen kann, der nicht in die eigene Wohnung passt. Neben einem Co-Working Space und Werkstätten gibt es auch Gemeinschaftsräume in den Gebäuden und Gärten, die der Allgemeinheit gehören und von allen genutzt werden können.

    Im Mittelpunkt des städtebaulichen Entwurfs steht das lebendige Zentrum mit Dorfplatz, das von der Allmende umgeben ist. Sie ist das grüne Herz des ecovillage. Hier wird Wasser versickert, Lebensmittel produziert und Gemeinschaft gelebt.

    Ausschlaggebender Faktor für die Entwicklung ist der Anspruch, eine CO2-neutrale Siedlung zu werden. So wird alles aus Holz gebaut und zusätzlich die Versiegelung der Fläche minimiert. Die Biodiversität wird gefördert und Grau- und Regenwasser mit Hilfe einer Pflanzenkläranlage aufbereitet und gereinigt. Eingeleitet in einen biotopartigen See, versickert und verdunstet es oder dient den Bewohner*innen zum Bewässern ihrer Gärten.

    Auch das Mobilitätskonzept verfolgt bezüglich Zukunftsfähigkeit hehre Ziele: Es fokussiert voll und ganz die Nahmobilität. (ÖPNV und Fuß- und Radwegeverkehr). Konkret bedeutet dies nur 0,2 Autostellplätze pro Wohneinheit. Im Gegenzug dazu stehen jedoch großzügige Flächen für (Lasten-)Fahrräder, Leihstationen, Bollerwagen, etc. bereit. Ein direkter Anschluss an die Stadtbahn rundet dieses Konzept ab.

    Das ecovillage versteht sich als Vorreiter in einer längst überfälligen Grundsatzdiskussion, in der Genügsamkeit als Philosophie verfolgt wird.

    Alle Fakten im Überblick

    500 Wohneinheiten
    900 Einwohner*innen
    5 ha Gesamtfläche
    2 ha Gartenland
    3100 m² Gewerbe
    2500 m² Gemieinschaftseinrichtungen
    Baubeginn 2021
    Fertigstellung 2026
    Mehr Informationen: ecovillage-hannover.de

    in Bearbeitung
    2020
    30539 Hannover
    Deutschland
  • New Istropolis

    CITYFÖRSTER und KCAP entwerfen ein neues Kulturviertel für Bratislava in der Slowakei. In Trnavské mýto wird es ein hochmodernes Konzert- und Kongresszentrum geben eingebettet in ein modernes offenes Viertel mit einer Vielzahl von Grünflächen und Plätzen.

    Immocap, der Eigentümer von Istropolis und der angrenzenden Liegenschaften, hat seine Vision von New Istropolis vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit den internationalen Architekturbüros KCAP und CITYFÖRSTER entwickelt wurde. Das Ziel des Projekts ist es, in Bratislava ein multifunktionales kulturellesund soziales Zentrum mit einer Architektur auf höchstem Niveau zu entwickeln und so ein seit langem verdientes kulturelles Wahrzeichen für die slowakische Hauptstadt zu schaffen.

    Die neue multifunktionale Halle ermöglicht es Istropolis, die tatsächlichen Bedürfnisse von Bratislava zu erfüllen und das Potenzial von Trnavské mýto zu nutzen, und wird den Kultur- und Kongresstourismus fördern. New Istropolis bietet die Möglichkeit, bis zu drei verschiedene Veranstaltungen gleichzeitig durchzuführen, darunter Akustik-, Rock-, Jazz-, Popkonzerte, Kulturereignisse sowie Konferenzen und Kongresse verschiedener Größenordnungen. Die Halle bietet eine maximale Kapazität von 3000 Sitzplätzen und 5000 kombinierten Plätze zum Sitzen und Stehen. Die besondere Sitzkonfiguration im Oval bringt das Publikum nahe an die Bühne und schafft ein Gefühl der Intimität und Verbundenheit mit den Darstellern.

    Trnavské mýto ist ein wichtiger Mobilitätsknotenpunkt in Bratislava und hat großes Potential für die Stadtentwicklung. Das Projekt zielt darauf ab, diesen wichtigen, aber lange vernachlässigten Teil der Stadt, neu zu beleben. Neben dem kulturellen Veranstaltungsort von Weltklasse wird es einen Park mit Promenade, Springbrunnen und Radwegen geben. Öffentliche Bereiche sind den Besuchern den ganzen Tag über zugänglich, während der Platz Aktivitäten der Gemeinschaft, wie saisonale Märkte unterstützt und entwickelt.

    in Bearbeitung
    Trnavské mýto 1
    831 04 Bratislava
    Slowakei
  • Blankenburger Süden - Stadt der Kreisläufe

    Der Entwurf für den Blankenburger Süden in Berlin basiert auf dem Konzept einer "Circular City", eines zirkulär organisierten Quartiers, und ist durch das räumliche Prinzip „Landschaf(f)tStadt" geleitet: Die Landschaft schafft die Stadt.

    Einen strukturellen und gestalterischen Schwerpunkt bildet die blau-grüne Infrastruktur: ein 60 ha großer Landschaftspark mit Garten-, Wald- und Wasserland bietet nicht nur diverse Orte für Freizeit, Sport und Erholung, sondern übernimmt zahlreiche Ökosystemleistungen wie die Klimatisierung der Stadträume, das Regenwassermanagement, die Nahrungsmittelproduktion und die Stärkung der Biodiversität. Das Quartier ist in vier Teilbereiche gegliedert mit je spezifischer Gebäude- und Freiraumstruktur. Alle Gebäude öffnen sich zum Grünraum und bieten eine Vielfalt an bezahlbaren Wohnformen. Konstruktiv trägt das Bauen mit Holz und Recyclingmaterialien sowie die Ausbildung blau-grüner Dächer zu einer guten Klimabilanz des Quartiers bei.

    Ein neuer Gebäudetypus, der sogenannte CYC-Hub, fungiert als Kreislaufschnittstelle. Hier ist die technische Infrastruktur der zirkulär organisierten Nachbarschaften untergebracht - wie die Energiestation und die Quartiersgarage mit Mobilstation- sowie sozio-kulturelle und Bildungseinrichtungen wie Kindergarten, Jugendclub, Nachbarschaftstreff und Quartiersmanagement.

    abgeschlossen
    Berlin
    Deutschland
  • Quartiere im Kreislauf. Zwischen Taunus und Frankfurt

    CITYFÖRSTER freut sich über die einstimmige Auswahl des Entwurfes für den geplanten „Stadtteil der Quartiere" in Frankfurt Nordwest. Gemeinsam mit urbanegestalt (Köln) hat sich das Architekturbüro gegen sechs namhafte Teams mit einem Konzept durchgesetzt, das städtisches Wachstum mit der Etablierung von Kreisläufen verbindet.

    Wie könnten auf dem bisher landwirtschaftlich geprägten Untersuchungsgebiet am Rande Frankfurts bis zu 10.000 Wohnungen und 8000 neue Arbeitsplätze entstehen?

    Das Konzept von CITYFÖRSTER und urbanegestalt gibt nicht bloß eine schlichte Antwort sondern liefert eine große Besonderheit: Das Untersuchungsgebiet bleibt zu 75 Prozent unbebaut. Die landschaftliche Weite und der Bezug zum Taunus bleiben erhalten. Der Entwurf ist nach dem Prinzip „Landschaf(f)tStadt" konsequent aus den Potentialen des Freiraums entwickelt.

    Um möglichst viel Landschaft zu schonen, wurde die Bebauung auf kompakten Flächen untergebracht Dies bedeutet beispielsweise den Verzicht auf Einfamilienhäuser und das Planen von größtenteils fünf- bis sechsgeschossigen, vereinzelt auch höheren Gebäuden. Die U- und Stadtbahnen bilden das Rückgrat der Quartiere; das Erweiterungsgebiet „Steinbach-Ost" schließt direkt an die schon vorhandene S-Bahn-Trasse an. Östlich der Autobahn wird das Netz durch die Verlängerung der Frankfurter U-Bahnlinie 7 und der Regionaltangente West ergänzt. Die Quartiere sind in Teilbereichen autofrei.

    Es sollen zirkulär organisierte Quartiere entstehen – Quartiere im Kreislauf, die einen erheblichen Beitrag zur Versorgung mit Wasser, Energie und Nahrung leisten, die eine umweltverträgliche Mobilität fördern, die das Stadtklima regulieren und die Biodiversität stärken sowie Orte für sozialen Austausch und Gemeinschaft anbieten.

    Alle Fakten im Überblick

    4 neue Quartiere
    bis zu 10.000 Wohnungen
    bis zu 8.000 neue Arbeitsplätze
    5 Schulen
    20 Kitas
    5-Minuten-Distanzen: Arbeitsstätte, Laden, ÖPNV-Haltestelle, Schule, Park sind innerhalb von 5 Minuten zu Fuß zu erreichen.
    47 ha öffentliches Grün innerhalb der Quartiere
    425 ha Untersuchungsgebiet
    75 % des Untersuchungsgebiets bleiben unbebaut

    abgeschlossen
    2021
    Frankfurt am Main
    60439 Frankfurt a.M.
    Deutschland
  • Vlora Boulevard

    Eine malerische Route, die Einheimische und Touristen anzieht.

    Mit dem neuen Boulevard in Vlora, der zweitgrößten Hafenstadt Albaniens, haben wir einen wichtigen Knotenpunkt der Stadt belebt, der sein großes Potenzial, das lebendige Herz Vloras zu werden, zuvor unausgeschöpft ließ. Hier findet man alles, was die Stadt braucht; von Bars, Geschäften und Restaurants bis hin zu Theatern, Moscheen, der Universität und dem Stadion.

    Die Mission bestand darin, den öffentlichen Raum zu verbessern, der heute nicht nur die größte Einkaufsstraße von Vlora darstellt, sondern auch als elastisches Verbindungsband der Stadtstruktur fungiert, das eine Vielzahl unterschiedlicher Programme miteinander verknüpft. Der bestehende Mix aus regionalen und lokalen Funktionen sowie Handels- und Unterhaltungsaktivitäten, die der Straße einen Charakter mit hoher Dynamik verleihen, wurde gestärkt.

    Der Boulevard war früher von schnellem Autoverkehr geprägt und von Palmen, die aufgrund einer Krankheit langsam abstarben und zu einem großen Teil bereits tot waren. Die ehemals laute 4-spurige Straße wurde zu einer 2-spurigen Straße umgebaut, um so eine 4 m breite Freifläche für Fußgänger zum Flanieren zu schaffen und die Nutzung von Fahrrädern zu fördern: Ein neuer Servicestreifen für Terrassen, Sitzmöglichkeiten und diverse Arten der Begrünung.

    Viel heimische Flora wurde hinzugefügt, um Schatten zu spenden, die städtische Hitze zu reduzieren und die Bedingungen und das Mikroklima der Stadt zu verbessern. Durch die Verwendung lokaler Materialien und Pflanzen, die typisch für die schöne albanische Riviera sind, feiert das Design die Identität von Vlora und betont die genialen lokalen und topografischen Qualitäten und Bedingungen. Nachhaltige und belastbare Materialien für die Pflasterung und die Verwendung von lokalen Pflanzen und Bäumen definieren einen öffentlichen Raum, der die Eigenschaften von Vlora gekonnt einfängt, wiedergibt und stärkt.

    abgeschlossen
    2018
    Vlora
    Albania
  • Regierungsviertel Peking

    Besseres Wasser - Bessere Stadt!

    Gemeinsam mit Wasser Hannover und der Chinese Academy for Urban Planning and Design (CAUPD) haben wir einen von drei ersten Wettbewerbspreisen für den neuen Regierungssitz der chinesischen Hauptstadt Peking gewonnen. Im Rahmen der geplanten Stadtfusion Pekings mit den Städten Tianjin und Hebei wird das neue Regierungsviertel in Tongzhou entstehen. Der landschaftsplanerische Wettbewerbsbeitrag sieht die Integration eines ganzheitlichen Wasser- und Freiraumsystems vor und leitet aus den ökologisch-technischen Notwendigkeiten das gestalterische Alleinstellungsmerkmal und die besondere Identität des neuen Regierungsviertels ab.

    Durch den Zusammenschluss Pekings mit den Städten Tianjin und Hebei entsteht in China die neue Megastadt Jing-Jin-Ji mit 130 Millionen Einwohnern. Zur Entlastung des Pekinger Stadtkerns wird in diesem Zusammenhang das Regierungsviertel vom historischen Stadtzentrum nach Tongzhou verlegt. Der Wettbewerbsbeitrag umfasste die freiräumliche Planung des 600 Hektar großen Areals als Ergänzung zum bestehenden städtebaulichen Masterplan. Die vielfältigen Freiräume werden für Sport, Kultur, Kommerz und Bildung genutzt, wobei die jeweiligen Identitäten wesentlich durch das vorgeschlagene Wasserkonzept geprägt werden. Der Vorschlag eines ganzheitlichen Wassersystems, fügt sich in den bestehenden städtebaulichen Masterplan ein, komplettiert ihn und prägt den Landschafts- und Stadtraum wesentlich mit.

    Nach dem Motto „besseres Wasser - bessere Stadt" sind die spezifisch entwickelten Schwammstadtmaßnahmen vom Überflutungsschutz über Regenwassermanagement bis hin zu Blau-Grünen-Infrastrukturen in die Stadt integriert. Der ökologisch/technisch notwendige Regenwasserkanal ist beispielsweise nicht generell unterirdisch verlegt, sondern als besonderes Stadtlandschaftselement inszeniert und wird zum ökologisch wertvollen Identitätsmerkmal der Dienstleistungs-, Einzelhandels- und Wohnquartiere.

    Auf diese Weise können unterschiedliche Teilräume herausgearbeitet und durch die Gewässergestaltung besondere Programme und Funktionen angeboten werden, die die Lebendigkeit und Atmosphäre im zukünftigen Regierungsviertel prägen. Kombiniert mit innovativen Techniken zur Wasserreinigung sowie einem ressourcensparenden Grau-wassernutzungskonzept entsteht ein überzeugender Gesamtentwurf. Oliver Seidel, Stadtplaner und Gründungspartner von Cityförster betont, dass „die enge Zusammenarbeit von Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Wasserexperten in einer integralen Planung, die Entwicklung eines zukunftsorientierten Stadtteils ermög-lichte. Unser Entwurf lässt zu, dass die technischen Notwendigkeiten der Wasserbehandlung zu einem attraktiven, charaktervollen Ort ausgestaltet und trotz großräumlicher Betrachtungsebene auf den menschlichen Maßstab bezogen werden können.

    Idee
    2017
    Beijing
    China
  • Kenniseiland

    MUT ZUR INNOVATION!

    Im Rahmen eines Workshop-Verfahrens schlugen wir von Cityförster zusammen mit Openfabric Landscape Architecture und Mijn WaterFabriek Management voor duurzam water eine integrale Strategie für den Business & Science Park des Kennisparks in Enschede vor, die nicht nur die Herausforderungen extremer Wetterbedingungen, sondern auch jene der Energiewende hin zu einer CO2-freien Umwelt bis 2050. Das Konzept basiert auf dem Bau eines blauen Puffers um den Standort, der mehr Platz für Regenwasser und Erholung schafft und die Identität des Standorts stärkt. Zusammen mit einem Netzwerk intelligenter Regentonnen und 'The Hub' entsteht ein integratives System, das den bewussten Wasser- und Energieverbrauch in einer grün-blau gesinnten Umgebung zelebriert.

    HERAUSFORDERUNGEN IM WASSERMANAGEMENT
    Die Kapazität unseres derzeitigen Abwassersystems ist nicht für extreme Regengüsse ausgelegt. Bei Überlastung wird in einem gemischten System das unbehandelte Abwasser zusammen mit dem Regenwasser in das Oberflächenwasser eingeleitet. Deshalb ist es besser, das Regenwasser lokal zu halten. Indem das Regenwasser vorübergehend lokal zurückgehalten wird, können Schäden begrenzt werden. Der Höhepunkt der Ableitung von Regenwasser in Richtung Kanalisation verschiebt sich auf diese Weise: Das Regenwasser fließt nur langsam in Richtung Abwasserrohr, sobald es wieder leer ist. Regenwasser kann durch den Bau von Wadis, Gräben, oberirdischen Wasserpuffern, Gründächern, Regenwasserteichen, unterirdischen Lagern, Wasserbassins oder Regenwassernutzungsanlagen zurückgehalten werden. Wo es die Bodenverhältnisse erlauben, kann das Regenwasser auch direkt gefiltert werden, indem es so weit wie möglich enthärtet und begrünt wird. Um Schäden bei starken Wolkenbrüchen zu begrenzen, muss dies jedoch immer mit anderen Wasserrückhalteeinrichtungen kombiniert werden, insbesondere an Orten, an denen eine Filterung aufgrund eines hohen Grundwasserspiegels nicht möglich ist.

    Im Durchschnitt verbrauchen wir fast 135 Liter Trinkwasser pro Tag. Das meiste Trinkwasser wird zum Duschen, Spülen der Toilette und für Waschmaschinen verwendet. Für das reine Trinken wird der geringste Teil genutzt. Eine Familie zahlt durchschnittlich fast 750 € für die Wasserversorgung: 30% davon für die Trinkwasserversorgung, 26% für die Abwassergebühr und 44% für die Reinigungs- und Wassersystemgebühren. Anstatt sauberes Regenwasser mit dem Abwasserkanal zu entsorgen, kann es auch gespeichert und verwendet werden. Regenwasser, das auf Dächer fällt, ist relativ sauber und kann für die Waschmaschine oder die Toilette verwendet werden, aber auch, um den Garten zu gießen. Auf diese Weise verschwindet es nicht sofort im Abwassersystem und spart somit Trinkwasser. Darüber hinaus könnte der Wasserverbrauch durch eine Sensibilisierung der Bürger und Unternehmen verringert werden. Es ist auch wichtig, die Effizienz zu verbessern, z.B. durch die Installation von wassersparenden Duschen und Toiletten. Grauwasser, das in Feuchtgebieten oder durch Filter behandelt wurde, könnte ebenfalls wiederverwendet werden.

    Hier finden Sie einen Reader mit allen wichtigen Ergebnissen des Workshops.

    abgeschlossen
    7511 AH Enschede
    Niederlande
  • Am Alten Güterbahnhof

    In Kooperation mit den niederländischen Landschaftsarchitekten Felixx haben wir einen Entwurf für das Gelände des alten Güterbahnhofs in Duisburg kreiert.

    Das Gelände wird aus seiner Insellage befreit und als Stück Stadt zurückgewonnen: Der große Westpark wirkt als Anziehungspunkt für alle Duisburger*innen und bringt Leben ins Quartier. Wichtiger Bestandteil sind die knapp 14 ha Freiraum, die für besseres Klima, saubere Luft, Wassermanagement, Biodiversität sowie Sport, Erholung und Gemeinschaft genutzt werden. Insbesondere der ÖPNV- und Langsamverkehr wird gestärkt: Fünf Brücken (Rad/Fuß) überspannen Autobahn und Gleise und verbinden das weitestgehend autofreie Quartier mit seinen Nachbarschaften.

    Freiraum
    Der Westpark ist als großzügiger Landschaftspark konzipiert und bietet mit einer Größe von knapp 14 ha Platz für alle Duisburger*innen. Ein 12m hoher Wall mit Baumfilter schirmt den Lärm und Schadstoffe der Autobahn ab. Von Nord nach Süd werden unterschiedliche Habitate und Nutzungsbereiche angelegt: Wiesenpark, Kulturpark, Sportpark, Wasserpark, Waldpark.
    Eine zentrale Achse – die Meile – vernetzt das Quartier mit der City im Norden und dem Park im Süden. Zudem knüpfen alle Ost-West-Verbindungen jeweils an die Meile an.

    Programm
    Das Quartier ist gemischt genutzt und bietet durch diverse Gebäudetypen Raum für ca. 4.000 Einwohner und 2.500 Arbeitsplätze. Die ruhigen Wohnlagen sind jeweils zum Gartenhof ausgerichtet. Im Norden befindet sich das Innovationsquartier mit Büros, Co-Working, Fab-Lab, Gründerzentrum, Co-Living, Boardinghouse, Hotel etc. Rund um den Quartiersplatz im Norden gibt es Nahversorger, Läden, Cafes, Markthalle und Markt. An der Karl-Lehr-Straße entsteht eine Bildungsmitte mit dem „Karl 1", ein Haus für Bewegung + Kultur, sowie Bibliothek, VHS, Musikschule und der Grundschule mit Kita am Westpark.

    Wasser, Klima, Energie
    Das Regenwassermanagement funktioniert nach Schwammstadt- und Kaskadenprinzipien, bei dem Regenwasser zurückgehalten, zwischengespeichert, verdunstet und versickert wird. Die Maßnahmen verbessern das Mikroklima (z.B. Verdunstungskühle, Luftreinigung), erhöhen die Biodiversität und die Stadtraumqualität (Aufenthalts- und Erholungsflächen). Es werden technische und naturnahe Maßnahmen des Regenwassermanagements kombiniert: Dazu gehören blau-grüne Dächer, versickerungsfähige Beläge, oder auch diverse urban Wetlands, also Retentions-, Verdunstungsflächen und pflanzliche Reinigungssysteme. Das Energiesystem ist dezentral organisiert und beinhaltet ein Wärme-, Kälte- und Stromnetz, die je an das städtische Netz angeschlossen sind. Dächer und Fassaden werden zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt (Photovoltaik).
    Der Westpark dient der Klimatisierung des Quartiers: Warme Winde aus Südwest (Hauptwindrichtung) werden im Westpark gekühlt und gefiltert und über die offenen Ost-West-Wege in die Tiefe des Quartiers geleitet. Die Meile dient als lokale Luftleitbahn.

    Love-Parade-Gedenkstätte
    Die Love-Parade-Gedenkstätte soll in das Quartier integriert werden. Ein Ort, der im Alltag der Menschen seinen Platz hat. Die Love-Parade-Gedenkstätte wird zum Teil des geplanten Parks, ein Ort der Ruhe, und ist gleichzeitig im Herzen des neuen Quartiers verortet. Zwischen der Meile und der Gedenkstätte befindet sich darüberhinaus ein Gedenkhain.

    Wir freuen uns sehr über die starken Votingergebnisse der öffentlichen Abstimmung und die hohe Akzeptanz der Duisburger.

    Idee
    2021
    Duisburg
    Deutschland
  • WHO kommt zusammen

    Wie kann man einen vorhandenen Stadtteil aufwerten, neuen Wohnraum schaffen und parallel einen Ort der Zusammenkunft kreieren?



    Der Tübinger Stadtteil Waldhäuser-Ost (WHO) ist als Trabantenstadt in den 1970er Jahren entstanden und nie richtig ein Teil der Umgebung geworden. Vielmehr sind Bezüge zu Stadtentwicklungsprojekten aus derselben Zeit in anderen Städten zu erkennen: Funktionstrennung oder auch ein geringer Bezug zum lokalen Kontext charakterisieren die Stadtplanung dieser Zeit. Noch Heute sind vergleichbare Probleme zu sehen: Unzureichende Orientierungsmöglichkeiten, unklare und schlecht nutzbare Fuß- und Radwegeverbindungen, wenig bis keine lebendigen Orte, wenig nutzbare Freiräume, oder auch ein genereller Inselcharakter - abgeschottet vom Rest der Stadt.

Um dem entgegenzuwirken, haben wir drei Schüsselstrategien entwickelt, die ein zukunftsfähiges WHO schaffen.

    1. Das barrierefreie Erschließungsband
    Ein neues hierarchisiertes Wegesystem arbeitet als Verbindungsband mit, statt gegen die Topographie. Dies schafft eine durchgehend barrierefreie und programmatische Vernetzung. Zusätzliche Abkürzungen gewährleisten schnelle Wege durch das Gebiet. Das Band schließt an zentrale Orte und Haltepunkte des ÖPNV an und unterstützt somit die autofreien Mobilitätsangebote.

    2. Drei identitätsbildende Landschaften
    Drei den WHO umgebende Landschaften bergen besondere Qualitäten. Momentan finden diese jedoch keinen Widerhall in der baulichen und freiräumlichen Struktur. Einzelne Merkmale aus den Landschaften werden identifiziert und im WHO strategisch gespiegelt. Dazu gehören neben Vegetationsstrukturen und Baumarten auch Materialität, und Freiraumnutzungen, die einzigartige Räume im WHO entstehen lassen und Orientierung im Gebiet gewährleisten.

    3. Urbanes Konfetti erzeugt Dichte und Lebendigkeit
    Neue Impulsgeber sind strategisch platziert: Ein markantes Gebäude für Studierendenwohnen definiert den neuen Stadtteileingang und belebt mit neuem Versorgungszentrum, Schule, Schwimmbad und ÖPNV-Halt den neuen Stadtteilplatz. Der Social-HUB in der geographischen Mitte des Stadtteils bildet einen Anker der sozialen Gemeinschaft und der räumlichen Orientierung. Wie ein urbanes Konfetti werden unterschiedliche Freiraum- und Gebäude Nutzungen über das Gebiet gestreut.

    Integrierte Planung
    Im Zusammenspiel der drei Strategien entsteht ein lebenswertes WHO - für den Menschen konzipiert. So führt das Erschließungsband durch drei Landschaften, durch Orte mit verschiedenen Atmosphären und Identitäten und zu unterschiedlichen Nutzungen. Kein Ort im WHO ist mehr wie der andere. Ein dichtes Netz von Begegnungsorten fördert zusätzlich die Gemeinschaft. An Schlüssel-Orten ergeben sich durch die Synthese der drei Strategien neue Zentralitäten. 

    abgeschlossen
    Tübingen
    Germany
  • Innovation Valley Garzweiler

    Durch den geplanten Kohleausstieg bis spätestens 2038 und damit unter anderem den Wegfall einer kompletten Industrie mit vielen Arbeitsplätzen, müssen bereits jetzt starke Zukunftsbilder entwickelt werden, welche die sonst brachliegenden gigantischen Flächen wieder nachhaltig eingliedern und nutzbar machen.

Platziert im Dreiländereck, ging es in unserem Workshop um das Entwickeln einer Vision für das Gebiet in und rund um Garzweiler. Das Hauptziel hierbei vor allem: Weg von der aktuell linearen hin zur Kreislaufwirtschaft.


    Ausgangspunkt des Konzeptes war die Frage, wie wir eine starke Vision des Ortes zeichnen können, die seine komplexen Fragestellungen adressiert: Was braucht Innovation? Wie sieht die Energieproduktion der Zukunft aus? Wie können wir dabei das immens geschädigte Ökosystem wiederherstellen und den zerschnittenen Biotopverbund wieder verbinden? Und was brauchen die Gemeinden und Anwohner der Region? Wie können all diese Aspekte im Kreislauf gedacht werden und damit ein starkes, nachhaltiges System abbilden?

    Dazu sieht das Konzept die Schaffung eines Innovationsnetzwerks aus drei gut erschlossenen Gewerbestandorten in Jüchen, Jackerath und Frimmersdorf vor, die an bestehende Planungen anknüpfen. Dabei schafft die Konversion des sonst abzureißenden Kraftwerks Frimmersdorf (geplante Lahmlegung 2021) einen überregionalen Innovations-HUB und fungiert als Tor in die Region. Hier gibt es riesige fertiggebaute Flächen, die als Spielwiese für Start-Ups aber auch bereits etablierte Unternehmen dienen. Das Kraftwerk erinnert somit optisch an das kulturelle Erbe und die wichtige Vergangenheit der Region, zeigt jedoch auf der anderen Seite, den großen Schritt nach vorn in eine nachhaltige Zukunft. Der seit Jahrzehnten vorherrschende Pioniergeist wird neu gedacht und ins Jahr 2035 übersetzt.

    Große zusammenhängende Rekultivierungsflächen für die industrielle Landwirtschaft speisen durch die zusätzliche Belegung für Windstrom und PV-Anlagen Strom ins lokale Netz ein. Wir lassen ökologische Korridore (forstlich rekultivierte, naturnahe Grünstrukturen) entstehen, die sich zukünftig zwischen dem Seeufer und den Wäldern der Erftaue aufspannen und neben der Sicherung des Artenverbunds auch interessante Flächen für Tourismus darstellen. Somit wird die wirtschaftliche Situation der Region gestärkt. Die Korridore werden gesäumt von Laborflächen, also kleinmaßstäblichen Feldern und Gartenstrukturen, auf denen kreislaufbasierte Landwirtschaft erforscht, getestet und angewandt wird.

    In Garzweiler handelt sich um eine attraktive Umgebung, aber wie kann man Dörfer nachhaltig entwickeln und welche Angebote müssen geschaffen werden? Ressourcenschonung, Wassermanangement oder auch neue Mobilitätsformen sind hierbei nur eine Auswahl an wichtigen Themen und Faktoren, die bedacht werden müssen. Wir schlagen verschiedene Leuchtturmregionen vor, an denen sich angesiedelt werden kann. Auf diese Weise entsteht beispielsweise der neue Ort Niers am See. Mit der unumgänglichen Flutung des Tagebaus Garzweiler II und dem somit entstehenden Restsees in der Größe des Tegernsees, bietet sich die außergewöhnliche Chance für die Realisierung einer Modellstadt mit dezentralem Regenwassermanagement und enger Vernetzung in die angrenzenden Naturbiotope. Sobald der Tagebau abgeschlossen ist, können die jeweiligen Dörfer bis an den Rand der ehemaligen Ausgrabungsstätte wachsen und besitzen somit im Endzustand ihre eigenen. charaktergebenden Wasserpromenaden.

    Abgerundet wird das Konzept durch eine Seilbahn, die die verschiedenen Bereiche vernetzt.

    in Bearbeitung
    2020
    Jüchen, Rheinisches Revier
    Deutschland
  • Ungewöhnlich Wohnen KIDS

    In Deutschland leben 90% aller Kinder in der Stadt – 60 Prozent allein in Groß- und Mittelstädten.

    Die Konzeptstudie nimmt dies als Anlass um die Bestandssiedlung an der Bürgermeister-Reuter-Straße in Bremen Vahr nach den Prinzipien einer kindergerechten Stadt umzugestalten. Die Siedlung weist diverse Potentiale im Freiraum sowie im Gebäudebestand auf. Neben der Lage am Vahrer See, dem reichen Baumbestand und den großzügigen Freiflächen stellen die versiegelten Parkplatzflächen, die repetitiven, untergenutzten Freiflächen und die fehlende Mitte Herausforderungen dar.

    In der Phase 0 wird ein Steg gebaut, der die Nachbarschaften untereinander verbindet und die Siedlung mit dem Wegenetz der Umgebung verwebt. Er bildet eine Mitte für das gesamte Quartier aus, schafft eine Adresse zur Kurt-Schumacher-Allee, lädt in das Quartier ein und führt zum Wasser. Hier wird gespielt, getobt, ausgeruht, geklönt, gefeiert, gekocht - ein Treffpunkt und Verbinder der Nachbarschaften.

    Die Nachverdichtungsstrategie ist der Erhaltung des wertvollen Baumbestandes untergeordnet und teilt sich in Maßnahmen des Aufwertens, Aufstockens und des Ergänzens. Neue Wohnformen fördern die soziale Durchmischung im Quartier und ermöglichen langfristig neue diverse familiäre Strukturen und Formen des Zusammenlebens.

    Eine zentrale Quartiersgarage zur Hauptstraße, ergänzt mit dezentral verteilten Mobilstationen, ermöglicht ein autoarmes Quartier – Dies erhöht die Sicherheit, welche gleichzeitig mehr Platz zum Spielen auf der Straße mitbringt.

    Der Freiraum wird in Form von privaten Gärten, Nachbarschaftsinseln, Spielplätzen sowie der „Kinderwildnis" nutzbar gemacht. Der Steg bietet diverse Spielräume - auch für informelles Spiel und Naturerfahrungen.

    In dem Klima-neutralen Quartier werden die Dächer als blau-grüne Solardächer aktiviert. Das Regenwasser wird gesammelt, gespeichert und verdunstet. Biodiversität wird durch Bienenweiden, Hecken und Streuobstwiesen gefördert und sichtbar gemacht. Der Steg leitet als Forschungspfad durch das zukunftsorientierte Quartier. Dort können Kinder naturnah spielen und Beziehungen zwischen sich selbst und ihrer Umwelt erforschen. Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen kann bereits im Kindesalter erlernt werden.

    Idee
    2020
    Bremen
    Deutschland
  • Schwammstadt Hefei: Fünf Landschaften - ein Park.

    Wenn aus einem Park ein Erlebnis wird.

    Aufbauend auf dem Masterplan für die Schwammstadt Hefei haben wir uns als nächstes mit einem der vier großen Parks beschäftigt. Das entstandene Profil soll als Musterplanung für die übrigen Zonen dienen.

    Im Zentrum des in fünf unterschiedliche Bereiche unterteilten Parks steht der Fluss, der als charakteristisches Element der Schwammstadt integriert wird und von zentraler Bedeutung ist. Er fungiert als Auffangbecken für Niederschlag und Hochwasser jeglicher Art und trägt so zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei.

    Je nach Wetter und Jahreszeit mutet der Park folglich anders an und scheint sich selbst immer wieder neu zu erfinden. Lässt das Wasser aus beiden Seiten der Stadt kommend den Fluss anschwellen, wird der Park beispielsweise zu einem stehenden Gewässer.

    Als zentrales Element im Park selbst sind die vielen Pflanzen und Bäume, die bereichsweise einen ganzen Stadtwald bilden, anzusehen. Teilweise, wie im Bereich des Öko-Ufers, wird hier sogar die bereits vorhandene Vegetation integriert und erlebbar gemacht. Neben so entstehenden schattigen Orten und einer hohen natürlichen Biodiversität, gibt es einen weiteren klimaaktiven Aspekt: Die Bäume halten das gespeicherte Wasser in der Nacht, das sie tagsüber tröpfchenweise in die Luft abgeben und tragen dadurch zur Senkung der Temperatur bei.

    Während es auf der einen Seite Flächen für Versammlungen und Veranstaltungen mit großen Sonnendächern für beispielsweise einen Markt gibt, existieren entlang der urbanen Wasserkante mit weitläufigem Boulevard mehrere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. So gibt es Bootsanlegestellen, ein Amphitheater im Wasser, eine Vielzahl an Cafés oder ein eigens geplantes Schwimmbad.

Eine ganz andere Art der Landschaftsgestaltung stellt das Wetland (Feuchtgebiet) dar. Zusätzlich zu Bereichen mit Retentionsbecken, die ähnlich fungieren, wird das Wasser hier langsam versickert und gereinigt, die Kanalisation dadurch entlastet.

    Um die Nutzung eines Fahrrades statt des Autos schmackhaft zu machen, wurde ein Radschnellweg von Nord nach Süd geplant und durch querverlaufende Wege eine Vernetzung des östlichen und des westlichen Wohnquartiers gewährleistet. 

    Die Vielfalt der entworfenen unterschiedlichen Bereiche beantwortet jeden Aspekt und jede Frage, die der öffentliche Raum erfüllen kann.

    Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unser Video über das Projekt auf CFTV.

    im Bau
    Hefei / Anhui, China
    China
  • Schwammstadt Hefei

    Wie kann nachhaltige Stadtentwicklung in China mit besonderem Fokus auf das Schwammstadtprinzip aussehen?

    Das Leuchtturmprojekt Schwammstadt Hefei setzt vollends auf dezentrale Entwässerung, die dazu führen soll, der Hochwasserproblematik und den zukünftig immer stärker werdenden Extremwetterereignissen eine Antwort entgegenzustellen. Unser Augenmerk lag dabei auf den geplanten Parks als zentralen und profilgebenden Elementen der Stadt, die zum "grünen Wohnzimmer" der zukünftigen Bewohner avancieren.

    Niederschwellig und barrierearm zugänglich, werden die Angebote der Wohnnachbarschaften hier ergänzt und das für China bisher untypische informelle Treffen gefördert. Erreicht wird dies durch das gezielte Einsetzen durch beispielsweise großzügige Sitzkanten, frei bewegliches Mobiliar oder auch Picknickwiesen.

    Mit dem Ziel eine Metropole mit geringem klimatischen Footprint und kleinem Impact auf lokale Ökosysteme zu schaffen, entstehen vier große Parks mit großen unversiegelten Flächen. Das besondere Schwammstadtprinzip sieht dabei vor, mit, statt gegen das Wasser zu arbeiten und es als charaktergebendes Element Hefeis zu implementieren. Dies hilft der grün-blauen Stadt bei der Regulierung des Klimas - vor allem in den sehr heißen Sommermonaten.



    Unsere Argumentation der Integration des ansässigen Flusses, der ursprünglich an der Stadt vorbeigeführt werden sollte, lässt neben der genannten klimatischen Vorteile noch einige weitere Mehrwerte für die Stadt entstehen.

    Die vier entstehenden Parks erhalten jeweils eine ganz eigene Gestaltung abhängig vom entsprechenden Abgrenzungsgebiet. So dient beispielsweise die Anlage im Westen mit vielen angrenzenden Bürogebäuden vor allem als Erholungsort in Arbeitspausen auf der einen und als erweitertes Konferenzzimmer mit Möglichkeiten für flexibles Arbeiten auf der anderen Seite.

    Das Projekt soll nicht nur räumliche Qualitäten bieten und städtische Räume schaffen, die die soziale Interaktion im kulturellen Leben fördern, sondern auch als innovatives hydrologisches System dienen, um die Stadt bei extremeren Wetterbedingungen zu schützen und somit eine nachhaltige Stadtentwicklung sicherstellen.

    Als Ergebnis aller im Einklang stehenden Konzepte bildet Hefei eine reich vernetzte Stadt mit unterschiedlichen Biotopen und Parks, die mit der sozialen Infrastruktur zusammen funktionieren und einen qualitativ hochwertigen Lebensraum für das neue China schaffen.

    Schauen Sie sich hier gerne an, wie wir bei der Planung des ersten Parks vorgegangen sind.

    in Bearbeitung
    Hefei / Anhui
    China
  • TVET Campuserweiterung Masar

    Der TVET Campus besteht aus drei verschiedenen Berufs- und technischen Schulen verschiedener Fachrichtungen mit zugehörigen Wohnunterkünften für Schüler*innen und Lehrer*innen. Der Masterplan zur Erweiterung des Campus zielt darauf ab, die drei Schulen durch neue gemeinsame Innen- und Außenräume miteinander zu verbinden, die eine qualitative Grundlage für gelungene Interaktion und Kommunikation fördern.

    Wesentlich beim Entwurf der neuen Gebäude sowie der Außenräume war die Anpassung an das lokale Klima. Die Platzierung der Gebäude, die Gestaltung der Fassaden, kühlende und Schatten spendende Elemente sowie das Wassermanagementsystem des Campus wurde spezifisch hierfür zugeschnitten, um angenehme Innen- und Außenräume zu schaffen.

    Ein zentraler Platz und die reiche Bepflanzung von Bäumen verbinden alle wesentlichen Funktionen des Campus und schaffen qualitativ hochwertige Außenräume. Eine Multifunktionshalle ermöglicht sportliche und soziale Aktivitäten und Veranstaltungen für alle Schüler*innen. Ein Kindergarten im Herzen des Campus schafft einen sicheren Ort für Kinder zum Spielen und Lernen. Gemeinsam mit der Gestaltung des Außenraumes leistet dies einen Beitrag zur Inklusivität des Campus für verschiedene Nutzer*innen.

    abgeschlossen
    Masar-i-Sharif
    Afghanistan
  • Tannenberg Quartier

    Das Tannenberg-Quartier zeichnet sich durch einen markanten baulichen Rahmen aus, der eine klare Mitte formt und das Quartier vor Verkehrslärm schützt. Ein eigenständiges Ensemble. In den Bestand integrierend wirken die Eingänge und Blickbezüge in das Quartier. Das Wegenetz schafft mehrere Anknüpfungspunkte zur Kleingarten-Anlage und in die westlich gelegenen Nachbarschaften: Der Gumbinnenweg wird mit seiner markanten Baumreihe zum Hauptverbinder für Fuß- und Radverkehr. Private Gärten und umlaufende Gartenwege bilden anschlussfreudige Übergänge zu den privaten Gärten der benachbarten Wohngebäude und den Kleingärten (Klönschnack am Zaun). Die großzügigen Freiräume mit dichtem Baumbestand („Hain") und die diversen Gartenareale prägen den Charakter des Quartiers wesentlich: Hier wohnt man „gärtnerisch grün".

     

    Idee
    2020
    Bremen
  • Perspektivplan Freiburg

    Freiburg ist eine wachsende Stadt, in der immer mehr Menschen leben wollen. Wie kann die Stadt sich nachhaltig weiterentwickeln? Der Perspektivplan Freiburg zeigt Wege für die räumliche Entwicklung der Stadt Freiburg in den nächsten 10-15 Jahren auf. Dabei wird Bebauung und Freiraum immer zusammen gedacht und entwickelt. Basierend auf einer differenzierten (GIS)-Strukturanalyse werden bisher unentdeckte Potenziale sichtbargemacht, Entwicklungsstrategien aufgezeigt und mithilfe von Szenarien ein zukünftiges Raumbild mit Strukturplan entwickelt. Entstanden ist der Perspektivplan in einem kooperativen Prozess, an dem unterschiedliche Gruppen der Stadtgesellschaft, die Verwaltung, die Politik und die Öffentlichkeit gemeinsam intensiv gearbeitet haben.

    www.perspektivplan-freiburg.de

    abgeschlossen
    2017
    Berliner Allee 1
    79114 Freiburg im Breisgau
    Deutschland
  • Lune Delta°...im Kreislauf konzipiert

    In Anlehnung an die Cradle to Cradle Philosophie bildet das Lune Delta eine Wirtschaftsstruktur, die auch nach Ablauf der Nutzungsdauer einen gestalterischen, ökologischen und sozialen Mehrwert bringt. Das nachhaltige Gewerbegebiet basiert auf folgenden Prinzipien: 1. integral: Die Struktur fügt sich in vorhandene übergeordnete Strukturen ein, entwickelt sich aus ihnen und nutzt sie. 2. bedarfsgerecht: Unterschiedlichste Bedarfe werden über das Initialcluster gedeckt. Das Grabensystem bildet Ökosysteme aus und Flächen für Commons werden zur Verfügung gestellt 3. divers: Freiraumsysteme und Branchenmix lösen den Widerspruch von gewerblicher Nutzung und Landschaftsraum auf und fördern kreative und soziale Vielfalt. 4.zirkulär: Gebäude, Freiraum und Infrastrukturen funktionieren in Stoffkreisläufen, unterstützen technische oder biosphäre Prinzipien und passen sich gestalterisch und funktional an. 5. erneuerbar: Die Nutzung erneuerbarer Energien erfolgt im Mix. Die Anlagen sind lokal, formal sowie infrastrukturell angeschlossen. 6. orchestriert: Die kooperative Entwicklungsgesellschaft Lune-Delta steuert Prozesse, stellt Synergien her und fördert die Kommunikation.

    in Bearbeitung
    2017
    Luneplate
    27572 Bremerhaven
    Deutschland
  • Düsseldorfer Mosaik

    Wie kann Düsseldorf auf den demographischen Wandel reagieren? Wer spielt bei aktuellen Stadtentwicklungsprozessen welche Rolle? Wo kann bezahlbarer Wohnraum entstehen? Wie weit ist die freie Landschaft, der nächste Spielplatz entfernt? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen die Bürgerschaft Düsseldorfs. Das „Raumwerk D", das sich parallel zu dem „Mobilitätsplan D" entwickelt, soll für solche Fragen gemeinsam erarbeitete Antworten liefern. Das in diesem Rahmen ermittelte Raumbild ist kein Plan im herkömmlichen Sinne. Es orientiert sich am heutigen Zustand der Stadt- und Landschaftsräume und hebt strukturgebende Elemente hervor. Es markiert identitätsbildende Orte, sowie stadtgliedernde Strukturen, die wichtige Funktionen für die Orientierung übernehmen. Darüber hinaus markiert es räumlich bildhaft die Qualifizierung und Profilierung der Stadträume und die Schwerpunkte der Stadtentwicklung. Die Teilnehmer*Innen des Dialogprozesses haben das Raumbild mit inhaltlichen und darstellungsbezogenen Vorschlägen angereichert und präzisiert.

     

    https://www.duesseldorf.de/stadtplanungsamt/stadtentwicklung/raumwerkd.html

    in Bearbeitung
    2019
    Düsseldorf
    Deutschland
  • Transballkanike Straßenregeneration

    Mit dem wachsenden Bedarf für Staßenraum wird die Transballkanike eine der Hauptarterien Vloras werden, die das Zentrum mit der Autobahn und dem Hafen verbindet.

    Derzeit wird der Straßenraum durch motorisierten Verkehr dominiert. Klare Strukturen zur Erschließung von Gebäuden und für die Mobilität von Fußgängern und Radfahrern gibt es nicht. Für den Entwurf wurden vier Prinzipien als leitende Elemente entwickelt, um den Straßenraum lebenswerter und multifunktionaler zu gestalten. Das durchgängige Profil enthält einen verdichteten Baumbestand für optisch gefasste Räume und mehr Schatten.

    Die Verbindung zu den angrenzenden, mittelgroßen Straßen wird verbessert, während kleine Straßen sowie Gebäude über sekundäre Spuren erschlossen werden. Hauptnutzer dieser Wege sind Fußgänger und Fahrradfahrer, aber auch von Autos und Kleintransporter können sie benutzt werden, um Kurzzeitparkplätze zu erreichen. Langzeitparken wird, versteckt, auf der Rückseite von Gebäuden ermöglicht. Über die gesamte Länge der Straße werden "Möbelinseln" platziert, um eine Vielzahl von Funktionen im öffentlichen Raum unterzubringen. Baulücken werden mit Pocket-Parks mit altersspezifischen Programmen gefüllt.

    abgeschlossen
    Vlora
    Albanien
  • Seelze Süd, Landschaf(f)t Stadt

    Seelze Süd zeichnet sich durch starke Freiraumbezüge und klar definierte urbane Räume aus. Das vor dem Hintergrund von Klimakrise und Ressourcenknappheit nachhaltig entwickelte Quartier vermittelt zwischen bestehendem Siedlungskörper, trimodaler West-Verkehrsachse und offener Landschaft. Eine der herausstechenden Besonderheiten: 80% der Baublöcke verfügen über direkte Bezüge zu Feldfluren, Wäldern oder naturschutzfachlich hochwertigen Bereichen.

    Im spannungsvollen Kontrast zum Landschaftsbezug steht die urbane Mitte als vermittelndes Element zur bestehenden Siedlungsstruktur und als Eingang zum Quartier. Im direkten Kontakt zum Gewässer befinden sich hier Quartiersplatz, Einzelhandel, Gesundheitszentrum, Kita, Spielplatz, Co-Working-Spaces, betreutes und studentisches Wohnen sowie Sonderwohnformen.

    Bebauung
    Eine eng mit der Landschaft verzahnte Siedlungsstruktur ist für das neue Quartier zentral. Die Baustruktur richtet sich konsequent zur offenen Landschaft aus und zieht diese somit tief ins Innere. Um die wertvolle Ressource Boden zu schonen sind die zu bebauenden Flächen geringgehalten und mit einer relativ hohen Dichte versehen. Eine wirtschaftliche Bebauung ist somit gewährleistet. Sofern die Dachflächen nicht als Terrassen oder Gärten genutzt werden, dienen sie der Energiegewinnung und sind zur Beförderung von Artenvielfalt, Mikroklima bzw. zur Regenwasserrückhaltung intensiv begrünt.

    Freiräume
    Drei große Landschaftstaschen sind vielfältig programmiert: Von idyllischer Schmetterlingswiese, über einen kleinen See mit Sandstrand bis hin zur BMX-Bahn, bleiben keine Wünsche offen. Am Eingang des Quartiers befindet sich zusätzlich der wichtige Quartiersplatz als Begegnungsstätte.

    Lärmschutz
    Um vor den im nordöstlichen Bereich zu erwarteten 65 dB(A) in der Nacht Schutz zu gewähren, wird auf eine weitgehend geschlossene Bebauung im Norden und Osten gesetzt. Die gewählte U-Form ermöglicht dabei die Schaffung von gut geschützten Innenhöfen, die für Außenwohnbereiche vorgesehen sind. Darüber hinaus ermöglicht die generelle Anordnung der Gebäude eine zusätzliche Geräuschabschirmung.

    Idee
    30926 Seelze
    Deutschland
  • Campus als Quartier

    Der neue Quartierscampus bildet eine wertvolle innerstädtische Schnittstelle zwischen der West- und Südstadt aus, die durch eine gezielte Revitalisierung und Nachverdichtung die Bildungslandschaft Heidelbergs nachhaltig ergänzt und bereichert. Ziel ist die Verknüpfung der Freizeit- und Bildungseinrichtungen und eine sinnvolle programmatische Erweiterung durch Wohnen, Arbeiten und Versorgung für ein diversifiziertes und lebendiges Quartier. Das grüne Freiraumband mit seinen wertvollen Biotopstrukturen und eine auf die Nahmobilität ausgerichtete Nord-Süd-Verbindung verknüpfen das Quartier mit der Umgebung. Übergeordnete Entwicklungsprinzipien fokussieren die nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen und sorgen für die Entstehung integrierter und lebendiger Lern- und Lebensräume.

    „Bildung geschieht überall – in der Familie, mit Gleichaltrigen, in der Freizeit und in der Schule. Eltern, Schule, Tagesstrukturen, Vereine – sie tragen alle zu einer ganzheitlichen Bildung bei." (Bildungslandschaft Schweiz)

    Idee
    2019
    Heidelberg
    Deutschland
  • Bergviertel Krampnitz, durchgrünt I belebt I bewegt

    Ausgehend von einer starken Landschaft und wertvollen historischen Strukturen entsteht mit dem neuen Bergviertel ein zukunftsweisendes und Identität stiftendes Quartier. Ein Quartier, das vor dem Hintergrund von Klimakrise und Ressourcenknappheit nachhaltig entwickelt wird und einem breiten Bevölkerungsquerschnitt als Lebensmittelpunkt dient. Eine kleinteilige und vielfältige Dichte schafft einen lebendigen Ort, geht schonend mit Ressourcen um, nutzt Infrastrukturen effizient und setzt voll und ganz auf die Mobilität der Zukunft– den Umweltverbund.

    Kleine und große Wohnungen im selben Haus sorgen für soziale Vielfalt, Generationenwohnen verbindet Jung und Alt, Baugruppen und gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte ermöglichen selbstbestimmtes Wohnen und die Kombination von Wohnen und Arbeiten reagiert auf den Trend, Freizeit und Arbeit sowie Beruf und Familie stärker zu verschränken. Starke und vielfältige Freiräume, die im differenzierten Kontakt zur Bebauung stehen, binden all das zusammen und ermöglichen Nutzungen von gemeinschaftlichem Gärtnern über Sport- und Freizeitbetätigung bis hin zu großzügigen Landschaftserfahrungen.

    in Bearbeitung
    2021
    14476 Potsdam
    Deutschland
  • Münchner Nordosten

    Ein Dorf und seine Kirche. Hybride Mehrgeschosser im Mosaik aus Plätzen, Gärten und Feldern. Eine Wasserlandschaft mit Alpenblick. Wechselseitige Bezüge und weiche Übergänge erleichtern das Zustandekommen von Diversität und einer gemischten Stadt mit vielfältigen Akteuren. Ein Spannungsfeld zwischen Anonymität und Gemeinschaft, zwischen zentraler S-Bahn und historischen Dorfplatz, zwischen Arbeitswelt und Acker.
    München Nordost verbindet die Sehnsüchte nach Stadt, nach Ländlichkeit und Wasser. Entlang der vorhandenen und kommenden Infrastrukturen (S-Bahn+U-Bahn) entstehen dichte, urbane und nutzungsdurchmischte Quartiere, welche als Herzen des Entwurfes den Raum gliedern. Sie sind der kraftvolle, aber reaktionsbereite Partner im spannungsvollen Wechselspiel von Stadt und Land.

    Wie kann starkes städtisches Wachstum mit dörflichen Strukturen in Einklang gebracht werden? Eine Frage, die heutzutage immer wichtiger wird.

    Im Nordosten Münchens haben wir unseren Plan auf die bestehenden Dörfer ausgerichtet, was bedeutet, dass entlang der vorhandenen und zukünftigen Infrastruktur (S-Bahn + U-Bahn) neue dichte, städtische und gemischt genutzte Viertel wachsen, die den Raum strukturieren. Auf diese Weise fügt sich ein Bezirk mit 30.000 Einwohnern nahtlos in die Umgebung ein.

    Ein Dorf und seine Kirche. Hybride mehrstöckige Gebäude in einem Mosaik aus Plätzen, Gärten und Feldern. Eine Wasserlandschaft mit alpiner Aussicht. Gegenseitige Referenzen und sanfte Übergänge fördern die Entstehung von Vielfalt und einer gemischten Stadt verschiedener Akteure. Ein Spannungsfeld zwischen Anonymität und Gemeinschaft, zwischen zentraler S-Bahn und historischem Dorfplatz, zwischen Urbanität und Dörflichkeit.

    Idee
    2019
    81929 München
    Deutschland
  • Von Bergedorf zu BergeDörfern

    Bergedorf West ist mit den typischen Herausforderungen einer 1950er / 1960er Jahre Wohnsiedlung konfrontiert: Wenig genutzte Freiflächen, monotone Gebäudestrukturen ohne Mitten und Orientierungspunkte sowie unzureichende Ausrichtung auf Fuß- und Radwegeverkehr.

    Um Bergedorf zukunftsfähig zu machen wird die Siedlung neu strukturiert und programmatisch aufgemischt. Zwei Freiraumbänder – 1x „Bachband", 1x „Baumband" – gliedern die Siedlungsstruktur in Ost-West-Richtung: „Aus Bergedorf werden Bergedörfer." Neue innovative Gebäudetypen reichern die drei entstehenden Teilräume an. Sie erhöhen den Nutzungs- und Wohnungsmix, stärken durch öffentliche und gemeinschaftlich genutzte Erdgeschosse das Quartiersleben und bilden lebendige Treffpunkte innerhalb der drei Nachbarschaften aus. Die gliedernden Freiraumbänder verbinden die drei Bergedörfer, bieten Sport- und Erholungsorte und sorgen gleichzeitig für die Klimatisierung, das Regenwassermanagement und die Stärkung der Biodiversität.

    Idee
    2019
    21033 Hamburg
    Deutschland
  • Raum.Perspektive.Würzburg

    Die „Raum.Perspektive.Würzburg." bildet die Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans. Der Fokus liegt dabei auf dem konkreten Raum, denn nur hier lassen sich konkurrierende Raumansprüche überprüfen, abwägen und priorisieren. Basierend auf vielfältige Fachanalysen, Ortserkundungen und facettenreichen Beteiligungsformaten entsteht ein planerischer Instrumentenkoffer aus Raumbild, Gebietstypologie, Raumbezügen, Entwicklungsschwerpunkten und synthetischen Zukunftsperspektiven. In der Summe ergibt das ein strategisches Raumbild für die Gesamtstadt, das einerseits ein starkes Gerüst bildet und andererseits flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren kann. Aus diesen Rauminformationen leiten sich sehr konkrete strategische Entwicklungsziele für den FNP ab, die bereits Flächenkonkurrenzen und widersprüchliche Anforderungen in Einklang gebracht haben.

    abgeschlossen
    2019
    97070 Würzburg
    Deutschland
  • Quartierslandschaft Dietenbach

    Wie wird aus einem neuen Stadtteil ein pulsierendes Zuhause?

    Der charaktervolle Landschaftsraum von Freiburg mit den vielen umliegenden Bergen dient als maßgebende Grundlage für den neu gestalteten Stadtteil Dietenbach. Die vier entstehenden Quartiere werden von einem Ring-Boulevard verbunden. Im Kontrast zu den großzügigen Freiflächen, die als entschleunigte Bewegungs- und Erholungsräume dienen und einen wesentlichen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten, findet hier das pulsierende Leben statt. Die neue Stadtteilmitte dient als verklammerndes Versorgungszentrum und gemeinschaftlicher Bezugspunkt mit symbolischer Zentralität. Neben den 5.500 Wohneinheiten entstehen auf den 108 ha Fläche auch neue Arbeitsplätze und Schulen, die das neue Lebensumfeld komplettieren.

    Einbindung in den stadträumlichen, funktionalen und landschaftlichen Kontext

    Die neue Quartierslandschaft Dietenbach wird von der Landschaft, vor allem dem namensgebenden Dietenbach, strukturiert.

    Die entstehenden Freiräume sichern die Frischluftversorgung und ein stabiles Mikroklima. Der ehemalige Flussverlauf des Käserbaches ist landschaftlich reaktiviert und dient als teilgemeinschaftlich genutztes Gartenland. Im Bereich des Schul- und Sportcampus nimmt dieser Bereich auch öffentlich nutzbare Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereiche auf.

    Als Kontrast dazu bietet die neue Stadtteilmitte als gemeinschaftliches Versorgungszentrum Raum für Wochenmärkte, Stadtfeste, Außenbereiche für die Gastronomie und Wasserspiele. Auch existieren Einzelhandel, gastronomische Angebote sowie Dienstleistungen. Die Baufelder der kompakten Quartiere adressieren unterschiedliche Marktsegmente. Die Vielzahl an Baufeldgrößen, Gebäudehöhen, Gebäudetypen und Lagen hält einen großen Typologiemix bereit und bietet somit Angebote für unterschiedlicher Zielgruppen.

    Mobilitätskonzept
    Das Mobilitätskonzept verfolgt das Ziel, den Kfz-Verkehr, den Besitz von Pkw und die Anzahl an Pkw-Stellplätzen zu reduzieren. Damit wird ein wichtiger Beitrag für ein attraktives Wohnumfeld, bezahlbaren Wohnraum und einen umweltfreundlichen Verkehr geleistet. Dies wird erreicht, indem einerseits attraktive Angebote für den Fuß- und Radverkehr, den öffentlichen Verkehr mit Stadtbahn sowie für CarSharing und E-Mobilität geschaffen werden und andererseits das Parken in Quartiergaragen an weniger empfindlichen Standorten erfolgt, die bis zu 200m von den Wohnungen entfernt liegen.

    abgeschlossen
    2018
    79114 Freiburg im Breisgau
    Deutschland
  • Revitalisierung Guitanghe

    Der Fluss Guitanghe birgt in seinem Ist-Zustand komplexe Problematiken für die städtebauliche Entwicklung Changshas. Zukünftig soll er als zentrale und lebendige Lebensader in der Stadt herausgearbeitet werden und in seiner ökologischen, stadträumlichen sowie sozialen und kulturellen Bedeutung erheblich gesteigert werden.


    Ausgehend von der Hochwasserproblematik und unterschiedlichen Pegelständen des Guitanghe ergibt sich ein darauf dynamisch reagierender Städtebau, der das Wasser als Variable in der Dimensionierung und Programmierung von Räumen mitdenkt. Ein städtebauliches Experimentierfeld entsteht, wo innovative was-serwirtschaftliche und städtebauliche Konzepte ineinandergreifen und der wachsenden Stadt eine ambitionierte, positive und zukunftsgerichtete Perspektive geben.


    Dem Fluss soll somit als zentrales und lineares Zentrum der Stadt eine große Bedeutung zukommen und bietet die Chance, neben wasserwirtschaftlichen Maßnahmen gleichzeitig städtebauliche Verbesserungen vorzunehmen und Changsha über vom Fluss ausgehende grüne und blaue Adern sowohl innerstädtisch als auch in die Außenbereiche zu vernetzen. Somit wird gesichert, dass der Guitanghe als grüne Lunge das städtische Ökosystem stärkt und der Stadt Changsha durch Naherholungsorte sowie die soziale und kulturelle Infrastruktur eine neue Identität verschafft.

    abgeschlossen
    2019
    Changsha
    China
  • Hochhausensemble Kurfürstenstraße | An der Urania

    Die Stadt Berlin zeichnet sich durch isolierte Hochhausspitzen aus, die zwar in die Höhe ragen aber wenig Verbindung zueinander aufbauen. Das unstrukturierte Wolkenkratzerkonfetti bildet somit die entgegengesetzte Position zur klar definierten Perimeterblockentwicklung. Das Tor zum Verdichtungsraum der City West ist heute von groß dimensionierten Verkehrsräumen gepägt. Das Werkstattverfahren hatte zum Ziel, ein Gesamtkonzept für vier in Beziehung stehende Grundstücke am Kreuzungsbereich Kurfürstenstraße / An der Urania zu entwickeln.

    Unser Entwurf sieht auf den Grundstücken je zwei bis drei Hochpunkte vor. Inspiriert und abgeleitet aus der vielfältigen Bebauung in der Umgebung werden die Baumassen auf mehrere Volumina aufgeteilt und in ihrer Höhe und Breite variiert. Die Konzeption setzt auf die Fortführung der vielfältigen und anspruchsvollen Stadtstruktur bei gleichzeitig hoher Grundstücksauslastung. Dabei vermittelt er vielfältig zwischen den großen und kleinen Maßstäben und den inneren und äußeren Räumen. Die Verteilung der Baumasse auf abwechslungsreiche Hochpunkte macht die Gebäude resilient und leistungsfähig. Dabei schafft die Verteilung der Nutzungen über unterschiedliche Zielgruppen und Tageszeiten einen lebendigen Ort und macht ihn für verschiedene Bewohner der Stadt relevant.

    Durch die Betonung der Kreuzung als urbanem Hotspot mit hoher Dichte wird ein neuer Standort mit besonderer Zentralität und ausgeprägter städtischer Prägnanz geschaffen.

    Idee
    2018
    Berlin
    Deutschland
  • Monheimer Band

    Die Stadt Monheim am Rhein suchte im Rahmen des Gutachterverfahrens nach Konzepten für die Transformation des Einkaufszentrums Monheimer Tor und seiner Umgebung, die die Monheimer Innenstadt mit dem südlich angrenzenden Berliner Viertel verbinen.

    Der Grundgedanke des Entwurfs ist eine neue urbane Achse, die die zwei ungleichen Hälften Monheims verbindet und neue urbane Räume, in Form von zwei Plätzen mit unterschiedlichen Charakteren, hinzufügt. Neue Baukörper bilden gemischte Stadtbausteine, bei denen flexibel nutzbare Sockelgeschosse mit Wohn- und Büroflächen kombiniert werden. Das Einkaufszentrum wird teilweise korrigiert und an der Südseite überbaut, sodass neue Ein- und Durchgänge geschaffen werden.

    Der Entwurf unterstreicht die städtischen Ambitionen Monheims. Dem drohenden weiteren Flächenverbrauch und damit wachsendem Mobilitätsbedarf wird ein Konzept entgegengesetzt, dass auf innerstädtische Verdichtung und Nutzungsmischung zielt.

    Idee
    2018
    Rathausplatz 20
    40789 Monheim
    Deutschland
  • Rosenstein entfalten

    Der Entwurf vervollständigt die Stuttgarter Innenstadt. Wie in einem Mosaik fügen sich drei neue Quartiere in die bestehende Situation ein. Sie bilden eine Erweiterung des Stadtteils mit starkem und eigenem Charakter. Die drei neuen Quartiere nehmen strukturell Bezug auf ihre Nachbarn und bilden mit jeweils eigenen „Mitten" starke Identitäten aus. Das gemeinsame „Urbangrüne Band" vermittelt das Innere des Stadtteils mit der Umgebung und bildet einen gemeinsamen Begegnungsort. So wird die Barriere des Gleisbogens abgebaut und in einen neuen zentralen Freiraum mit innerer grüner Lunge überführt. Im neuen östlichen Stadtteil-Saum trifft der historische Park auf vermittelnde Landschaften sowie vielfältige Freizeitangebote und schließlich auf den neuen Stadtteil. Einen zentralen Baustein im Mosaik Rosenstein bilden die großen Schulcampi, welche als Gelenke zwischen den neuen Quartieren vermitteln und den freiräumlichen „Saum" mit dem „Urbangrünen Band" verknüpfen. Der Entwurf wird so in das großräumliche Grünsystem von Stuttgart einbezogen. Dabei wird gleichzeitig die Verbindung zum Neckar und nach Bad Cannstatt sowie die Vernetzung in die Gesamtstadt wesentlich gestärkt.

    Idee
    2018
    Stuttgart
    Deutschland
  • Gartenstadt 21. grün–urban–vernetzt.

    Im Stadtrand steckt das Versprechen nach Wohnen mit Landschaftsbezug, von „viel Platz" und offenen, informellen Nutzungsstrukturen wie auch die Kritik an Nutzungsarmut und Langeweile. Wie kann eine „Urbanität im Grünen" real werden, die sich vielfältiger, dichter, sozial gemischter, produktiver geriert und dabei die besondere Situation des Stadtrands aufgreift? Realisierbare Optionen entstehen dann, wenn räumliche Prinzipien, spezifische Raumqualitäten mit Prozessen, Strukturen und Akteure, die Stadt produzieren, zusammengebracht und -gedacht werden. Der Planungsansatz für die Gartenstadt21 bezieht seine Themen, Konzepte und Strategien stets aus dem Kontext. Anhand von vier Beispielräumen wird illustriert, wie durch kontextuelle und strategische Vernetzung von Räumen
    und deren Qualitäten, von lokalen Kompetenzen, Programmen und Förderstrukturen sich Entwicklungsperspektiven einer Gartenstadt21 aufbauen lassen. Szenarische Entwürfe bilden zusammen mit den strategischen Stories die Basis um städtebaulich-freiräumliche Qualitäten und Prozessebenen zu veranschaulichen und mit den Akteuren diskutieren zu können.

    Am Report 'Gartenstadt 21', Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 

    abgeschlossen
    2017
    Am Markt 21, 28195 Bremen, Duitsland
    Bremen
    Deutschland
  • Zhuhai Floating City

    Die Stadt Zhuhai wächst. Dieses Wachstum gilt es vor dem Hintergrund des Klimawandels mit Landschaft und Gewässern in Einklang zu bringen. Ziel ist es, den Eingriff in die Natur aus ökologischen und ökonomischen Gründen möglichst gering zu halten und dabei die Chance zu nutzen, eine hohe Lebensqualität in der Stadt zu schaffen.

    Das Schwammstadt-Prinzip bietet sich hierfür als geeignete Strategie an: Vielfältige Gewässersysteme zur Regulierung von Tiden, über die Ufer tretenden Flüssen und Starkregenereignissen werden nicht nur in die Stadtstruktur integriert, sondern bieten gleichzeitig vielfältige Freizeit-und Erholungsangebote. Die Schwammstadt-Prinzipien in Kombination mit lokalen Landschafts- und Gewässerprägungen, bestehenden Bebauungen und vorhandenen Planungen lassen eine unverwechselbare Stadtlandschaft entstehen. Um dies zu erreichen, entwickelt das Projekt eine Stadttypologie und unterschiedliche Uferstrategien als vielfältig einsetzbare und übertragbare Werkzeuge für die zukünftige stadträumliche Planungen.

    abgeschlossen
    2016
    32 Weiji Rd, Xiangzhou Qu, Zhuhai Shi, Guangdong Sheng
    519020 Zhuhai, Guangdong
    China
  • Yueyang. Besseres Wasser - Bessere Stadt

    Yueyang ist eine wachsende Großstadt in der chinesischen Provinz Hunan. Ziel des in Zusammenarbeit mit Experten der Hydrologie, Wasserbewirtschaftung und Gewässerökologie, sowie Landschaftsplanern entwickelte Masterplan ist es, im Zuge der Verbesserung der Wasserqualität die stadträumliche Entwicklung neu zu justieren.

    Der Masterplan analysiert die räumlichen und programmatischen Potenziale des Nanhu (Sees) und der umgebenden Stadt- und Freiraumstrukturen und entwickelt sie als blau-grüne Infrastruktur, die die Anbindung und Vernetzung verbessert und das Freiraumangebot der bisher stark versiegelten Stadt erweitert. Ein Katalog aus Schwammstadtstrategien gibt stadttypenbezogene Vorschläge für die städtebauliche Integration der Schwammstadtprinzipien. Ein Strukturplan führt die Strategien zusammen und zeigt für unterschiedliche Stadtteilprofile und Ufersituationen konkrete Umsetzungsmöglichkeiten.

    abgeschlossen
    2016
    602 Dongting S Rd, Yueyanglou Qu, Yueyang Shi, Hunan Sheng, China
    414000 Yueyang, Hunan
    China
  • Neue Energie. Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler

    Der Tagebau Garzweiler wandert innerhalb von Jahrzehnten in der Region Köln/Mönchengladbach/Düsseldorf. Autobahnen werden verlegt, Ortschaften abgebaggert, knapp 8.000 Menschen umgesiedelt. Eine ausgeräumte Landschaft ohne Geschichte(n) kennzeichnet die ehemaligen Abbaugebiete. ‚Neue Energie' ist Landschaft in Bewegung und setzt bewusst auf einen Entwicklungsprozess, der im Hier und Jetzt beginnt. Der fortschreitende Tagebau soll nicht länger monofunktional den Raum bestimmen, sondern durch räumlich und zeitlich vorgelagerte Projekte die Landschaft in jeder Phase attraktiv entwickeln.

    „Das Loch kapern" prägt die erste Entwicklungsphase: Dabei geht es nicht nur um die Erschließung des Abbaugebietes und seine Inszenierung als Faszinosum, sondern auch um einen Imagewechsel der Region. Im Weiteren wird eine grün-blaue Infrastruktur entwickelt, die als größter Park Europas das Tagebaugebiet umwebt. Eine Seilbahn „überfliegt" das Loch, macht es erlebbar und bindet abgehängte Ortschaften neu an. Nach Ende des Braunkohleabbaus werden große Flächen für Siedlungs-, Landschaft- und Gewerbeentwicklung frei: Ein Raum, der durch eine spannungsreiche Topografie mit neuartigen Bau-Freiraum-Strukturen geprägt sein wird.

    Idee
    2016
    41363 Garzweiler
    Deutschlamd
  • Cradle-to-Cradle Gewerbepark

    Das Konzept Cradle-to-Cradle (C2C, Michael Braungart et al.) basiert auf der Idee einer Kreislaufwirtschaft, in der Ressourcen nicht verbraucht, sondern kontinuierlich weiterverwendet werden. Wie sich dieses Konzept auf die Gewerbegebietsentwicklung übertragen lässt, erforscht die Machbarkeitsstudie im Rahmen des EU-Projektes C2C-BIZZ.

    Fokussiert werden die Formulierung von C2C-Planungsleitlinien für die Bereiche Gebäude, Freiraum und Infrastruktur sowie der Entwurf eines Strukturplanes für ein Testgebiet in Bielefeld. Vertiefend werden ein Energiesystem für das Gesamtgebiet entworfen und C2C-Prototypen für Gebäude und Freiraumsituationen. Es wird ein ganzheitlicher, interdisziplinärer Planungsansatz erarbeitet, der für die Planung neuer und die Transformation bestehender Gewerbegebiete eingesetzt werden kann. Die Studie ist Teil des INTERREG-IVB-Projektes „Cradle to Cradle Business Innovation & Improvement Zones. C2C-BIZZ". Gern stellen wir auf Anfrage die gesamte Machbarkeitsstudie zur Verfügung.

    abgeschlossen
    2014
    Am Niedermeyers Feld
    33719 Bielefeld
    Deutschland
  • ISEK Holzwickede

    Die Gemeinde Holzwickede hat in den letzten Jahren einige nutzungs- und infrastrukturelle Veränderungen erlebt, besonders die wirtschaftlichen Potenziale der Gemeinde dienen als Motor für zukünftige Entwicklungen. Dabei werden durch aktuelle Themen wie demografischer Wandel, neue Mobilitätskonzepte und die Nachfrage nach Bildungs- und Kulturangeboten weitere Kräfte und Handlungsfelder erkennbar, die einen weitergehenden Wandlungsprozess in Gang setzen werden. Diese Veränderungen sind eine Chance und erfordern zugleich eine strategische Steuerung des Prozesses. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept dient hierzu als zentrales Instrument. Es wurden ein Leitbild und Entwicklungsziele für den Gesamtort definiert und konkrete Handlungsoptionen aufgezeigt. Schwerpunktbereiche wie die Gemeindemitte und das nördliche Gewerbegebiet ECO PORT wurden identifiziert und ihre Entwicklungsoptionen skizziert. Ein Projektkatalog zeigt konkrete Maßnahmen und ihre Umsetzung auf. Durch die Partizipation der Bürgerschaft und die Beteiligung der Politik wurde die Voraussetzung für ein konsensfähiges Entwicklungskonzept geschaffen.

    abgeschlossen
    2016
    59439 Holzwickede
    Deutschland
  • Updating Nordweststadt

    Die Nordweststadt nördlich von Frankfurt braucht - wie viele Wohnsiedlungen der 1960er Jahre - ein Update der realbaulichen Substanz. Eine Umgestaltung, die heutige und zukünftige Ansprüche an urbanes Wohnen erfüllen kann. Unter dem Titel „Aufräumen. Nachbarschaften bilden. Identität stärken." werden integrative, transferfähige Gestaltungsmaßnahmen entwickelt, die mit dem Bestand arbeiten und schrittweise umgesetzt werden können. Dazu gehört das gezielte Lichten des Strauch- und Baumbestandes, die Neuordnung der Parkflächen, das Einrichten von Fuß- und Radwegen, die Gestaltung neuer öffentlicher Plätze, die Markierung von Nachbarschaftsclustern durch attraktive Grünflächen, das Einrichten von Mietergärten und ein Lichtkonzept.

    Die Wohnhöfe werden durch sogenannte „Lichtlauben" aufgewertet: Diese Kleinstarchitekturen verbinden Wohnhof und Tiefgarage über eine großzügige Treppe, die auf Hofebene in ein Podest mit Sitzstufen übergeht. Die „Lichtlauben" enthalten zudem einen kleinen Aufenthaltsraum, einen Außengrill, Wasser- und Stromanschluss und eine Fahrradwerkstatt. In der Dämmerung belichten die Lauben den Hof, tagsüber sorgen sie für eine einfache Bespielung der Wohnhöfe und stärken lebendige Nachbarschaften. Die Arrondierungsfläche wird durch grüne Finger strukturiert, an denen offen bebaute Wohnhöfe liegen. Ensembles aus Riegel, Punkthaus und Reihenhäusern bieten eine Vielfalt an Wohnformen an, die das bestehende Angebot der Nordweststadt zeitgemäß ergänzen.

    abgeschlossen
    2010-2014
    Gerhart-Hauptmann-Ring
    60439 Frankfurt a.M.
    Deutschland
  • Die multimodale Stadt / Ausbau Südschnellweg

    Anstatt einer trennenden Fuge mit hoher infrastruktureller Bedeutung kann entlang des Südschnellwegs eine durchgehende lebenswerte Stadt entstehen, die mit all ihren Funktionen, Räumen und Atmosphären multimodal ausbalanciert ist. Dazu gehört die Integration von Transiträumen, sowie das Zusammendenken von Freiraum und Bebauung und eine programmatische Diversität, die Synergien ermöglicht und flexibel auf Veränderungen reagieren kann. So gilt es, den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten, Barrierewirkungen und Lärm- und Abgasbelastungen abzubauen und innerstädtische Flächen zurückzugewinnen.

    Der gewählte Straßenquerschnitt in der Leinemasch minimiert die Eingriffe in den Landschaftsraum. Die Willmerstraße wird zur querbaren lebendigen Stadtstraße mit hohen Wohn- und Aufenthaltsqualitäten durch die Tunnellage des Südschnellweges ab der Schützenstraße. Östlich der Hildesheimer Straße entsteht mit dem "Tunnelpark" ein wertvoller Freiraum für die angrenzenden Stadtgebiete und dringend erforderliche, neue Wohnbebauung. Parallel werden nachhaltige Fortbewegungsmittel stark aufgewertet: Ricklingen und Döhren werden mittels Radschnellweg und tangentialer Bustrasse deutlich besser verbunden.

    abgeschlossen
    2015
    30519 Hannover
    Deutschland
  • Greater Helsinki Vision. Eight profiles, one unity

    Der Entwurf formuliert eine Vision und ein robustes Entwick­lungskonzept für den Großraum Helsinki, Finnland. Die Region wird global als Interface zwischen der EU und Russland positio­niert. Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Helsinki mit den Baltischen Zentren, Stockholm, Tallinn und St. Petersburg, um transnationale Verbindungen zu stärken. Der Großraum Helsinki wird in acht Kernbereiche mit jeweils charakteristischen programmatischen und räumlichen Profilen unterteilt. Diese beziehen wesentliche globale Entwicklungen (wie demografischer Wandel, Energieknappheit etc.) sowie beste­hende lokale Potentiale ein und fungieren als Leitmotive einer nachhaltigen Entwicklung: Globale Kompetenz und lokale Iden­tität werden gleichermaßen gesichert und gestärkt.

    Die spezifis­che urbane Form und Struktur jedes Kerngebietes unterstützen den programmatischen Fokus und generieren verschiedene Beziehungen zwischen urbanen und Landschaftsgebieten. Jedes Teilgebiet dieser Metropolregion bietet etwas Einzigartiges – so entsteht eine vielfältige Einheit nicht nur durch ein differenzi­ertes Transportsystem, sondern vor allem durch gegenseitiges Ergänzen.

    Idee
    2007
    Pohjoisesplanadi 11–13
    00170 Helsinki
    Finnland
  • Park City

    Das Gebiet des früheren Militärflughafens befindet sich am westlichen Stadtrand von Tirana – ein Bereich, der aufgrund seiner erstklassigen Lage nahe der Haupterschließungsachse der Innenstadt in den letzten Jahren stark entwickelt wurde. Der Entwurf umfasst ein Kernentwicklungsgebiet von 9ha sowie Entwürfe für zwei Parks: ‚Runway Park' auf der Fläche der alten Landebahn und das Auengebiet des Flusses Lana in Verlängerung des stadtprägenden Lana-Parks. Der vorgeschlagene städtebauliche Grundriss dient als Vermittler zwischen den beiden Grünräumen, macht diese zugänglich und verbindet sie, verstärkt sie aber gleichzeitig in ihren Besonderheiten. Die bauliche Struktur setzt sich aus drei Typologien zusammen: 4-geschossigen Riegeln, 12-geschossigen Türmen und 8-geschossigen ‚Urban Rocks'. Diese Mischung ermöglicht ein breites Spektrum an Lebensstilen und setzt der in Tirana vorherrschenden Typologie des offenen 9-geschossigen Blocks zukunftsfähige Alternativen entgegen.

    abgeschlossen
    2009
    rruga Abedin Rexha nr 167, Tirana 1033, Albania
    1000 Tirana
    Albanien
  • Grand Standing. Urbane Mitte Berlin

    Die Gebäudestruktur orientiert sich an den statischen Elementen Stütze, Rähm und Tor, sowie den im Minutentakt einfahrenden Bahnen. Die Fassaden der Viadukte der Linien U2 und S21 bilden eine natürliche Passage von der Luckenwalder Str. Richtung Stellwerk und dem Parkanschluss Süd. Dadurch lassen sich durch zeitgemäße Gewerbenutzungen für das Verkehrszentrum „Heart of the Stations" leicht aktivieren.

    In der Summe entsteht ein Unikat, mit einer besonderen Atmosphäre und Raumqualität für die Gleiszwischenräume und die Parkanlage. In Nord-Süd Richtung erstreckt sich die schmale, 17 geschossige Superstruktur über das gesamte Grundstück, schmiegt sich als Tribüne und Bühne an den Park und fügt sich in die heterogene Grundstücksstruktur zwischen ICE-Trasse und Stationen. Im Sockelbereich ermöglichen vier Tore die Durchfahrt der Bahnen und wesentliche Sichtbezüge in Nord-Süd sowie in Ost-West Richtung.

    abgeschlossen
    Berlin
    Deutschland
  • TXL Neustart. Integrale Systeme

    Der Flughafen Berlin Tegel wird geschlossen. In Zukunft wird TXL als hochwertiger Forschungs-, Gewerbe- und Industriepark mit dem Profil ‚Urbane Technologien' entwickelt werden. Ein strategischer Masterplan stellt die Grundlage für einen robusten, da flexiblen Planungsprozess. Entwicklungsleitlinien und ein umfangreiches Regelwerk sorgen für strukturelle, programmatische und gestalterische Qualität an strategisch wichtigen Teilräumen im Gebiet. Gleichzeitig werden für andere Bereiche freiere Entwicklungsoptionen gesichert. Quartiersprofile stellen vorhandene Potentiale der Teilräume heraus und stärken die spezifische Adressbildung und Identität.

    Ein ganzheitliches Energie- und Wasserkonzept unterstützt die zukunftsfähige Entwicklung: Biomasse, Geothermie, Windkraft und Photovoltaik liefern lokal generierte Energie. Grau- und Regenwasser werden lokal gesammelt, aufbereitet und wiederverwertet. Eine urbane Luftseilbahn verbindet den Standort mit dem Hauptbahnhof sowie der S-Bahnringlinie. Dabei stellt die Seilbahn nicht nur ein effizientes, nachhaltiges Transportmittel dar, sondern fungiert auch als Zeichen für zukunftsfähige Mobilität im Sinne des Standortprofils.

    abgeschlossen
    2012
    Saatwinkler Damm 62
    13627 Berlin Tegel
    Deutschland
  • Perspektiven Gütersloh

    In den vergangenen zehn Jahren sind in der Innenstadt von Gütersloh viele Lücken geschlossen und Bereiche städtebaulich aufgewertet oder durch Umstrukturierungen neu ausgerichtet worden. Mit dem Integrierten   Handlungskonzept soll nicht nur die städtebauliche Figur der Stadt weiter geschärft werden. Unter Beteiligung vielfältiger Akteure werden neue Perspektiven für eine langfristige Entwicklung der Innenstadt aufgezeigt und strategische Weichenstellungen vorbereitet, um die Innenstadt fit für sich wandelnde räumliche Anforderungen zu machen.

    Das integrierte Handlungskonzept definiert Leitziele für die Entwicklung und gibt konkrete konzeptionelle und gestalterische Vorgaben zu u.a. Nutzungsmischungen sowie freiraumplanerischen, verkehrlichen Aspekten. Diese Handlungsempfehlungen werden in einem strategischen Masterplan räumlich umgesetzt und verortet. Auf dieser Basis können in Zukunft Entwicklungen und Projektvorschläge geprüft und beurteilt sowie Einzelmaßnahmen abgeleitet werden.

    abgeschlossen
    2013
    Berliner Straße 70
    33330 Gütersloh
    Deutschland
  • Kurt-Schumacher-Quartier "Open Wild Tegel"

    Mit der Inbetriebnahme des „BER" wird der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen. Das Kurt-Schumacher-Quartier ist der erste Baustein einer städtebauliche Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes. Hier sollen in Zukunft 5.000 Wohnungen für 10.000 Bewohner entstehen.

    Ziel des Wettbewerbes war es, ein integriertes Stadtquartier zu entwerfen mit einer kleinteiligen funktionalen Mischung, bautypologischer Vielfalt, einem breit gefächerten Wohnungsangebot und großzügigen Frei- und Landschaftsräumen. Der Entwurf von Cityförster und Man Made Land macht die beeindruckende Offenlandschaft der Tegeler Heide zum Identität stiftenden Herz des neuen Quartiers. Hier ist es „weit, offen, wild und frei". Geformt wird diese Heidelandschaft von einem lebendigen Saum, der die Kontaktfläche zur Landschaft maximiert. Schulen, Kitas, Plätze etc. aktivieren diesen Raum. Hier wird gespielt, gelernt, geruht, Freizeit verbracht und Gemeinschaft genossen. Die Baublöcke werden durch eine Kombination verschiedener Gebäudetypen - Riegel, Punkt, Reihe, Turm - gebildet, um eine Vielfalt an Wohn- und Arbeitsformen anzubieten. Wohnen nimmt zum Saum hin zu, wohingegen Arbeiten und Einzelhandel eher an den gut erschlossenen Rändern verortet sind. Es gibt große und kleinere Gebäude mit Weitblick oder Gartenbezug, Intimität oder Offenheit.

    Idee
    2016
    Kurt-Schumacher-Damm 38
    13405 Berlin
    Deutschland
  • Quartier unter den Linden

    Der städtebauliche Entwurf generiert ein attraktives Wohnumfeld für junge Familien und Paare und setzt damit neue Impulse in einer 60er Jahre Siedlung. Hierzu wird die bestehende offene Blockstruktur aufgegriffen und mit vielfältigen  Wohntypologien, beispielsweise grundgebundenen Typologien oder freien Grundrissen in Punkthäusern, angereichert.

    Im Inneren der Blöcke befinden sich erhöhte Innenhöfe, die trotz ihrer Offenheit nach Außen eine deutliche visuelle und funktionale Abgrenzung zwischen öffentlichem und privatem Raum schaffen. Gleichzeitig entstehen hier sichere Begegnungsräume für junge Familien. Zwischen den Blöcken befindet sich eine Abfolge von Plätzen. Diese Ergänzung des vorhandenen Stadtraums, sowie der weitestgehende Verzicht auf Autos im Gebiet, tragen zu einer Belebung des öffentlichen Raumes bei. Das Parken der Bewohner ist hauptsächlich in Tiefgaragen organisiert, welche vom Rande des Gebiets erreichbar sind. Die Weiterentwicklung der vorhandenen Bebauungsstruktur, sowie der Weiterführung des Nord-Süd Grünzugs und der vorhandenen Baumreihen tragen zu einer starken Verzahnung mit der Umgebung bei.

    abgeschlossen
    2016
    Erich-Klausener-Straße 1
    40789 Monheim am Rhein
    Deutschland
  • Cross-over

    Zwischen Medienhafen und Wirtschaftshafen entsteht ein Quartier, das die Verschränkung von Raum, Atmosphären und Programm zum Prinzip erklärt. Ein Ort zum Arbeiten, Forschen, Erfinden und Erholen mit starkem Bezug zum Wasser entsteht. 2 differenzierte Loops bilden das freiräumliche Grundgerüst. Zentral ist der Loop des Freizeithafens mit Stadtstrand, grünen Terrassen, Ruderclub, Yachthafen und dem Kesselplatz an der Spitze der Halbinsel. Zukunftsfähig ist auch der Industriehafen, welcher sich als zweiter Kreislauf in das System einfügt.

    Beide „Häfen" erhalten ihren neuen Kopf durch den Pier-One, der sie miteinander und mit der Umgebung verzahnt. Verbunden werden die Loops über 6 öffentliche Räume, sogenannte Klammern, die an städtebaulichen Schlüsselpositionen die 3 Plätze - Kesselplatz, Hafenplatz und Stadtstrand schaffen - Orte für Besucher und Anrainer gleichermaßen. Auch der Städtebau ist geprägt vom Ineinandergreifen der Typologien und befördert so Innovationen, kreatives Arbeiten und Lebendigkeit. Dieser „markante Hafenmix" mit Türmen, Hallen und Riegeln bildet die Identität stiftende und hoch flexible Struktur für ein lebendiges Quartier mit Ausstrahlungscharakter.

    abgeschlossen
    2019
    40221 Düsseldorf
    Deutschland
  • Øresund Region 2040

    Das Projekt geht von drei Aspekten aus: 1. zukünftigen Megatrends, 2. der Stärkung einer nachhaltigen Gesellschaft durch soziale Gleichberechtigung, gesunde Lebensumwelt und qualitatives Wirtschaftswachstum, 3. zivilem Engagement und reflexiver, visionärer Führung als Basis für effektive und flexible Entwicklungen. Hochgeschwindigkeitszüge und –fähren sollen die Position der Øresund Region als Verbindung von Zentral-, Nord- und Osteuropa verbessern.

    Das Konzept für die Øresund Region selbst kombiniert zwei Strukturen: den Metrosund, ein Zusammenschluss von neun Städten am Sund, und die Ørezones, neun Subregionen. Für jede Metrosund-Stadt und Ørezone wird ein spezifisches Profil auf Grundlage existierender Potentiale und zukünftig erforderlicher Qualitäten definiert, um globale Kompetenz und lokale Identität zu generieren. Netzwerke von SMESTOs (Small and Medium sized TOwns) im interland bündeln lokale Stärken wie kulturelle oder landschaftliche Eigenarten. Der Entwicklungsprozess wird von einer Agentur geleitet: Øresund Visionary Guidance – eine multidisziplinäre, unabhängige, transnationale Task Force, die eng mit den Menschen der Øresund Region zusammenarbeitet.

    Idee
    2007-2008
    Lufthavnsboulevarden 6
    2770
    Dänemark + Schweden
  • Langfristige Siedlungsentwicklung München

    Die Aufgabe des Gutachtens Stadtrand | Landschaft ist es, die Möglichkeiten von Siedlungsentwicklungen am Stadtrand aufzuzeigen und konkret für den Münchner Nordosten eine Entwicklungsstrategie zu erarbeiten. Diese wird anhand von Entwürfen für ein Vertiefungsgebiet veranschaulicht, differenziert und getestet. Aus dieser Reflexion wird eine Strategie für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf andere Stadtrandgebiete entwickelt und Handlungsempfehlungen für Quantität und Qualitäten zukünftiger Wohnraumentwicklung im Münchner Nordosten abgeleitet.

    Das Vorgehen gliedert sich in folgende Bearbeitungsschritte: Die Besonderheiten des Gebiets werden in Potentialkarten aufgezeigt und in einer Synthesekarte für die Entwurfsarbeit aufbereitet (A). Übergeordnete Strategien formulieren Regeln für die Siedlungsentwicklung am Stadtrand (B). Das Raumstrukturbild zeigt einen Rahmen für die räumliche Entwicklung von Siedlungsbereichen und Freiräumen auf und definiert unterschiedliche Stadtrandtypen. Diese Stadtrandtypen verfügen über unterschiedliche Qualitäten und werden in Entwicklungsstrategien, Stories und Referenzprojekten (D) sowie beispielhaft an einem Testgebiet differenziert (E).

    abgeschlossen
    2011
    Marienplatz 8
    80331 München
    Deutschland