• Recyclinghaus

    Das Recyclinghaus ist ein experimentelles Wohnhaus im hannoverschen Stadtteil Kronsberg. Es handelt sich um einen Prototyp, der die Möglichkeiten und Potenziale verschiedenster Arten von Recycling im Reallabor austestet und einen kreislauforientierten und ressourcenschonenden Planungsansatz aufzeigt.
    Das Recyclinghaus setzt einerseits auf recyclingfähige Bauprodukte wie beispielsweise dem Rohbau aus leimfrei zusammengesetzten Massivholzelementen. Andererseits werden recycelte Materialien wie die Gründung aus Recyclingbeton oder einer Fassadendämmung aus recycelten Jutesäcken eingesetzt. Es kommen aber auch in großem Umfang gebrauchte Bauteile im Ganzen zum Einsatz, die nach Möglichkeit aus eigenen Gebäudebeständen der Bauherrin GUNDLACH stammen, beziehungsweise lokal gewonnen wurden. Besonders entscheidend ist dabei eine recyclinggerechte Bauweise, die eine Nutzung und Demontierbarkeit der Bauteile ohne Qualitätsverlust beziehungsweise ein sortenreines Trennen der Baustoffe nach dem Ende der Lebensdauer ermöglicht.

    Die Bauindustrie ist einer der größten Abfallproduzenten und Verbraucher von Ressourcen und in erheblichem Umfang für die weltweiten CO2 Emmissionen verantwortlich. Bei der Planung von Gebäuden wird heute hauptsächlich der Energieverbrauch im Betrieb eines Gebäudes betrachtet. Die erheblichen Mengen an „grauer Energie", die in der Herstellung von Gebäuden steckt bleibt weitgehend unberücksichtigt. Dabei kann der vorhandene Gebäudebestand auch als riesiges Rohstofflager begriffen werden. Dem Recycling von Baustoffen und Materialien sowie recyclinggerechten Bauweisen wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle zukommen.

    abgeschlossen
    2019
  • Embassy residences

    Die „Embassy residences" sollen hochwertige, familienfreundliche und energiesparende Wohneinheiten im Stadtzentrum von Tirana, einer der am schnellsten wachsenden Städte Europas, anbieten.
    Das Projekt folgt den Ambitionen des Bürgermeisters, das Wachstum der Stadt zu begrenzen und der Suburbanisierung mit einer breiten Palette von Wohnraumtypologien entgegenzuwirken. Über einem kommerziellen Sockel und zwei Parkebenen erhebt sich eine Reihe gestapelter Villen, die durch eine halböffentliche Treppe verbunden sind. Diese dient als alternative Erschließung und zusätzlicher, gemeinsam genutzter Außenraum der Wohnungen. Durch die Treppe entstehen Verknüpfungen zwischen den Apartments und ein sicherer Ort, an dem Kinder spielen und sich treffen können. Die Grundrisse schützen die Privatsphäre der Apartments. Gleichzeitig ermöglichen sie es den Bewohnern, auf ihrer Veranda zu sitzen oder über die Treppe andere Apartments zu erreichen, wenn sie Lust auf ein Gespräch oder einen Drink am Freitagnachmittag haben.
    Studien haben zu einem kompakten Aufbau von bewässerten Substratschichten geführt, die eine üppige Vegetation auf Treppen, Balkonen und Dachterrassen unterstützen erlauben. Die Fassade besteht aus zwei Schichten, die entsprechend der Sonneneinstrahlung angeordnet sind. Eine Basisglasschicht wird durch eine sekundäre Beschattungsschicht aus eloxiertem Aluminium geschützt, soweit sie nicht durch umgebende Gebäude oder auskragende Volumina geschützt ist.

    im Bau
    2018
  • Wohnkrone Parkhaus Windmühlenstraße

    Die Wohnkrone ist ein Prototyp der Siedlungsebene 2.0. Dachflächen von Einzelhandels-, Büro-, und Parkgebäuden werden belebt, attraktive Toplagen erschlossen, vorhandene Infrastrukturen besser ausgelastet und die Nutzungsmischung in der Innenstadt verbessert. Das vorhandene Parkhaus wird im Zuge der Sanierung von Fassade und Eingangsbereich mit Penthäusern aufgestockt. Diese setzen sich formal selbstbewusst - gleich einer „Krone" - von der vorhandenen Gebäudestruktur ab und geben dem Bestand zugleich einen harmonischen Abschluss. Eingänge und Erschließung des Gebäudes wurden neu organisiert, sodass eigenständige Adressen für das Parkhaus und die Wohnbebauung klar erkennbar sind. Barrierefrei erschlossen wird die Wohnbebauung über eine repräsentative Lobby im EG mit einem exklusiven Aufzug, der direkt zum zentralen, landschaftlich gestalteten Wohnhof führt. Von diesem gemeinschaftlich genutzten Aufenthaltsbereich sind die Wohneinheiten erreichbar. Jede Wohnung (50 bis 120m²) verfügt über eine großzügige, private Terrasse mit Blick über die Dächer der Stadt.

    abgeschlossen
    2016
    Windmühlenstraße 3
    30159 Hannover
    Deutschland
  • Wasserstadt Limmer

    Das Programm des neuen Quartierseingangs beschreibt einen modernen mixed-used Block, in dem unterschiedliche Funktionen zusammenfinden und kompakt zueinander angeordnet sind. Die Eingänge der Hauptfunktionen sind den öffentlichen Räumen zugewandt und betonen die vorrangigen Platz- und Ecksituationen im städtebaulichen Kontext. Der 7-geschossigen Wohnturm nimmt 60 Microapartments auf mit einem Café im Erdgeschoss entlang der gesamten Fassade. Der östliche Block beherbergt das Betreute Wohnen, der westliche Block die Pflegeeinrichtung, darunter der Supermarkt mit Parkdecks und einer südlichen und nördlichen Ladenzeile. Alle Erdgeschossfassaden mit öffentlichen Nutzungen öffnen sich mit großzügigen Fensterflächen zum öffentlichen Raum. Der Entwurf sieht eine Massivbauweise in Stahlbeton und Mauerwerk vor, der die verschiedenen Gebäudeteile, Funktionen und Raumgrößen entsprechend ihren Anforderungen optimiert abbildet.

    Idee
    2019
    Wunstorfer Landstraße
    30453 Hannover
    Deutschland
  • Dhermi Plaza Hotel

    Das Dhermi Plaza Hotel wurde als 5-Sterne Hotel an der Promenade von Dhermi entworfen. Das Projekt, das die vorhandenen Quadratmeter maximiert und gleichzeitig mir der Umgebung verschmilzt, bietet zusätzlich Einrichtungen für die Öffentlichkeit. Das längliche Volumen ist zwischen der Küste im Süden und den Bergen im Norden situiert und erhält seinen Charakter durch eine dynamische Fassade. Das Sonnenschutzsystem, bestehend aus zweiteiligen verschiebbaren Fensterläden, spielt mit den Schatten der dünnen Wände. Dadurch entsteht Bewegung auf der langen Fassade und enthüllt das Leben im Gebäude, wodurch die Hotelgäste zu Komplizen der Architektur werden. Im Hotel sind verschiedene Funktionen untergebracht, welche potenziell abgetrennt werden können, wie zum Beispiel Restaurant, Spa und Beauty Salon im ersten Untergeschoss; Läden, Bar, Schwimmbad und Hotel Lobby im Erdgeschoss und unterschiedlich große Hotelzimmer im ersten bis dritten Stock. Die oberste Etage hat die Funktion eines aktiven Dorfes. Diese Etage hebt sich von dem Rythmus der Fassade ab und der offene Grundriss gibt einen Panoramablick frei. Auf der Dachterrasse gibt es Freizeiteinrichtungen für Kinder und Erwachsene. Die Umgebung bietet verschiedene Sportaktivitäten wie schwimmen oder Basketball.

    in Bearbeitung
    2018
  • Rinia Complex

    Rinia Complex befindet sich in einem ehemaligen Jugendpark im Centrum von Fier. Das Grundstück ist zu drei Seiten geöffnet und ist umgeben von verschiedenen Kontexten. Der Entwurf eines mischgenutzten Gebäudes zielt darauf ab mit seinen Kontexten zu verschmelzen, welche die Vielseitigkeit von Bedarfen des Gebietes wiederspiegeln. Das Gebäude ist ein Symbol für die Ambitionen eines neuen Gesichts für die Stadt Fier, die kontinurierlich dynamischer wird und wächst.
    Bar Rinia ist ein multifunktionales Gebäude mit einer Vielzahl von Funktionen, zum Beispiel ein 5 Sterne Hotel, Parkgarage, Wohnungen, Bank, Bar, Restaurant, Casino, Kino, Einkaufsmöglichkeiten, Fitnessstudio und einem Schwimmbad. Von der Straße ist das Gebäude gut erschlossen und über verschiedene Erschließungsstraßen in die Stadt eingebettet. Der Gebäudeentwurf ermöglicht verschiedene Nutzungen zu verschiedenen Tageszeiten mit sowohl öffentlich zugänglichen als auch privaten Funktionen und Bereichen. Die räumlichen Bedarfe des komplexen Nutzungsprogramms sind in einem einzigartig geformten Volumen untergebracht, dessen Innenraum fragmentiert ist um den verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden.

    im Bau
    2018
  • The Rubber House

    Der Entwurf für das Rubberhouse wurde 2006 in dem Wettbewerb „Simplicity" prämiert und als eines von 12 Wohnhäusern für die experimentelle Wohnsiedlung „De Eeenvoud" (die Einfachheit) in Almere ausgewählt. In seiner Kubatur lehnt sich das Rubberhouse an die archetypischen, einfachen Gebäude niederländischer Scheunenarchitektur an: Ein zweigeschossiger Gebäudeteil mit asymmetrischem Satteldach verbindet sich mit einem eingeschossigen Gebäudeteil mit Pultdach. Die Konstruktion ist als ressourcenschonende Massivholzbauweise ausgeführt. Fassade und Dach sind mit Ausnahme der terrassenzugewandten Fassaden vollständig mit schwarzem EPDM bekleidet. Die innere Erscheinung wird gegensätzlich hierzu durch die warmen Sichtoberflächen des Massivholzes bestimmt. Das Nutzungskonzept sieht kleine Privaträume zugunsten eines großzügigen, offenen Wohnbereiches vor. Klare Sichtachsen durch das gesamte Gebäude unterstützen die robuste, offene Raumabfolge und ermöglichen Blickbeziehungen in den angrenzenden Wald. Der Wohnraum kann über die großen Glasschiebetüren bis auf die Terrasse erweitert werden. Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglichte eine Bauzeit von nur drei Monaten.

    abgeschlossen
    2011
    De Eenvoud 15
    1319 Almere
    Niederlande
  • House 1

    Das Wohn- und Geschäftshaus markiert den südwestlichen Auftakt des neuen Stadtquartiers „Mirror Twins" nördlich der
    Innenstadt Tiranas. Das Volumen des Baukörpers wird durch großzügige, gemeinschaftlich genutzte Freiräumen ausformuliert. Sie verbinden das innere Atrium mit dem Außenraum, so dass eine gute natürliche Belüftung und Belichtung gewährleistet ist. Im Sockelgeschoss befinden sich Läden, darauf ist ein Hof für die Bewohner angelegt. Jede Wohnung ist mit einem Balkon ausgestattet. Auf dem Dach können zudem Gartenparzellen als private Außenräume gemietet werden. Das weiße Fassadenrelief ist angelehnt an die typischen vor- und zurückspringenden Fassaden im Stadtbild von Tirana.

    abgeschlossen
    2009
    Rruga Jordan Misja 20
    8303 Tirana
    Albanien
  • Villa Wohnen mit Kind und Kegel

    Eine denkmalgeschützte Villa der 1850er Jahre wurde zu einem Wohnhaus für zwei Familien umgebaut. Der große Garten wird gemeinsam genutzt. Die beiden oberen Geschosse wurden den Vorstellungen eines Paares mit fünf Kindern entsprechend neu gestaltet. Es wurden „alltagstaugliche" Räume geschaffen und gleichzeitig der besondere Charakter des historischen Gebäudes mit seinen ornamentalen Elementen und hochwertigen Holzfußböden hervorgehoben. Um die ursprüngliche Großzügigkeit der Räume wiederherzustellen, wurden zahlreiche Einbauten entfernt. Das Dach wurde energetisch saniert. Im 1.OG befinden sich der Eingangsbereich und ein großzügiger Flur, der bis zur Küche und dem Balkon führt. Zum Garten liegen das Schlaf- und ein Kinderzimmer. Im ehemaligen Tanzsaal, dem Herzen des Gebäudes, befindet sich der Ess- und Wohnbereich. Der Saal beeindruckt durch seine Dimensionen (55m2, 6m lichte Höhe) und eine ornamentale Deckenmalerei, die konserviert und stellenweise restauriert wurde. In den Saal wurde eine Galerie als schlanke Stahl-Glas-Konstruktion eingebaut. Das 2.OG wurde als Kinderbereich neu organisiert und umfasst nun vier Zimmer mit Spielflur und ein Bad. Alle Baumaßnahmen entstanden in detaillierter Abstimmung mit der Denkmalpflege.

    abgeschlossen
    2012
    Von-Alten-Allee
    30449 Hannover
    Deutschland
  • Vaubanschleife

    Im Westen von Vauban entsteht ein bisher unzulänglich vorhandener Quartiersauftakt. Hier wird nicht nur städtebaulich ein Akzent gesetzt, sondern mit ca. 100 Wohneinheiten, einem Jugendtreff und in Kombination mit einem möglichen zukünftigen S-Bahnstopp ein lebendiger Ort geschaffen.
    Die Form des Gebäudes wird geprägt durch die Wendeschleife der Straßenbahn. Das Terrassenhaus fügt sich in die Wendeschleife ein, sodass der bestehende Schienenverlauf unverändert bleibt. Der dazugehörige Wohnturm greift die Grundform des Terrassenhauses auf, setzt durch seine Höhe einen städtebaulichen Akzent und vervollständigt das Ensemble. Die beiden Baukörper sind durch eine Gemeinschaftsebene verbunden, die den Gebäuden einen halbprivaten Gartenhof mit Pflanzen und Orten zum Verweilen bietet. Außerdem schirmt die verbindende Ebene den Lärm der Straßenbahn ab. Gleichzeitig erfolgt hierüber die Haupterschließung des Terassenhauses. Es müssen also nicht die Schienen überquert werden um in die Wohnung zu gelangen.

    Idee
    2017